{"id":16178,"date":"2022-06-01T08:00:23","date_gmt":"2022-06-01T08:00:23","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=16178"},"modified":"2022-06-01T08:00:23","modified_gmt":"2022-06-01T08:00:23","slug":"klingen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=16178","title":{"rendered":"klingen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-16181\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/20220531_183336-270x300.jpg\" alt=\"\" width=\"361\" height=\"401\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/20220531_183336-270x300.jpg 270w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/20220531_183336-768x853.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/20220531_183336-922x1024.jpg 922w\" sizes=\"auto, (max-width: 361px) 100vw, 361px\" \/><\/p>\n<h5>Das &#8222;Beisichsein&#8220; wird sicherlich meistens als eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit empfunden, so, als k\u00f6nnte man nirgendwo anders sich aufhalten. Aber was hei\u00dft das: Bei sich sein, also Gast in pers\u00f6nlicher Gesellschaft, oder wohnhaft im eigenen Geh\u00e4use. Man kennt sich aus, man kann herumwandern und entwerfen, man kann reisen oder in Stille sitzen, und unbegrenzt sind die Architekturen, mit denen man die Innenwelt bereichern und sie attraktiv machen kann f\u00fcr den geistigen Aufenthalt. Irgendwo flackert ein Feuer, es knistert nach Dialog-Bereitschaft, ich mit mir im Gespr\u00e4ch. Und es ist ja auch so, dass da, wo der Geist sich wohlf\u00fchlt, auf jeden Fall eine Seinsebene ist, von der aus der Weltzustand bew\u00e4ltigt werden (muss und) kann. Die innere Heimat ist also ein Ort, den ich selbst erschaffen habe, mit meine W\u00fcnschen, meinen Gedanken, meinen Vorstellungen. Es ist der Raum, f\u00fcr den ich verantwortlich bin, das leidige Wort &#8222;verantwortlich&#8220; hier als Antwort auf mich selbst, aus der inneren Freiheit heraus. Nun wird aber niemand gezwungen, sich im Inneren aufzuhalten, und es ist auch nicht gesund, nur das zu tun. Ich nehme mich also hinaus in die Welt der vielf\u00e4ltigen Konstrukte und bahne mir sozusagen einen Weg durch die Matrix, sie einerseits als eine unleugbare Realit\u00e4t erkennend, andrerseits\u00a0 wissend, dass sie niemals dasselbe ist, immer sich wandelnd, immer in Bewegung, immer neu sortiert, immer neu geordnet. Und dort finde ich, falls ich ihn suchen wollte, keinen Halt. Was sollte mich halten k\u00f6nnen, es ist nicht stabil. Es ist ganz und gar ungewiss, und vielleicht gerade dadurch auch formbar. Aber um etwas zu formen, hier im Sinne eines kreativen Willens, den eigenen Beitrag dem Daseinenden zu geben, (sofern es die sich begegnenden Welten erm\u00f6glichen und erlauben), um also etwas aus der Daseinsmaterie zu formen muss ich&#8230;muss ich w a s wissen? Ich muss zum Beispiel wissen, was ich da tue oder tun m\u00f6chte, denn auch die Identifikationen \u00fcber das Tun sind ein Teil der notwendigen Ausbildung, die ich auf dem Weg zu mir durchlaufen muss. &#8222;M\u00fcssen&#8220; ist nur ein akzeptables Wort im Zusammenhang mit den Bedingungen, die ich erkenne f\u00fcr meinen Gestaltungswillen. Ich brauche also Zeit, um das alles mit mir zu besprechen. Dadurch wird mir langsam klar, was ich bin und was ich nicht bin, was ich brauche und was ich keineswegs brauche, was ich wei\u00df und was ich nicht wei\u00df, und oft \u00f6ffnet das auf schlichteste Weise die Fl\u00fcgelt\u00fcren zum Salon, und die Eleganz der Wesen l\u00e4dt ein zur Anwesenheit. Das habe ich auch mit armen Bauern erfahren, und mit ernsthaften M\u00f6nchen in der W\u00fcste, es kann \u00fcberall stattfinden, wo Menschen in Ber\u00fchrung sind mit ihrem Klang.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das &#8222;Beisichsein&#8220; wird sicherlich meistens als eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit empfunden, so, als k\u00f6nnte man nirgendwo anders sich aufhalten. Aber was hei\u00dft das: Bei sich sein, also Gast in pers\u00f6nlicher Gesellschaft, oder wohnhaft im eigenen Geh\u00e4use. 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