{"id":15416,"date":"2022-02-28T09:34:02","date_gmt":"2022-02-28T09:34:02","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15416"},"modified":"2022-03-01T09:13:06","modified_gmt":"2022-03-01T09:13:06","slug":"ordnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=15416","title":{"rendered":"ordnen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-15418\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220225_161411-162x300.jpg\" alt=\"\" width=\"270\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220225_161411-162x300.jpg 162w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220225_161411-768x1425.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220225_161411-552x1024.jpg 552w\" sizes=\"auto, (max-width: 270px) 100vw, 270px\" \/><\/p>\n<h5>Wenn einem etwas unbegreiflich Vorkommendes begegnet, hat man ja immer noch Worte, aber welche Worte. Hat immer noch Bilder, aber welche Bilder. Auf der Titelseite der Zeit war das Photo eines\u00a0 weinenden ukrainischen Bauers zu sehen, das hat mehr erz\u00e4hlt von dem, was wirklich unaussprechlicher ist als vieles andere. Dennoch will man Sprache und Bild nicht verlieren, sowie den Humor, den man braucht, will man nicht in Tr\u00fcbsal versinken. Ganz im Gegenteil, denn alles, was Wachsein unterst\u00fctzt ist hilfreich. Und es stimmt, dass es zynisch klingen kann, will man ganz nebenher Putin Kredit geben f\u00fcr das gro\u00dfe Aufr\u00fctteln, das die Weltordnung neu zu gestalten beginnt. Ein Anfang, an dem sich Menschen in verbl\u00fcffender Einigkeit entscheiden, einen Preis zu zahlen, den noch keiner kennt und der g\u00e4nzlich im Ungewissen gelagert ist. Nat\u00fcrlich sind wir \u00fcberrascht. Es sind ja nicht nur die 70 Jahre Frieden, die wir erfahren durften, sondern in diesen Jahren ist viel passiert, was allen ErdbewohnerInnen erm\u00f6glicht hat, kundig zu werden \u00fcber den Planeten, auf dem sie leben. Und bei diesem immensen Angebot der Neuorientierung mussten wir ganz pers\u00f6nlich entscheiden, wo wir selbst damit hingehen wollen, denn der Raum schien immer freier zu werden f\u00fcr das, was jedem\u00a0 w\u00fcnschenswert vorkam. Jedes friedvolle Miteinander ist eine Art Paradies, an das man sich gerne gew\u00f6hnen m\u00f6chte oder das man zu Recht zu erhalten versucht. Und es gelingt ja auch h\u00e4ufig, und vor allem dann, wenn Menschen keine Angst haben m\u00fcssen zu sagen, was sie denken. Und dass es eh kein Paradies war auf Erden, das wussten wir ebenfalls schon lange. Eigentlich, wenn man genauer hinschaute, kam es einem zuweilen vor wie ein offener Therapieprozess, in dem Heilung von Verirrungen und Verwirrungen der menschlichen Seinsweisen durchaus gelingen konnte, oder auch nicht. Der Wunsch nach neuen Umgangsformen und Lebenserfahrungen dr\u00fcckte sich sehr stark durch das viele Reisen aus, und Indien stellte f\u00fcr westlich Erm\u00fcdete eine vor\u00fcbergehende Heimat dar, deren innere Architektur in das westliche Leben webte. Menschen wollten wieder erwachsen werden und Reife erfahren durch sich selbst. Da kommt es einem schon seltsam vor, wie viele M\u00e4nner da noch auf ihren St\u00fchlen sitzen und sich einer Zeit bedienen, die sich eigentlich schon l\u00e4ngst selbst \u00fcberholt hat, nun aber noch einmal ihre volle Wirkung entfaltet. Ein gef\u00e4hrlicher Kampf, das muss man schon sagen, obwohl dieses kriegerische Get\u00fcmmel\u00a0 auch in Games nicht gebannt werden konnte, und die epischen Werke voll davon sind. In Indien haben die Gottheiten immer Waffen dabei. Oft sind es Musikinstrumente, die aber im Kampf als Verteidigungsinstrumente benutzt werden k\u00f6nnen. So gelangt man leicht in den Zwiespalt und muss da schnell wieder raus. Weiterhin bleibt bestehen, dass man tut, was man kann.\u00a0 Man muss es nur tun, und man muss es auch k\u00f6nnen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn einem etwas unbegreiflich Vorkommendes begegnet, hat man ja immer noch Worte, aber welche Worte. Hat immer noch Bilder, aber welche Bilder. Auf der Titelseite der Zeit war das Photo eines\u00a0 weinenden ukrainischen Bauers zu sehen, das hat mehr erz\u00e4hlt von dem, was wirklich unaussprechlicher ist als vieles andere. 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