{"id":15294,"date":"2022-02-08T09:29:29","date_gmt":"2022-02-08T09:29:29","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15294"},"modified":"2022-02-08T09:29:29","modified_gmt":"2022-02-08T09:29:29","slug":"winterblues","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=15294","title":{"rendered":"Winterblues"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-15295\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220208_093107-292x300.jpg\" alt=\"\" width=\"360\" height=\"370\" \/><\/p>\n<h5>Winter-Blues &#8211; das ist doch ein passendes Wort f\u00fcr die Zust\u00e4nde, die man in einem Winter erleben kann, der noch nicht einmal ein richtiger Winter ist, wo man mal auf glitzernde Schneefl\u00e4chen schauen k\u00f6nnte, ohne dass sie gleich wieder zu Matsch verfallen. Doch nichts lockt einen (n\u00e4mlich mich) in die glitschigen Furchen, und die Augen halten Ausschau nach was Belebendem. Wobei sich nat\u00fcrlich der Atem da drau\u00dfen ganz wohlf\u00fchlt, das allein k\u00f6nnte schon reichen als Ansporn. Und man will sich ja schlie\u00dflich auch die Unabh\u00e4ngigkeit vom Wetter bewahren, und wenn es einem gut geht, l\u00e4sst sich das ganz zufriedenstellend bew\u00e4ltigen. Der Tag muss eh jeden Morgen neu erschaffen werden, und nicht immer wacht man auf wie eine L\u00f6win und legt die lebensfrohe Tatze auf den \u00dcberlebensplan. Und dann dieses dritte Jahr der Pandemie, in der das kollektiv Nichtgewusste in den Vordergrund tritt, das Navigieren im Ungewissen aber nicht kollektiv ge\u00fcbt wurde, oder wurde es doch ge\u00fcbt, eben bewusst oder unbewusst. Zuweilen denkt man ja, alles auf diesem Planeten sei so ziemlich durchdefiniert und leidet eigentlich eher an seiner Namensgefangenschaft, vom All bis zur Medizinkapsel. &#8222;Das ist Standard&#8220;, sagte die \u00c4rztin zu mir, wohl mit der Bedeutung verkn\u00fcpft, dass man das zur Zeit unter diesen Bedingungen gibt, ohne dass gew\u00e4hrleistet ist, dass dieser Standard auch jedem System Heilung erm\u00f6glicht, oder nennen wir&#8217;s lieber Unterst\u00fctzung. Es hat auf jeden Fall einen Namen, und Heerscharen von Tieren sind daf\u00fcr krepiert. Jemand schlug gestern vor, ich k\u00f6nnte unter dem Wei\u00dfkittel-Syndrom leiden, das Wort kannte ich (auch) (noch) nicht und checkte kurz nach und nein, ganz so weit ist es noch nicht. Auf jeden Fall bin ich noch offen f\u00fcr \u00dcberraschungen, also auch die, die ich selbst erzeugen kann. Dann hat mich das Wort Winter-Blues dazu inspiriert, einen Text zu schreiben, der das alles einfangen kann, aber mein Bild (oben) ist schon trostlos genug, und Leonard Cohen hat einiges meisterhaft Unertr\u00e4gliche von sich gegeben, das diese L\u00fccke nach Bedarf bereichern kann. Genau, es geht um das Ertragen des einem unertr\u00e4glich Vorkommenden. Nicht unter zwanghaften Bedingungen, nein!, das kann nicht gesund sein. Freiwillig und leidenschaftlich ertragen, das w\u00e4r&#8217;s doch. Das, was man nicht \u00e4ndern kann. Bis es von selbst vor\u00fcber geht, oder man gelernt hat, einen angemessenen Umgang damit zu finden, der einem bestimmten,\u00a0 inneren Unruhe-Strang ein Ende setzt. Au\u00dferdem ist ja das Licht an sich noch da. In der indischen W\u00fcste habe ich meine Augen immer an der Weite und dem Nichts weiden lassen, es hat ihnen gut getan. Hier vergesse ich manchmal, das die\u00a0 Weite und das Nichts \u00fcberall sind. Namenlos atmet das Ungewisse.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Winter-Blues &#8211; das ist doch ein passendes Wort f\u00fcr die Zust\u00e4nde, die man in einem Winter erleben kann, der noch nicht einmal ein richtiger Winter ist, wo man mal auf glitzernde Schneefl\u00e4chen schauen k\u00f6nnte, ohne dass sie gleich wieder zu Matsch verfallen. 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