{"id":15276,"date":"2022-02-01T09:01:44","date_gmt":"2022-02-01T09:01:44","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15276"},"modified":"2022-02-01T09:01:44","modified_gmt":"2022-02-01T09:01:44","slug":"hinfuehren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=15276","title":{"rendered":"hinf\u00fchren"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-15274\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220131_105503-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"354\" height=\"354\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220131_105503-300x300.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220131_105503-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220131_105503-768x768.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220131_105503-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220131_105503-365x365.jpg 365w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220131_105503-500x500.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 354px) 100vw, 354px\" \/><\/p>\n<h5>Bevor etwas einfach werden kann, wird es meist ungeheuer komplex. Mir f\u00e4llt eine Szene ein, die fest verankert ist in meinem Ged\u00e4chtnis. Ich lief durch den Wald und sah auf einmal zwischen zwei weit auseinander stehenden B\u00e4umen eine winzige Raupe flei\u00dfig an ihrem Seil basteln. Das Seil war schon meterlang und schwang mit dem Tier hin und her. W\u00fcrde mich das tiefe Staunen dieser Beobachtung nun nicht mehr loslassen und ich wollte herausfinden, wie das m\u00f6glich ist, w\u00fcrde es sofort komplex werden. Ich w\u00fcrde mit allen f\u00e4denspinnenden\u00a0 Raupen der Welt fr\u00fcher oder sp\u00e4ter in Kontakt kommen und h\u00e4tte B\u00fccher \u00fcber sie und alles, was Menschen schon vorher \u00fcber sie gewusst haben. Und dass die wunderbaren R\u00e4tsel der Welt anderen ebenfalls aufgefallen sind. So gibt es auch \u00fcber den sogenannten inneren Weg tausende B\u00fccher mit Anweisungen und Geschichten und Anekdoten und Ratschl\u00e4gen und Formeln dar\u00fcber, wie einer erreicht hat, von was er schreibt und nun m\u00f6chte, dass andere angeregt werden zu diesem Weg, obwohl es nur einen gibt, eben jeweils den, den man geht. Nichtsdestotrotz braucht es die Anregung, den Kontakt mit der Materie, f\u00fcr die man sich erw\u00e4rmt, die einen anspricht.\u00a0 Auch dass man vom Weltgeschehen immer\u00a0 einiges ausklammern muss, um klarere Umrisse zu finden von dem, was man selbst ist. Die Zerbrechlichkeit der eigenen Wahrnehmung zu stabilisieren, denn es kann doch leicht zerbrechen, was keine Fassung hat und nicht bedacht und begleitet wird mit Aufmerksamkeit. Mit Liebe, m\u00f6chte man sagen und bremst sich der Komplexit\u00e4t des Begriffes wegen. Wir wissen von H\u00e4nden, die tags\u00fcber Vergasungsbefehle gaben und nachmittags \u00fcber Kinderk\u00f6pfe streichelten, so als k\u00f6nnte beides miteinander vereinbar sein. Das Kennenlernen von sich selbst unterliegt keinem Zwang, und Gef\u00e4ngnisse sind nicht ber\u00fchmt f\u00fcr Erleuchtungen, eher f\u00fcr Stumpfsinn und Schw\u00e4chung des Augenlichtes. Ich habe irgendwann einmal angefangen, meine Innenwelt (u.a.) als ein Rotationssystem zu sehen. Das hei\u00dft ich erlaube mir zu surfen, wohin ich mein Denken f\u00fchren m\u00f6chte, lasse aber genug Raum, um Beweglichkeit zu gew\u00e4hrleisten. Damit sich nichts verbohrt und keine Welle zu attraktiv wird, um in ihr verloren zu gehen. Vieles gilt es erst einmal zu unterscheiden, dann die Entscheidungen zu benennen, dann nach Wegen forschen sie umzusetzen, wenn sie einem wesentlich erscheinen. Dann, nach Jahren in den scheinbar paradiesischen Anlagen des Labyrinthes entdecken wir wie durch Zufall ein Tor oder einen Satz oder einen Vogelschwarm, und die Strukturen l\u00f6sen sich auf, weil sie getan haben, was nur sie konnten. Nun also weiter. Mal sehen, wo es hinf\u00fchrt.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bevor etwas einfach werden kann, wird es meist ungeheuer komplex. Mir f\u00e4llt eine Szene ein, die fest verankert ist in meinem Ged\u00e4chtnis. Ich lief durch den Wald und sah auf einmal zwischen zwei weit auseinander stehenden B\u00e4umen eine winzige Raupe flei\u00dfig an ihrem Seil basteln. Das Seil war schon meterlang und schwang mit dem Tier [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-15276","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15276","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15276"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15276\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15278,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15276\/revisions\/15278"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15276"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15276"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15276"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}