{"id":15473,"date":"2022-03-05T09:12:28","date_gmt":"2022-03-05T09:12:28","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15473"},"modified":"2022-03-05T09:12:28","modified_gmt":"2022-03-05T09:12:28","slug":"aufatmen-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=15473","title":{"rendered":"aufatmen"},"content":{"rendered":"<h1><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-15474\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/signal-2022-03-04-10-36-31-027-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"327\" height=\"491\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/signal-2022-03-04-10-36-31-027-200x300.jpg 200w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/signal-2022-03-04-10-36-31-027.jpg 641w\" sizes=\"auto, (max-width: 327px) 100vw, 327px\" \/><\/h1>\n<h5>Da hielten wir alle mal den Atem an &#8211; um dann kurzfristig in ein Aufatmen \u00fcbergehen zu k\u00f6nnen. Ja, so ziemlich alle von uns. Uns: wir alle, oder zumindest die meisten von uns, verloren die nicht mehr ganz stabile Fassung und wir streiften das schlechthin Fassungslose und kamen zur\u00fcck. Was, wenn einer der Reaktoren getroffen worden w\u00e4ren oder werden wird oder werden w\u00fcrde. Da friert schon mal der Gedankenfluss ein oder wird mucksm\u00e4uschenstill, oder sinkt noch eine Etage tiefer, diesmal im Mucksm\u00e4uschenh\u00f6rstil, und man lauscht in sich hinein und in die empfangsbereite Ruhe des Wortlosen. Und kehrt zur\u00fcck zu den Denkversuchen und den im Nichts sich verankernden Fragen des &#8222;Was, wenn&#8230;&#8220;. Wenn ganze Landstriche und L\u00e4nder nicht mehr bewohnbar, und Nahrung nicht mehr erntbar und essbar w\u00e4re. Auch das lassen wir, oder lasse ich h\u00e4ngen im Nichts, denn es ist noch nicht da, es kam nur sehr nahe. W\u00e4hrend wir noch ein pers\u00f6nliches Streitgespr\u00e4ch f\u00fchren dar\u00fcber, wie dunkel ein Dunkel werden kann, und ob man da noch was Erhellendes finden muss, m\u00fcssen russische Restaurant-und Ladenbesitzer um ihre Existenz f\u00fcrchten, weil sie von derselben Dummheit attackiert werden, die \u00fcberall zu f\u00fcrchten ist. Und in all dem geradezu verbl\u00fcffend Guten und Ber\u00fchrenden und Intelligenten, also den bedeutenden menschlichen Manifestationen, die zur Zeit leicht zu finden sind, bezeugen wir dann den finstren Fleck, der auch niemals fehlt und in letzter Konsequenz dem waltenden Prinzip der Ausgleichung zuzurechnen ist, so qualvoll das Ertragen manchmal sein mag. Nicht nur an Anderen, sondern auch an sich selbst, mir selbst also. Da schaut man aufmerksam um sich und findet sch\u00f6n, was man hat. Tats\u00e4chlich ist da eine Ausgeglichenheit zu sp\u00fcren. Wir hatten ja Zeit und Mu\u00dfe f\u00fcr die Gestaltung dessen, was uns w\u00fcnschenswert schien und immer noch &#8222;scheint&#8220; im Sinne von &#8222;leuchten&#8220;. Es sieht nach uns Beteiligten aus und hat wenig Mobiliar, das man nicht doch noch verr\u00fccken k\u00f6nnte, wenn es Zeit daf\u00fcr sein sollte. Aber aufgeben? Wieder an die Tasche denken, die schon mal bei Tschernobyl geraten wurde und nie zustande kam. Was w\u00fcrde man denn nun tats\u00e4chlich mitnehmen wollen und m\u00fcssen, wenn einem ein Umstand keine andere Wahl mehr l\u00e4sst. Wenn es dann eines Tages mehr Fl\u00fcchtende geben w\u00fcrde als Ans\u00e4ssige, die Stromnetze unwiderruflich gehackt von Darknet-Ameisen, der einst bedeutungsvolle Strom des kapitalistischen Schlaraffenlandes am Boden zerst\u00f6rt &#8211;\u00a0 da muss ich jetzt aufpassen, dass sich in meine samst\u00e4gliche Bereitschaft zum D\u00fcsterbasteln nicht doch ein Schimmer einschleicht, denn Nomaden h\u00e4tten wieder eine Lebenschance, und Schuhmacher und Wanderer auch undsoweiter. Doch ist auch so vieles gerade im jetzigen Nu verfr\u00fcht. Nur muss das Denken und seine herzerfrischende M\u00fchseligkeit ab und zu mal gel\u00fcftet und geliftet werden, sonst verzieht sich auch noch der Humor, der einem beigebracht hat, trotz allem das Lachen nicht zu verlernen. Ich w\u00fcnsche einen gelassenen Samstags-Einkauf, und dann auch noch am Rest des Tages!<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da hielten wir alle mal den Atem an &#8211; um dann kurzfristig in ein Aufatmen \u00fcbergehen zu k\u00f6nnen. Ja, so ziemlich alle von uns. Uns: wir alle, oder zumindest die meisten von uns, verloren die nicht mehr ganz stabile Fassung und wir streiften das schlechthin Fassungslose und kamen zur\u00fcck. 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