{"id":16129,"date":"2022-05-26T09:31:51","date_gmt":"2022-05-26T09:31:51","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=16129"},"modified":"2022-05-26T09:31:51","modified_gmt":"2022-05-26T09:31:51","slug":"ausgang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=16129","title":{"rendered":"Ausgang"},"content":{"rendered":"<h1><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-16130\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220525_170901-236x300.jpg\" alt=\"\" width=\"330\" height=\"419\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220525_170901-236x300.jpg 236w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220525_170901-768x978.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220525_170901-804x1024.jpg 804w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220525_170901.jpg 1846w\" sizes=\"auto, (max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/><\/h1>\n<h5>In einem Gespr\u00e4ch (zum Beispiel \u00fcber &#8222;glauben&#8220;) k\u00f6nnte ich vermutlich m\u00fchelos \u00e4u\u00dfern, dass ja logischerweise jeder Mensch glauben k\u00f6nnen sollte, was er oder sie glauben m\u00f6chte und vor allem glauben k a n n!. Zu einigen tiefen Ersch\u00fctterungen, die ich selbst erleben durfte, geh\u00f6rte, dass mir w\u00e4hrend meiner meditativen Praxis, zu der auch immer ein konzentriert gelerntes Wissensgebiet geh\u00f6rt, dass ich also w\u00e4hrend dieser Praxis vieles f\u00fcr Wissen hielt, was sich (f\u00fcr mich) als hartgesottener Glaube erwies. Vor allem in den Religionen braucht es m\u00e4chtige Geschichten, um Menschen zu begeistern, entweder weil sie F\u00fchrung suchen oder eben die F\u00fchrenden in etwas werden m\u00f6chten. Kostbar die Einzelnen und eher Seltenen, die es ernsthaft genug meinen und daher auch am Ende des Tunnels ungeschoren herauskommen. Na ja, schon auch geschoren, denn es nimmt einen mit, fr\u00fcher oder sp\u00e4ter, zu merken, dass man nicht mehr das \u00fcber alles geliebte Nesth\u00e4kchen des Sch\u00f6pfers ist und dieser Glaubensglanz des Heiligen einen nicht mehr begleitet, keine Berge mehr verr\u00fcckt, keine Wasser mehr teilt, den Himmel nicht mehr als Zaubergarten der Hochwohlgeborenen betrachten muss, in dem sich die Befl\u00fcgelten tummeln, immer bereit, uns zur Seite zu stehen oder sich gar mit uns zusammen morphen zu lassen, freiwillig die ersehnte Verschmelzung gew\u00e4hrend. Da hat man gedacht, man h\u00e4tte schon alles Unheimliche (was einem auf diesem Stockwerk begegnen kann) hinter sich und es ginge nun schnurstracks und ungehindert durch die Reize und T\u00fccken des Dschungels auf das Weitere zu,\u00a0 ja schon, aber was ist das Weitere. Auch die Symbolik und Begrifflichkeit des Religi\u00f6sen kann einem erhalten bleiben, aber was ist nun so neu und so frische und wahrlich auch befreiend. Dass vom Wissen, soweit vorhanden, nicht so viel \u00fcbrig bleibt. Wenn die hohen H\u00fcte abgelegt werden und die Gew\u00e4nder, und die St\u00e4be, und wenn die Anekdoten keine Wirkung mehr zeigen, dann sieht erst einmal alles sehr karg aus.Vielleicht so ein bisschen wie in einem Kloster, nur ohne Glaubensvorgabe. Ohne Glaubensvorgabe und ohne irgend ein heiliges Buch gibt es keinen Klebstoff zwischen den Followers.\u00a0 Und da es an diesem Punkt entweder sehr viel oder gar nichts mehr dar\u00fcber zu sagen gibt, nehme ich lieber wahr, dass mir gerade ein Satz von Kant zugespielt wurde, der mir geeignet scheint, diese paar S\u00e4tze abzurunden:&#8220;Aufkl\u00e4rung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unm\u00fcndigkeit.&#8220;<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem Gespr\u00e4ch (zum Beispiel \u00fcber &#8222;glauben&#8220;) k\u00f6nnte ich vermutlich m\u00fchelos \u00e4u\u00dfern, dass ja logischerweise jeder Mensch glauben k\u00f6nnen sollte, was er oder sie glauben m\u00f6chte und vor allem glauben k a n n!. 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