{"id":15323,"date":"2022-02-14T08:44:13","date_gmt":"2022-02-14T08:44:13","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15323"},"modified":"2022-02-14T08:46:16","modified_gmt":"2022-02-14T08:46:16","slug":"aufschlussreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=15323","title":{"rendered":"aufschlussreich"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-15324\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220213_200545-e1644825787933-300x294.jpg\" alt=\"\" width=\"356\" height=\"349\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220213_200545-e1644825787933-300x294.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220213_200545-e1644825787933-768x754.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220213_200545-e1644825787933-1024x1005.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 356px) 100vw, 356px\" \/><\/p>\n<h5>Es gibt an sich keinerlei dringende Notwendigkeit, sich mit den lebenden Figuren der politischen oder religi\u00f6sen\u00a0 B\u00fchnen unn\u00f6tig viel zu besch\u00e4ftigen. Oder dass man eben nur d a s bedenkt, was die Geheimt\u00fcr zur nackten Realit\u00e4t tats\u00e4chlich zul\u00e4sst. Oder den Zugang zum noch wahrnehmbaren Darknet des Missbrauchs und der Korruption, sofern tats\u00e4chlich vorhanden und bewiesen und unumkehrbar von vielen in Kenntnis genommen. Aber nat\u00fcrlich kann man von diesen zeitweilig herrschenden Gestalten im dahinflie\u00dfenden Strom des Weltgeschehens doch einiges lernen, wenn auch von der Schattenseite her gesehen, aber deswegen nicht weniger aufschlussreich f\u00fcr die eigenen Gr\u00fcbeleien. So bedeutet mir, vor allem auch als Nicht-Christin, das Verhalten des Papstes herzlich wenig, au\u00dfer wenn beispielsweise eine weitere Anekdote missbr\u00e4uchlicher Handhabungen ein ganzes Glaubenssystem ins Wanken bringt und man, wenn auch nur kurzfristig, die Erwartung hegen kann, einmal Zeitzeugin einer System-Sprengung zu werden, die das Wurzelwerk des faulen Baumes mit sich rei\u00dft und Platz macht, erst einmal f\u00fcr nichts als Raum an sich, in dem sich die Beteiligten von der Sprengung erholen k\u00f6nnen, bis neue Impulse sich auf den Weg machen. Was mir ganz pers\u00f6nlich (z.B.) von der Papst-Anekdote geblieben ist, geht \u00fcber seine Person hinaus, obwohl er, Herr Ratzinger, seiner Kirche und sich selbst wahrlich einen B\u00e4rendienst erwiesen hat. Nun versteht er die Welt nicht mehr.\u00a0 90-j\u00e4hrige Augen starren verletzt aus der Blase. Wie kann es\u00a0 sein, mag er wohl sinnen, dass er, der Ex-Papst, die heilige geistige Unversehrtheit per se, nicht nur der L\u00fcge bezichtigt wird, sondern man bezichtigt ihn auch noch des gr\u00f6\u00dften \u00dcbels, n\u00e4mlich sein Ich, ergo sein Ego, in den Vordergrund zu spielen, weit mehr besch\u00e4ftigt mit eigenem Leid als mit dem Leiden der Betroffenen. Der Punkt, den man sich f\u00fcr den Alltag merken kann, ist, dass er sich keinerlei Schuld bewusst ist. Es ist .m.E. nicht so, dass er wissentlich die Unwahrheit spricht, nein, sondern viel schlimmer: er ist total \u00fcberzeugt von seiner Redlichkeit. Lange schon wohnt er in der schillernden Blase der Redlichkeit. Es ist kaum zu erwarten, dass jemand um ihn herum ist, der ihn darauf hinweisen k\u00f6nnte, dass da drau\u00dfen noch eine andere Welt ist, die erwartungsvoll auf einen Mann schaut, f\u00fcr den sie gar nicht existieren. Das kann man f\u00fcr sich mal aus der Anekdote heraussch\u00e4len und reflektieren, wie weit man selbst von der eigenen Redlichkeit \u00fcberzeugt ist und gar nicht mehr in der Lage, das Resultat eigener Wirkung oder Verursachungen anderen Menschen gegen\u00fcber n\u00fcchtern einzusch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, um notwendige Konsequenzen oder Erkenntnisse daraus zu ziehen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt an sich keinerlei dringende Notwendigkeit, sich mit den lebenden Figuren der politischen oder religi\u00f6sen\u00a0 B\u00fchnen unn\u00f6tig viel zu besch\u00e4ftigen. Oder dass man eben nur d a s bedenkt, was die Geheimt\u00fcr zur nackten Realit\u00e4t tats\u00e4chlich zul\u00e4sst. 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