{"id":16462,"date":"2022-12-03T06:38:54","date_gmt":"2022-12-03T06:38:54","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=16462"},"modified":"2022-12-03T06:49:38","modified_gmt":"2022-12-03T06:49:38","slug":"wundern-und-wandern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=16462","title":{"rendered":"durchqueren"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-16463\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221203_110609-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"246\" height=\"328\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221203_110609-225x300.jpg 225w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221203_110609-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 246px) 100vw, 246px\" \/><\/p>\n<h5>Wenn man in Delhi ankommt und Freunde hat in Gurgaon, kommt man h\u00f6chst selten mit dem Staub des Bodens in Ber\u00fchrung, denn man f\u00e4hrt hoch, hier bei Aniel und Parul (und Mowgli) waren es 19 Etagen, dann wei\u00df man ziemlich schnell, was man auch unter &#8222;Himmel&#8220; verstehen kann: weg von den Eltern oder den Schwiegereltern, oder was einen sonst noch zu lenken oder zu zwingen sucht. Oder der Sohn ist der Grund daf\u00fcr, n\u00e4mlich dass er in die beste Schule kommen muss, wo halt erfolgreiche M\u00e4nner durchgegangen sind und ihre Fu\u00dfstapfen hinterlassen haben. Da wird nun Mowgli (Hausname) jeden Morgen hingebracht und wieder abgeholt, unten durch die Sicherheitszonen und Identifizierungsvorg\u00e4nge durch. In Indien sitzen sehr, sehr viele Menschen auf St\u00fchlen herum und lassen Reichere raus und rein, und wen interessiert es schon in so einem gigantischen Land, was einer durchmacht, wenn das Leben so vorbeirinnt, bis man begreifen muss, dass es das ist, eben diese Arbeit, die Frau und Kinder ern\u00e4hrt, aber nicht wirklich. Aber auch die Reichen, die ringsherum in Gurgaon f\u00fcr die Behausung ihres Himmelreichs eine halbe Million Dollar hinlegen, also \u00fcber die n\u00e4chsten Jahre sehr viel abzahlen m\u00fcssen, ist es nicht leicht. Klar, es gibt in all dem Eingez\u00e4unten viel Unterhaltung und Abwechslung von einer Bar und einem Restaurant und Swimming Pool und anderem Sport nat\u00fcrlich, denn die Hochhaussch\u00f6pfer dieser Kategorie wollen den K\u00e4ufern einbl\u00e4uen, dass hier nichts fehlt, alles da ist, was ein Mensch so braucht, nur: was braucht ein Mensch, um das eigene Leben lebendig zu erfahren. Parul erz\u00e4hlt, dass es eine Menge Depressionen gibt, viel kaltgestellte Einsamkeit, die man sp\u00fcren kann, wenn man aus den gut verdichteten Fenstern starrt und ein wenig vor sich hingr\u00fcbelt. Mal schauen, wie lange ein freier Geist wie Aniel das aush\u00e4lt. Au\u00dferdem sind sie oft in Rishikesh oder in Rajasthan, wo ich lebe und sie auch getroffen habe, wir haben hier gemeinsame Freunde. Man \u00fcberquert dann m\u00fchelos ein paar Zeitalter und landet da, wo man sich selbst Sokrates noch l\u00e4chelnd herumwandernd vorstellen kann. Es w\u00fcrde auch hier keinen sonderlich verwundern, wenn er stundenlang an einem Fleck tief in Gedanken ( vichar) wie verwurzelt stehenbleiben w\u00fcrde, und es gibt gen\u00fcgend Interessierte, die gerne von seiner Weisheit profitieren k\u00f6nnten, da die Richtung im dunklen Zeitalter schwer zu erkennen ist. Ein Sadhu (sowas wie ein M\u00f6nch) hat mir mal vermittelt, dass die vier Zeitalter immer alle gleichzeitig existieren, und dass man daher w\u00e4hlen kann, in welchem man sich aufhalten m\u00f6chte. Aber das muss man ja mal geh\u00f6rt haben, bevor man eigene Gedanken dar\u00fcber entwickeln kann.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man in Delhi ankommt und Freunde hat in Gurgaon, kommt man h\u00f6chst selten mit dem Staub des Bodens in Ber\u00fchrung, denn man f\u00e4hrt hoch, hier bei Aniel und Parul (und Mowgli) waren es 19 Etagen, dann wei\u00df man ziemlich schnell, was man auch unter &#8222;Himmel&#8220; verstehen kann: weg von den Eltern oder den Schwiegereltern, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-16462","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16462","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16462"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16462\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16473,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16462\/revisions\/16473"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16462"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16462"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16462"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}