{"id":15714,"date":"2022-04-07T08:38:13","date_gmt":"2022-04-07T08:38:13","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15714"},"modified":"2022-04-07T08:40:42","modified_gmt":"2022-04-07T08:40:42","slug":"ausloesen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=15714","title":{"rendered":"ausl\u00f6sen"},"content":{"rendered":"<h6><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-15715\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220407_092017-215x300.jpg\" alt=\"\" width=\"296\" height=\"413\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220407_092017-215x300.jpg 215w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220407_092017-768x1070.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220407_092017-735x1024.jpg 735w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220407_092017.jpg 2024w\" sizes=\"auto, (max-width: 296px) 100vw, 296px\" \/><br \/>\nTrag\u00f6die hat keine Antworten<\/h6>\n<h5>Nicht, dass ich eine (Antwort) gesucht h\u00e4tte, zumindest momentan nicht, oft fehlen mir auch die Fragen. Und nat\u00fcrlich kann es wichtig und entlastend sein, wenn wir beim Zusammentreffen untereinander austauschen k\u00f6nnen, was wir mitgebracht haben von den Medien,und was der oder die alles gesagt hat. Aber dann ist es auch wichtig zu schauen, was das alles mit einem selbst macht, nicht in einem begrenzten Sinn, sondern gerade in erweiterndem Sinn. Denn auch wir \u00e4ndern uns t\u00e4glich als Menschen und stellen immerhin die gerade existierende Menge an Menschheit dar, deren Einzelwesen durchaus Verantwortung haben f\u00fcr den Gesamteindruck. Wem letzendlich diese Verantwortung, also dieses Ringen um Antwort gilt, das muss man einerseits immer wieder neu entscheiden. Aber ob ich mein pers\u00f6nliches Empfinden, mein Erschrecken, meine Fassungslosigkeit (oder meine Begeisterung und Freude) mitnehme, macht dann doch einen Unterschied. Auch ein Krieg kann als Ablenkungsman\u00f6ver dienen f\u00fcr Fragen, die l\u00e4ngst h\u00e4tten gefragt werden m\u00fcssen, h\u00e4tte man den Mut und den Willen zu solchen Fragen. Gestern sind mir (aus meiner Zeitungsartikelsammlung) zwei Sonderhefte der &#8222;Zeit&#8220; aus dem Jahre 2005 in die H\u00e4nde gefallen Es ging um das Ende des zweiten Weltkrieges und hie\u00df: Die Stunde Null. Nach dem Geschehen in Bucha war es besonders merkbar, wie grausam die Entfesselungen, die auch Ende des Krieges und dar\u00fcber hinaus noch in Deutschland tobten, den aktuellen Gr\u00e4ueltaten glichen. Die Bilder sahen aus wie direkt aus Bucha, dieselben M\u00e4nner, dieselben Frauen, und die Kinder, die sich an ihre Spielzeuge klammern, sofern sie noch klammern k\u00f6nnen. Oder die schon zu alt waren, um das alles wieder vergessen zu k\u00f6nnen, oder noch gar keine Sprache zur Verf\u00fcgung hatten, nur um sp\u00e4ter eine zu suchen und ein Gl\u00fcckspilz zu werden, wenn man eine gefunden hat. Eine eigene Sprache, nicht die Sprache der Anderen. Die Sprache der Anderen kann man \u00fcberhaupt erst verstehen, wenn man seine eigene nicht nur gefunden hat, sondern bereit ist, sie t\u00e4glich so f\u00f6rderlich f\u00fcr sich und andere einzusetzen, wie es einem halt m\u00f6glich ist unter uns Menschen und unseren Befindlichkeiten. Und zum Gl\u00fcck findet Menschsein und die unermessliche Arbeit, die damit verbunden ist, \u00fcberall statt. Wenn eine Katastrophe da ist, f\u00e4llt es besonders schwer zu wissen, was (au\u00dfer den Gedanken) f\u00fcr Gef\u00fchle in einem ausgel\u00f6st werden, denn die sind es ja, zu denen wir Zugang m\u00f6chten, damit wir nicht dem falschen Eindruck unterliegen, sie w\u00e4ren automatisch zug\u00e4ngig und st\u00fcnden jederzeit zu unserer Verf\u00fcgung.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trag\u00f6die hat keine Antworten Nicht, dass ich eine (Antwort) gesucht h\u00e4tte, zumindest momentan nicht, oft fehlen mir auch die Fragen. Und nat\u00fcrlich kann es wichtig und entlastend sein, wenn wir beim Zusammentreffen untereinander austauschen k\u00f6nnen, was wir mitgebracht haben von den Medien,und was der oder die alles gesagt hat. 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