{"id":16157,"date":"2022-05-30T08:24:47","date_gmt":"2022-05-30T08:24:47","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=16157"},"modified":"2022-05-30T08:26:31","modified_gmt":"2022-05-30T08:26:31","slug":"unwaegbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=16157","title":{"rendered":"unw\u00e4gbar"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-16158\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220530_092914-294x300.jpg\" alt=\"\" width=\"365\" height=\"372\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220530_092914-294x300.jpg 294w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220530_092914-768x783.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220530_092914-1005x1024.jpg 1005w\" sizes=\"auto, (max-width: 365px) 100vw, 365px\" \/><\/p>\n<h5>In einer Biografie \u00fcber Sigmund Freud habe ich gelesen, dass es Freud einmal vorschwebte, Menschen durch die Psychoanalyse zu lotsen, die vor allem an ihrer Selbsterkenntnis interessiert waren, also sogenannte &#8222;gesunde&#8220; Menschen, die bewusst reifen wollten, im Gegensatz zu erkrankten Menschen, die geheilt werden wollten von ihren unterschiedlichen N\u00f6ten. Bis heute verbl\u00fcfft aber das Ausma\u00df des k\u00f6rperlichen und seelischen und geistigen Krankseins, sodass die Antwort auf die\u00a0 Frage &#8222;Wie geht es dir?, oder Ihnen, oder euch?&#8220; eher auf einer etablierten Oberfl\u00e4che herumh\u00e4ngt. Denn wer will\u00a0 oder kann schon glaubw\u00fcrdig die Tiefen eines jeweiligen Gegen\u00fcbers ausloten, wenn die Bedingungen daf\u00fcr nicht gegeben sind. Die Gr\u00fcbeleien \u00fcber das Menschsein sind zwar weiterhin hoch im Kurs, aber selbst Abgr\u00fcnde drehen sich im Kreis und wollen ihren Ausgang nicht preisgeben. Und kaum jemand hat die Zeit, sich um d a s zu k\u00fcmmern, was im eigenen Kosmos vor sich geht, bevor er zur Blase schrumpft. Auch diese Art von Schrumpfung ist eine Krankheit, die nach Heilung ruft, also nach Atem und Befreiung und Befragung der eigenen Wirklichkeit, und ob sie dem entspricht, was ich mir f\u00fcr mich vorstellen kann. Und wie viele Abstriche von meiner Vorstellung tats\u00e4chlich n\u00f6tig sind, damit es im Zusammensein weder zu Erniedrigungen, noch zu Kontrollen, noch zu Zwangshandlungen kommt. Um manche Dinge, die auf dieser Erde passieren, nicht aus dem Bewusstsein aussperren zu m\u00fcssen, muss man psychisch und k\u00f6rperlich einigerma\u00dfen stabil sein, sonst vergisst man, zum richtigen Zeitpunkt die notwendigen Weichen zu stellen, damit man die Richtung nicht verliert, die einem f\u00fcr ein lebenswertes Leben wesentlich erscheint. Solange man noch kann!, und gerade nicht zu den Millionen von Schicksalsfl\u00fcchtigen geh\u00f6rt, denen ihr Leben von einem zum anderen Moment entrissen wird, ohne dass jemand wirklichen Beistand leisten kann. Ja, der Krieg, und das Erschie\u00dfen und das Ertrinken, und dann viele M\u00e4nner, sehr viele M\u00e4nner, die Kleinstkinder missbrauchen, so ist das, es ist nicht zu verkraften. Drau\u00dfen eine paradiesische F\u00fclle, der pers\u00f6nliche Mangel einsch\u00e4tzbar. Am Bug des Schiffes stehend, konzentriert sich die Autopilotin auf das Unw\u00e4gbare, dem man nicht ausweichen kann.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einer Biografie \u00fcber Sigmund Freud habe ich gelesen, dass es Freud einmal vorschwebte, Menschen durch die Psychoanalyse zu lotsen, die vor allem an ihrer Selbsterkenntnis interessiert waren, also sogenannte &#8222;gesunde&#8220; Menschen, die bewusst reifen wollten, im Gegensatz zu erkrankten Menschen, die geheilt werden wollten von ihren unterschiedlichen N\u00f6ten. 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