{"id":15301,"date":"2022-02-10T08:46:14","date_gmt":"2022-02-10T08:46:14","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15301"},"modified":"2022-02-10T08:47:10","modified_gmt":"2022-02-10T08:47:10","slug":"zuhause-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=15301","title":{"rendered":"zuhause"},"content":{"rendered":"<h5><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-15290\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220204_165139-300x292.jpg\" alt=\"\" width=\"360\" height=\"350\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220204_165139-300x292.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220204_165139-768x748.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220204_165139-1024x997.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220204_165139.jpg 2024w\" sizes=\"auto, (max-width: 360px) 100vw, 360px\" \/><\/h5>\n<h5>\nAndrerseits ist nat\u00fcrlich der Name ganz wichtig, z.B. bei einer Diagnose. Erst vermutet man selber, was wohl mit einem los ist, dann wei\u00df man es. Es hat einen Namen und kann behandelt werden. Ein heftiger Infekt hatte mich also irgendwann und irgendwo attackiert, und nun gab es die Medizin daf\u00fcr, zum Gl\u00fcck nur f\u00fcr ein paar Tage. W\u00e4hrend der akuten Phase vorherrschender Schmerzen und einer ansteigenden Zerm\u00fcrbtheit konnte ich weder lesen noch schreiben, eigentlich gar nichts, wenn auch mit bester freundschaftlicher Unterst\u00fctzung, als mit mir zusammen zu sein und auszuhalten, was da gerade vor sich ging. Irgendwann dachte ich: was denke ich eigentlich?, und so paradox es auch klingen mag, erh\u00f6hte sich auf einmal mein Interesse, im Denkraum mal nachzuschauen, was da l\u00e4uft. Da ist ja immer was los, und wenn man die Z\u00fcgel losl\u00e4sst oder sie einem auf einmal leise entgleiten, dann kann man ins Staunen kommen, wo das alles herkommt und hingeht und einen mitschleppt und wieder woanders hinfliegt. Wo es auf einmal h\u00e4ngen bleibt und eine Szene immer und immer wieder durchspielt, mal mit d e m Text, mal mit jenem. W\u00e4lzt sich tr\u00e4ge dahin in bedeutungslosem Allerlei, oder erzeugt high level Drama, wo gar keine B\u00fchne ist. Das l\u00e4uft ab wie in Tr\u00e4umen, nur im Wachen kann man, wenn man m\u00f6chte, mal zuschauen. Oder ein bisschen mitreisen von Blase zu Blase, und l\u00e4sst dann weiterziehen, wobei es da schon wieder ums B\u00e4ndigen geht. Und was ist das denn, was da wie von selbst vor sich hinagiert, so, als h\u00e4tte ich es einmal ins Leben gerufen und es kommt jetzt einfach mal vorbei, In meditativen \u00f6stlichen Praktiken wird dieses Treiben zuweilen mit dem Verhalten von Affen verglichen. Andere Praktiken raten, sich dem Denken ernsthaft zu widmen, sodass man es gut genug kennen lernt, um es auch mal zur Seite legen zu k\u00f6nnen, damit man sich d e n Dingen widmen kann, bei denen Denken eher st\u00f6rt, wie zum Beispiel bei der Bildbetrachtung oder bei der Atem\u00fcbung usw. Dann kann man sich dem Kultivieren der Kunst zuwenden, in beiden R\u00e4umlichkeiten (des Denkens und des Nicht-Denkens) gleicherma\u00dfen zuhause zu sein.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Andrerseits ist nat\u00fcrlich der Name ganz wichtig, z.B. bei einer Diagnose. Erst vermutet man selber, was wohl mit einem los ist, dann wei\u00df man es. Es hat einen Namen und kann behandelt werden. 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