{"id":15799,"date":"2022-04-19T08:18:02","date_gmt":"2022-04-19T08:18:02","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15799"},"modified":"2022-04-19T08:21:16","modified_gmt":"2022-04-19T08:21:16","slug":"sonnenschein-das-morden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=15799","title":{"rendered":"Sonnenschein &#038; das Morden"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-15801\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220419_085510-94x300.jpg\" alt=\"\" width=\"94\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220419_085510-94x300.jpg 94w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220419_085510-768x2460.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220419_085510-320x1024.jpg 320w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220419_085510.jpg 1124w\" sizes=\"auto, (max-width: 94px) 100vw, 94px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-15800\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220419_085016-140x300.jpg\" alt=\"\" width=\"140\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220419_085016-140x300.jpg 140w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220419_085016-768x1650.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220419_085016-477x1024.jpg 477w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220419_085016.jpg 1715w\" sizes=\"auto, (max-width: 140px) 100vw, 140px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-15802\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220419_085529-89x300.jpg\" alt=\"\" width=\"89\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220419_085529-89x300.jpg 89w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220419_085529-768x2591.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220419_085529-304x1024.jpg 304w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220419_085529.jpg 1067w\" sizes=\"auto, (max-width: 89px) 100vw, 89px\" \/><\/p>\n<h5>Diese eingetr\u00fcbte Bildkomposition dr\u00fcckt eigentlich ganz gut aus, wie es mir an Ostern ging, nat\u00fcrlich nur einen Teil davon, denn man kann\u00a0 innerhalb von einigen Tagen und Stunden und Minuten und Sekunden sehr viel Verschiedenes erleben, und eigentlich war in meiner\u00a0 praktischen Wirklichkeit alles sehr strahlend. Das Wetter war makellos, der Gast willkommen und anregend, und um Eier, die wir eh (die vom Huhn) nicht essen, mussten wir uns wenig k\u00fcmmern, da es um uns herum wenig Kinder oder Enkel gibt, denen man die \u00fcblichen Sitten und Riten beibringen zu glauben muss, oder hei\u00dft es beibringen zu m\u00fcssen glaubt. Dieses Mal bin ich allerdings informiert worden dar\u00fcber, wie es zu den farbigen Eiern kam, k\u00f6nnte es aber wegen seiner komplexen Erz\u00e4hlbreite nicht wiedergeben. Hinter all diesem Hellen und Lichten lief aber diese gro\u00dfe Tr\u00fcbung des Sch\u00f6nen, dieser Krieg, der nicht abzustreifen geht wie ein Haar von der Schulter, nein.\u00a0 Schwer und bedr\u00fcckend lastet er auf dem Weltgem\u00fct, aber das ist auch nur eine Vermutung. Ich merke, dass er auf mir lastet, und meine Belastung reicht von Kain und Abel bis zur gerade stattfindenden Gro\u00dfoffensive. Ein wichtig klingendes Wort: Gro\u00dfoffensive. Der m\u00f6rderische Plan, ein ganzes Volk zu vernichten und auf jeden Fall die Welt, die es erschaffen und in der es gelebt hat, dieser Plan ist verheerend. Und es kann wohl sein, dass es im Untergrund der deutschen Psyche noch ein schreckliches Zittern gibt, das sich im Handlungsfeld eines nahen Krieges sehr wohl als ein (berechtigtes?) Z\u00f6gern \u00e4u\u00dfern kann. Oder wurde auch damals zu lange gez\u00f6gert mit dem Merken oder dem Merkend\u00fcrfen, bis es zu sp\u00e4t war, und zu sp\u00e4t f\u00fcr was? Oder wo f\u00e4ngt man an mit der Geschichte. Ja haben denn die Eltern von Kain (dem Bruder von Abel) nicht gemerkt, wie eifersuchtsbesessen und m\u00f6rderisch der Kerl drauf war? Aber diese Eltern wurden ja selbst schon rausgejagt aus ihrem Garten, nur, weil sie sich verf\u00fchren lie\u00dfen und ein bisschen am Apfel des Wissens geknabbert haben, was verboten war. Es muss schwer sein, auf dem Weg zum T\u00f6ten, vielleicht ein letztes Flackern des Erkennungsfl\u00e4mmchens auch noch auszul\u00f6schen, damit man tun kann, was man tun wird, und dar\u00fcber wird dann viel gesagt werden. Und keinem Wort, nicht einmal dem Wort eines Dichters oder einer Dichterin, wird es gelingen, im Inneren noch tiefer gehen zu k\u00f6nnen als das Verstehen. Ja, geradezu vorbei muss es gehen am Verstehenk\u00f6nnen, und dann kommt es darauf an, wie dort in einem von Worten leergefegten Irgendwo, sich die Angst, oder besser die Todesangst meldet, und dann kommt es noch darauf an, wie man mit ihr umgeht. Immer gibt es Optionen. Man hat immer mal wieder auch die guten Geschichten geh\u00f6rt aus den Kriegen. Einmal soll es Ukrainer*innen gelungen sein, die Fahrer einer russischen Panzerkolonne mit Worten zu \u00fcberzeugen, umzukehren und sich aus dem Staub zu machen. Oder ein Feind trifft \u00fcberraschend auf den anderen einzelnen Feind, sie machen sich ein Zeichen und gehen einfach weiter. Aber wer wei\u00df, was geschehen w\u00e4re, wenn das Attentat auf Hitler gelungen w\u00e4re, und auch hier kann man sehen, wie unterschiedlich einem selbst das Morden erscheinen mag, so als g\u00e4be es ein gutes und ein schlechtes Menschenmorden.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese eingetr\u00fcbte Bildkomposition dr\u00fcckt eigentlich ganz gut aus, wie es mir an Ostern ging, nat\u00fcrlich nur einen Teil davon, denn man kann\u00a0 innerhalb von einigen Tagen und Stunden und Minuten und Sekunden sehr viel Verschiedenes erleben, und eigentlich war in meiner\u00a0 praktischen Wirklichkeit alles sehr strahlend. Das Wetter war makellos, der Gast willkommen und anregend, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-15799","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15799","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15799"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15799\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15807,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15799\/revisions\/15807"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15799"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15799"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15799"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}