{"id":16012,"date":"2022-05-13T08:16:44","date_gmt":"2022-05-13T08:16:44","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=16012"},"modified":"2022-05-13T12:11:05","modified_gmt":"2022-05-13T12:11:05","slug":"a","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=16012","title":{"rendered":"A*"},"content":{"rendered":"<h6><picture class=\"media media--16-9\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/19779226-1491293031000\/16-9\/750\/Sagittarius-A-1.jpg\" alt=\"Sagittarius A 1.jpg\" width=\"422\" height=\"237\" \/><\/picture><a class=\"image\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:Black_hole_-_Messier_87_crop_max_res.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"thumbimage\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/4\/4f\/Black_hole_-_Messier_87_crop_max_res.jpg\/260px-Black_hole_-_Messier_87_crop_max_res.jpg\" srcset=\"\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/4\/4f\/Black_hole_-_Messier_87_crop_max_res.jpg\/390px-Black_hole_-_Messier_87_crop_max_res.jpg 1.5x, \/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/4\/4f\/Black_hole_-_Messier_87_crop_max_res.jpg\/520px-Black_hole_-_Messier_87_crop_max_res.jpg 2x\" alt=\"\" width=\"58\" height=\"58\" data-file-width=\"4320\" data-file-height=\"4320\" \/><br \/>\n<\/a><picture><\/picture><picture class=\"media media--16-9\">Sagittarius A*\u00a0 <\/picture><picture><\/picture><\/h6>\n<h5>Na endlich mal ein sch\u00f6nes neues Wort: &#8222;Heimatgalaxie&#8220;, in deren Zentrum eben das Schwarze Loch ist. &#8222;Schwarz&#8220; immer gro\u00df geschrieben, obwohl man auf dem Bild nur die Umgebung des Loches sieht, da die Objekte, lese ich, von Natur aus unsichtbar sind, was zu weiteren Gedanken oder vertieftem Stirnrunzeln anregen kann. Alles scheint einem eine Weile lang so stabil, bis es zu wanken beginnt. Auch ein neues Zeichen lernt man, wenn man m\u00f6chte, und zwar EHT, n\u00e4mlich das Event Horizon Telescope, &#8222;einem Zusammenschluss von acht Radiosternwarten auf vier Kontinenten zu einer Art Superteleskop&#8220;. Man darf gerne immer mal wieder staunen, was auf der Erde so alles simultan l\u00e4uft, bzw ich bin auf jeden Fall froh, interessante Bruchst\u00fccke \u00fcbermittelt zu bekommen, die eine poetische Ader zum klingen bringen k\u00f6nnen. Mir gef\u00e4llt das Bild auch, weil es aussieht wie ein Auge. Und f\u00fcr einen unterhaltsamen Nachruf w\u00fcrde sich das Ganze auch eignen: Sie lebte in einer Zeit, in der im Zentrum (oder im Herzen?) ihrer Heimatgalaxie das erste Bild des Schwarzen Loches entstand, das sich als Auge darbot. Und wie viele Lichtjahre war das nochmal von uns, den Erdlingen, entfernt? Es soll (wenn ich schon dabei bin) Aufschluss geben \u00fcber unser Dasein, unseren Mythos, unsere Wurzeln\u00a0 und was noch alles soll es tun, das massenverschlingende Ungeheuer. Es k\u00f6nnte happs! machen eines Tages und alles, was &#8222;wir&#8220; war, verschlingen, und keiner k\u00f6nnte mehr ein Photo davon machen oder ein Schwarzes Loch in (m)einer Heimatgalaxie einfach aus dem Netz fischen, so, als k\u00e4me es mir dadurch n\u00e4her. N\u00e4her kommt es vermutlich nur, wenn ich entweder merke, dass es mich gar nichts angeht, weil ich z.B. anderes zu denken und zu tun habe, oder ich lasse mich kurz unterhalten von den Eingebungen, die bei mir durch es (das Wurmloch) auftauchen. Auf jeden Fall ist der Begriff &#8222;Lichtjahre&#8220; bestens dazu geeignet, einmal die Fenster und Tore der immer latent sich formen wollenden Blase der Eigenarten so weit zu \u00f6ffnen, wie es einem im Rahmen einigerma\u00dfen realer Wahrnehmung m\u00f6glich ist. (Was ist real?, was ist Wahrnehmung?, und was verstehe ich darunter). Obwohl ich keinen Mentor vor mir auf einem Stuhl sitzend hatte (der infantile Gotteswunschtraum, das G\u00f6ttliche eben bestrebt, mich geistig anzuregen und sich m\u00f6glichst im Blickfeld meines ganz pers\u00f6nlichen Wesens aufzuhalten, also um mein geistiges Wohl besorgt sein w\u00fcrden k\u00f6nnte undsoweiter)&#8230;, so gab es doch trotzdem gerade auf dieser galaktischen Ebene, gekoppelt an die \u00dcbung, einen dem Fremden zugwandten Blick zu erlangen, gab es etwa Gene Roddenberry, der uns durch Galaxien f\u00fchrte, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Und wie die Crew in uns eine Sehnsucht nach dem Fremden entfachen konnte, und in der Kunst, damit umzugehen, ebenfalls als Fremdling im Dienst des Weltwohlwollens. Oder der Silver Surfer (ein Avenger), der mitten in der Galaxie gr\u00fcbelnd auf seinem Surfboard vorzufinden ist, sich die seltsamen R\u00e4tsel der Erdlinge ans tief empfindende Herz nehmend. Aber man kann auch Jorge Luis\u00a0 Borges lesen und sich einlassen auf die pr\u00e4zise Architektur geistiger Ordnungssysteme, die einen s\u00fcchtig machen k\u00f6nnte, wollte man nicht die eigene entwickeln. Und dann fiel mir wieder ein (und wie leicht kann man es vergessen), dass wir bereits auf einem Raumschiff durch die Heimatgalaxie reisen, das Ding steht ja nicht still. Was ist hier los mit der Crew, k\u00f6nnte man fragen. Und wenn ich auf dieser Fahrt auf einige Fragen (an mich) auch Antwort bekomme (von mir), wer sind die beiden im Gespr\u00e4ch?<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sagittarius A*\u00a0 Na endlich mal ein sch\u00f6nes neues Wort: &#8222;Heimatgalaxie&#8220;, in deren Zentrum eben das Schwarze Loch ist. &#8222;Schwarz&#8220; immer gro\u00df geschrieben, obwohl man auf dem Bild nur die Umgebung des Loches sieht, da die Objekte, lese ich, von Natur aus unsichtbar sind, was zu weiteren Gedanken oder vertieftem Stirnrunzeln anregen kann. Alles scheint einem [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-16012","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16012","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16012"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16012\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16027,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16012\/revisions\/16027"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16012"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16012"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16012"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}