{"id":15708,"date":"2022-04-06T08:13:01","date_gmt":"2022-04-06T08:13:01","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15708"},"modified":"2022-04-06T08:18:28","modified_gmt":"2022-04-06T08:18:28","slug":"lernen-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=15708","title":{"rendered":"lernen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-15709\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220405_180223-300x262.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"323\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220405_180223-300x262.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220405_180223.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/p>\n<h5>Olena Selenska, die Frau von Wolodymyr Zelensky (habe mich f\u00fcr diese Schreibart entschieden) best\u00e4tigt in einem Interview, dass in den ukrainischen Bunkern bereits Tausende von Kindern geboren wurden. Als g\u00fcnstiges Karma w\u00fcrde man das in Indien sicherlich nicht begreifen, aber es bedeutet auch nicht, dass das Leben dieser Kinder dadurch einen schwarzen Stern tr\u00e4gt. Es kommt vor allem darauf an, wie lange der Krieg dauert. Der steht, meinte sie, auch vor unseren Haust\u00fcren, hinter denen die deutschen Kinder wohnen, und wir d\u00fcrften uns nicht an die Verbrechen gew\u00f6hnen. Also, dass wir den Krieg vergessen k\u00f6nnen, ist kaum vorstellbar, denn ist er nicht der eigentliche Gongschlag f\u00fcr die sogenannte Zeitenwende? Nicht nur im d\u00fcstersten Sinne, denn vieles wird dadurch geschehen oder geschieht bereits, was zuvor undenkbar war, z.B. dass durch die so teuer gewordenen Lebensmittel (wie Fleisch, Wurst und Butter), es vielleicht zuerst zu Hamsterk\u00e4ufen kommt, dann Einschr\u00e4nkung angesagt ist, oder besser ausgedr\u00fcckt: Gewohnheitswandlung. Und das unmenschliche Treiben in der Ukraine hat eine erstaunliche Verbindung in der Weltgemeinschaft erzeugt. Irgendwie hat Pr\u00e4sident Zelensky, oder war es der Mensch Zelensky (oder gar der Spieler hinter dem Namen in seiner Glanzrolle), es geschafft, einen kollektiven Herzschlag zu aktivieren, der einem \u00fcberhaupt erst erm\u00f6glicht, verbunden zu sein. Wobei sich diese Verbundenheit eher in einer Sprachlosigkeit ausdr\u00fcckt, die, so empfinde ich es jedenfalls, einfach bei allem mitgeht, was au\u00dferdem noch unsere Aufmerksamkeit erfordert. Dass man Worte benutzt, hei\u00dft ja nicht, dass es einem nicht gleichzeitig die Sprache verschlagen hat. Ein seltsamer Ausdruck: die Sprache verschlagen. Das, was hier zu lernen und zu f\u00fchlen ist, kann nicht jederzeit gelernt und gef\u00fchlt werden, aber sein muss es trotzdem. Es w\u00fchlt auf und rumort auf allen Ebenen herum. Und es zeigt Wirkung. Eine davon ist, dass ich bei mir in den R\u00e4umen herumschaue und die leicht verstaubten Ordnungen etwas lockern m\u00f6chte. In einer meiner Bildersammlungen habe ich das Bild (oben) von Paul Klee gefunden, das den Titel &#8222;Narr der Tiefe&#8220; tr\u00e4gt. Wegen dieses Titels und wegen der Tr\u00e4ne auf der linken Wange des Narren habe ich an Wolodomyr Zelensky gedacht. Seine Frau spricht mit einer menschenwarmen Stimme, und diese sp\u00fcrbare Glaubw\u00fcrdigkeit ist sicherlich Teil des Geheimnisses, das nun dort unter grauenhaftesten Umst\u00e4nden zu siegen versucht. Was i c h tue? Ich atme tief durch und bereite mich vor auf das Unvorhergesehene. Wie? Indem ich m\u00f6glichst viel bei mir bleibe und Ruhe finde in der Tiefe der Nichtmittelbarkeit.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Olena Selenska, die Frau von Wolodymyr Zelensky (habe mich f\u00fcr diese Schreibart entschieden) best\u00e4tigt in einem Interview, dass in den ukrainischen Bunkern bereits Tausende von Kindern geboren wurden. Als g\u00fcnstiges Karma w\u00fcrde man das in Indien sicherlich nicht begreifen, aber es bedeutet auch nicht, dass das Leben dieser Kinder dadurch einen schwarzen Stern tr\u00e4gt. 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