{"id":15238,"date":"2022-01-28T08:58:15","date_gmt":"2022-01-28T08:58:15","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15238"},"modified":"2022-01-28T17:32:13","modified_gmt":"2022-01-28T17:32:13","slug":"wundern-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=15238","title":{"rendered":"wundern"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-15240\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220128_083139-288x300.jpg\" alt=\"\" width=\"288\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220128_083139-288x300.jpg 288w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220128_083139-768x800.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220128_083139-983x1024.jpg 983w\" sizes=\"auto, (max-width: 288px) 100vw, 288px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-15241\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220128_090222-251x300.jpg\" alt=\"\" width=\"251\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220128_090222-251x300.jpg 251w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220128_090222-768x918.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220128_090222-857x1024.jpg 857w\" sizes=\"auto, (max-width: 251px) 100vw, 251px\" \/><\/p>\n<h5>Nach dem Wust an dunkelumw\u00f6lkten Nachrichten, denen man sich selbst \u00fcber karge 3 Minuten Zufuhr aussetzt, und nach einer Reihe von geistigen und k\u00f6rperlichen Unbefindlichkeiten meinerseits, die durch Anh\u00e4ufung unn\u00fctzer Gedanken entstanden waren, konnte sich der ansonsten eher plump klingende Satz &#8222;Es ist anders, als man denkt&#8220;\u00a0 zu einem Realit\u00e4ts-Check entwickeln und durch g\u00fcnstige Verl\u00e4ufe endlich ein Ende finden. In diesem Sinne hatte ich eigentlich vor, heute fr\u00fch ein ungeschminktes Photo vom Himmel in seiner steten Gr\u00e4ue zu machen, nicht ohne einiger Poeten zu gedenken, die wohl u.a. auch an diesen Himmeln gescheitert waren. Aber siehe da: ungewohnte Erhellungen zeigten sich am Firmament, was zu tiefem Durchatmen anregte. Vorgestern war ich zum ersten Mal gezwungen worden, mich testen zu lassen und stellte mir eine endlos im tr\u00f6pfelnden Regen wartende Menschenschlange bis an den Rand der Stra\u00dfe vor. Dann aber war es so leer, dass wir Wenigen nur auf den Ausdruck des Resultats warten mussten, von sehr freundlichen Menschen gereicht. Wohlwollend fielen die Augen auf das erwartete Wort: negativ, hier mal mit positiver Konnotation. Das bringt mich erst einmal zu dem, was frei von Wundern ist. Der Papst zum Beispiel, von jemandem als wei\u00dfer Elefant benannt, den sich keiner traut zu beflecken. Und nun hat die \u00f6ffentliche Befleckung dennoch stattgefunden, und ich denke an viele Geschichten aus den religi\u00f6sen Kreisen Indiens, in denen es nicht besser aussah, und auch dort den Heerscharen der Opfer keinerlei Geh\u00f6r geschenkt wurde, sondern alles wurde verdreht und versteckt und im finsteren B\u00fcndnis mit Anderen gutgehei\u00dfen. &#8222;Jetzt austreten?&#8220; fragt es auf der Titelseite der Zeitung, und ja!, rufe ich da herzhaft und vermutlich wirkungslos ins All hinein, ja! Austreten! Aufh\u00f6ren, was nie mehr geflickt werden kann. Mit was f\u00fcr einer Substanz soll da eine neue Institution aufgebaut werden k\u00f6nnen, wenn es noch nicht einmal ein Vorgestern gibt, wo etwas aufh\u00f6rt, sondern das l\u00e4uft doch einfach weiter, weil die Missst\u00e4nde noch weiter und dann noch weiter zur\u00fcckliegen. Und auf all das dann die grotesken Gew\u00e4nder, die hohen H\u00fcte und der Hirtenstab. Weg mit dem Zirkus, denn der Abgrund der Bedeutungslosigkeit all dieser Einrichtungen ist doch bereits erreicht. Die Followers sind gefragt sich zu \u00fcberpr\u00fcfen, u.a. auch, um dem immerhin gut informierten und daher wacheren Bewusstsein etwas gerecht zu werden und das nicht aus kindlichen Bed\u00fcrfnissen heraus zu missachten, nur, um keine Eigenverantwortung \u00fcbernehmen zu m\u00fcssen. Nat\u00fcrlich kann man auch einfach ab und zu mal erschrecken in der Vorstellung, wie viele durchaus krankhafte Gehirne sich durch das Daseinsgewebe bewegen. Das alles also bedenkend, sitzen wir dann beim Fr\u00fchst\u00fcck, bereits erstaunt \u00fcber die blauen Flecken am Himmel. Doch dann werden wir verzaubert. Sieben Rehe, die wir noch nie gesehen hatten, betraten unseren Garten. Und eines war wei\u00df. Ein wei\u00dfes Reh. Das macht doch was mit einem. Auf schnellstem und m\u00fchelosestem Weg erreicht man das eigene, urspr\u00fcngliche Kinderauge. Hemmungslos str\u00f6mt das Entz\u00fccken \u00fcber die Macht der Natur, so als h\u00e4tte man vergessen, wie sie einen durchtragen kann durch so manches Beschwerliche.\u00a0 Und diese Wesen, die irgendwo wohnen und einfach nur sind, was sie sind!<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem Wust an dunkelumw\u00f6lkten Nachrichten, denen man sich selbst \u00fcber karge 3 Minuten Zufuhr aussetzt, und nach einer Reihe von geistigen und k\u00f6rperlichen Unbefindlichkeiten meinerseits, die durch Anh\u00e4ufung unn\u00fctzer Gedanken entstanden waren, konnte sich der ansonsten eher plump klingende Satz &#8222;Es ist anders, als man denkt&#8220;\u00a0 zu einem Realit\u00e4ts-Check entwickeln und durch g\u00fcnstige Verl\u00e4ufe [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-15238","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15238","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15238"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15238\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15252,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15238\/revisions\/15252"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15238"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15238"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15238"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}