{"id":15288,"date":"2022-02-07T08:43:07","date_gmt":"2022-02-07T08:43:07","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15288"},"modified":"2023-04-11T06:51:46","modified_gmt":"2023-04-11T06:51:46","slug":"krank","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=15288","title":{"rendered":"x"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-15289\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220205_174647-284x300.jpg\" alt=\"\" width=\"310\" height=\"327\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220205_174647-284x300.jpg 284w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220205_174647-768x811.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220205_174647-970x1024.jpg 970w\" sizes=\"auto, (max-width: 310px) 100vw, 310px\" \/><\/p>\n<h5>Meine Ordnung ist durcheinander geraten. Ich meine die, die einem selbst entspricht und die einen angenehm durch den Tag transportiert, mit Freir\u00e4umen darin und Spielpl\u00e4tzen, die die Handlungsf\u00e4higkeit in Gang halten. Dann pl\u00f6tzlich schl\u00e4gt etwas zu, ein Insekt oder ein Virus oder ein Infekt, lang oder kurz, bedrohlich oder weniger bedrohlich, es ist ein Gong. Dann h\u00f6re ich mich, fast erstaunt, zu mir sagen: Hey, du bist krank. Man kann das ja nicht erwarten, tut man nicht eh schon, was man kann. Au\u00dfer der t\u00e4glichen Bewegungsstrecke, das k\u00f6nnte noch mehr werden, und wer will sich schon auf das Fr\u00fchjahr fixieren, das ja kommen muss, damit man sich wieder daran erinnern kann, wie es ist, einen Sonnenstrahl auf der Haut zu sp\u00fcren. Man kann sie gut verstehen, die Winterfl\u00fcchtlinge, und viele dachten, ich gehe im Winter nach Indien wegen der Sonne, aber dort habe ich sie erst kennen gelernt. Sie hat mich mit Unterst\u00fctzung von kulturellen Riten von einem Nacht-Mensch in einen Tag-Mensch bef\u00f6rdert, mit fr\u00fchen Morgenden und nicht zu sp\u00e4ten Nachtzeiten. Dort wurde ich auch jedes Jahr mit gro\u00dfer Regelm\u00e4\u00dfigkeit krank und lernte die Furcht kennen, in ein indisches Krankenhaus zu kommen, ausgeliefert an das gr\u00fcndlich Unfassbare. An menschlich Undurchdringliches gebunden, wissend, wie wenig ein Menschenleben irgendwo bedeuten kann, wo einen keiner kennt. Wo man dem Arzt Vertrauen schenken muss, ob man will oder nicht. Oder klar, den Richtigen finden, der noch Zeit hat, einen in der aktuellen Not zu begleiten. Ansonsten muss man vor allem aufpassen, nicht in die Maschinerie zu geraten, das kann sehr schnell gehen. Wenn man krank ist, wird man herausgeschleudert aus dem Weltgetriebe. Man ist ja verkn\u00fcpft und vernetzt, und auf einmal ist man nur noch krank. Schmerzen, die einem auf engstem Raum zusammenhalten. Da merkt man dann erst, wie das Chaos im Kopf schon l\u00e4uft. Ein paar Tage konnte ich keine Zeile lesen und schreiben. Dann habe ich den Samstag mit dem Sonntag verwechselt, also Leonard Cohen am Samstag statt am Sonntag. Nicht, dass es jemandem auffallen w\u00fcrde, aber hallo, es ist doch aufgefallen. Hey, sagte der Freund, keine Beitr\u00e4ge?! Genau, konnte ich dann sagen aus meiner Unwohlseinsblase heraus: ich bin krank und seit ein paar Tagen schon zu schwach, um am Schreibtisch zu sitzen, und meine Aufmerksamkeit\u00a0 war sowieso nur auf den Zustand gerichtet:. Das Krallen, das Stechen, das Wehtun. Oder die M\u00f6glichkeiten des Gegensteuerns bedenkend. Man will ja das Vertrauen in sich steigern, dass man zu angemessenen Entscheidungen gelangt, eben auch nicht ausschlie\u00dft, dass es zu \u00e4rztlicher Behandlung kommen muss. Das habe ich auch jetzt entschieden. Auch wenn man eine Fachkraft zu rate zieht, muss man nicht unbedingt Glauben schenken, aber es hilft doch in der Ausrichtung. Krankheit bringt einen nahe an den K\u00f6rper heran. Das kann sie auf jeden Fall. Der Geist wiederum muss sich einstellen und die neuen Bedingungen unterst\u00fctzen. Das ist nicht so leicht, wenn auf einmal die Pferde davon galoppieren. Bis man sie finden und wieder beruhigen kann.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine Ordnung ist durcheinander geraten. Ich meine die, die einem selbst entspricht und die einen angenehm durch den Tag transportiert, mit Freir\u00e4umen darin und Spielpl\u00e4tzen, die die Handlungsf\u00e4higkeit in Gang halten. Dann pl\u00f6tzlich schl\u00e4gt etwas zu, ein Insekt oder ein Virus oder ein Infekt, lang oder kurz, bedrohlich oder weniger bedrohlich, es ist ein Gong. 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