{"id":16002,"date":"2022-05-12T08:39:07","date_gmt":"2022-05-12T08:39:07","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=16002"},"modified":"2022-05-12T12:31:31","modified_gmt":"2022-05-12T12:31:31","slug":"verbinden-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=16002","title":{"rendered":"verbinden"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-16003\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220511_162421-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"357\" height=\"357\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220511_162421-300x300.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220511_162421-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220511_162421-768x768.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220511_162421-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220511_162421-365x365.jpg 365w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220511_162421-500x500.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 357px) 100vw, 357px\" \/><\/p>\n<h5>Diesen Platz (4&#215;4 Meter) mit dem Steinsitz und dem aus Ton erzeugten Yogi (von U. G\u00fcdelh\u00f6fer) haben wir vor etlichen Jahren mit der Hilfe von zwei albanischen Freunden erschaffen, sozusagen als eine indische Ecke mitten in unserem Garten. Auch der Hintergrund erinnert mich an die Monsoonw\u00e4nde Indiens, die man entweder, je nach Tag und Befindlichkeit, als die nat\u00fcrliche kosmische Leerheit erfahren kann oder aber als die perfekte Leinwand f\u00fcr die Spielbesessenheit des Geistes in Bezug auf die Geschichten der Welt, die sich auf ganz individuelle Weise im Innen wie im Au\u00dfen in Bez\u00fcge stellen. So schaute ich da gestern mal wieder eine Weile genauer hin und dachte: ja, das entspricht mir gerade sehr, diese Einfachheit des geschlossenen Sitzens, das erfahrbarer Weise eine Ruhe erschaffen kann. Man kann nun auf kopfgesteuerte Entscheidung hin nat\u00fcrlich die Ebene wechseln, das hei\u00dft man kann sich in den inneren Raum begeben, denn der ist ja immer da. Aber dort ist es nicht automatisch still, von Ruhe ganz zu schweigen. Gut ist, wenn man sich selber nach innen ruft, weil man eine Klarheit braucht, die mit Denken allein nicht herzustellen ist. Denn damit ist man ja dann allein, wo auch immer: im St\u00fcbchen oder im Garten oder im Tempel oder im Nichts. Oder man wird erst einmal vom L\u00e4rmen des eigenen Gedankenspiels \u00fcberw\u00e4ltigt und will auch noch entscheiden m\u00fcssen (z.B.), ob der ukrainische Botschafter Melnyk ein unh\u00f6flicher Halunke ist oder ein netter Mensch mit wachen \u00c4uglein, oder ob die Wahrscheinlichkeit einer Atombombe eingesch\u00e4tzt werden kann, oder ob die russischen Hacker, die es geschafft hatten, am 9.Mai alle russischen Sender eine Weile mit realen Nachrichten aus der Ukraine zu versorgen, ob sie also schon ermordet wurden oder nur im Gulag gelandet sind. Oder zur Abwechslung mal gar nicht auffindbar von den Bluthunden, aber eben: man wei\u00df es nicht. Aus dieser Perspektive, eben allzeit nur Geringes \u00fcber all das denken und wissen zu k\u00f6nnen, obwohl man sein eigenes Research-Gebiet gerne als einen unvergifteten Ozean betrachtet, von da aus gesehen also starrte ich auf die stille Figur. F\u00fcr ein Bei-sich-ankommen braucht es eine ziemlich aufwendige Vorbereitung. Die &#8222;Vorbereitung&#8220; kann man hier als das Leben selbst betrachten. Die verbreitete Annahme, man k\u00f6nne sich vor allem im Au\u00dfen begegnen, ist nur insofern akkurat, dass man sehr vereinzelt etwas erleben kann, was einen anspricht oder ber\u00fchrt, also auf den eigenen inneren Klang antwortet. Aber die Beziehung zu mir selbst ist in jeder Hinsicht d i e Beziehung, die es zu kl\u00e4ren gilt. Anscheinend stehe ich vor allem mir selbst gegen\u00fcber mit den Fragen, die zu beantworten sind. Dann, wenn die innere Substanz und ihre Inhalte einigerma\u00dfen\u00a0 durchforstet, durchleuchtet und reflektiert sind, kann ich mich nach au\u00dfen hin vertreten, bzw. sein, und es bleibt mir nichts anderes \u00fcbrig, als die ganze Wucht meines Schicksals auf mich zu nehmen. Eigentlich sollte das ansteckend und anregend und abenteuerlich klingen, aber selbst der Quantensprung, also\u00a0 der Sprung vom Tellerrand in die ungewisse Schw\u00e4rze des Alls, ist ein Klacks gegen den Nu, in dem ich mich selbst erfasse. Denn wer immer das sein mag, so treffe ich mich nur einmal als die, die ich bin. Wenn ich das aber erfasse, auf welchem Weg auch immer, kann ich mich leichter mit den Anderen verbinden, ohne mein Alleinsein verlassen zu m\u00fcssen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diesen Platz (4&#215;4 Meter) mit dem Steinsitz und dem aus Ton erzeugten Yogi (von U. 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