{"id":15214,"date":"2022-01-25T09:11:56","date_gmt":"2022-01-25T09:11:56","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15214"},"modified":"2022-01-25T09:11:56","modified_gmt":"2022-01-25T09:11:56","slug":"foerderlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=15214","title":{"rendered":"f\u00f6rderlich"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-15216\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220124_161814-295x300.jpg\" alt=\"\" width=\"358\" height=\"364\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220124_161814-295x300.jpg 295w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220124_161814-768x781.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220124_161814-1007x1024.jpg 1007w\" sizes=\"auto, (max-width: 358px) 100vw, 358px\" \/><\/p>\n<h5>Der Film &#8222;Die Wannseekonferenz&#8220; lief also gestern Abend im ZDF zur Hauptzeit und es w\u00e4re interessant zu wissen, wie viele B\u00fcrger und B\u00fcrgerinnen ihn gesehen haben und ob und wie und was dar\u00fcber geredet wurde. Ich pers\u00f6nlich sch\u00e4tze Filme, die mich noch aus einer gewissen Distanz betrachten lassen, aber nur, um meine eigenen Gedanken dazu entwickeln zu k\u00f6nnen, also Filme, die weniger zum Miterleben als zum Nachdenken anregen. Es blieb nicht aus, dass man sich diesen Konferenztisch m\u00fchelos wieder mit neuen Figuren denken konnte, die bereits auf politischen B\u00fchnen agieren. So h\u00e4tte unter den exzellenten Schauspielern Bj\u00f6rn H\u00f6cke einem vermutlich noch mehr Schauder \u00fcber den R\u00fccken gejagt, wenn der lauernde Sadismus in dieser Form politischer \u00dcberzeugung einem allerdings auch s o nahe genug kam. Was kommt nahe? Nicht nur, dass es wieder passieren k\u00f6nnte, sondern dass einige Weichen immer gelegt bleiben f\u00fcr den Ausbruch solcher, meist m\u00e4nnlicher Gel\u00fcste. Denn Gel\u00fcste sind es doch in so ziemlich allen kr\u00e4nklichen Ausgeburten, diese Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung, diese Anma\u00dfung, Besseres und H\u00f6heres zu sein. Was Ausgew\u00e4hltsein und Posten ins Spiel bringt, die unbedingt den Wert des Lebens ausmachen sollen, bis die Verblendung ein Erwachen aus dem Alptraum kaum mehr erm\u00f6glicht, obwohl es auch in dieser unseligen Geschichte Formen von Erwachen gegeben hat. Und Scheitern in dem Bestreben, dem ganzen Grauen ein Ende zu setzen. Bis dem entgrenzten Spiel dann doch ein Ende gesetzt wurde, von au\u00dfen wohlgemerkt, nicht von innen. Und dann die Amerikaner, die den Deutschen das Recht auf R\u00fcckkehr zur Menschlichkeit nicht ganz verbauen wollten, und ich erinnere mich selbst noch an riesige braune Papiert\u00fcten aus dem PX, aus denen \u00fcbergro\u00dfe Schokoladentafeln ragten. Den Gedanken, dass einem &#8222;b\u00f6sartige&#8220; Menschen auch leid tun kennen, kenne ich aus Indien. So wird Ravan, einer der b\u00f6sesten unten den Widersachern, immer noch Respekt gezollt f\u00fcr das, was er auch noch ist, eben ein Herrscher im eigenen K\u00f6nigreich, etwas albern aus heutiger Sicht gesehen. Das ganz neue Problem auf dem Planeten ist ja die ungeheure Zufuhr an intelligenten Informationen, die ein Bewusstsein erzeugen, das nicht mehr kanalisiert werden kann. Ein 18-J\u00e4hriger kann sich den Zugang zum Darknet verschaffen und dort f\u00fcr seine misslichen Zust\u00e4nde eine Knarre kaufen, um noch ein paar mitzunehmen in den g\u00e4hnenden Abgrund. Immer wieder muss und wird es eine Grenze geben, wenn die sich aus dem ganzen Vorgang des Daseienden gestaltete Realit\u00e4t eine Form annimmt, der es entweder gelingt, die Tendenzen der Selbstzerst\u00f6rung zu steuern, oder aber die Hebel der Zerst\u00f6rung in Gang setzen. Unruhig beobachten wir wieder einmal die milit\u00e4rischen Bewegungen an den Grenzen der Ukraine. Man merkt, dass man es sich in friedlichen Zeiten nicht vorstellen kann, dass dieser delikate Friede nicht f\u00fcr alle L\u00e4nder genug bedeutet, um ihn zu erhalten. Wobei es ja auch irgendwo immer Kriegszust\u00e4nde gibt, oder \u00fcberhaupt Zust\u00e4nde, die man sich nicht vorzustellen wagt, weil sie einen verzweifeln lassen k\u00f6nnen an der F\u00e4higkeit des Menschen, menschliches\u00a0 Leben w\u00fcrdevoll leben zu k\u00f6nnen, bzw. Andere es leben zu lassen wie sich selbst. So bleibt es keiner Generation erspart, die dunklen und die hellen Kr\u00e4fte in sich in eine f\u00f6rderliche Balance zu bringen, und vor allem &#8222;f\u00f6rderlich&#8220; f\u00fcr sich selbst zu definieren.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Film &#8222;Die Wannseekonferenz&#8220; lief also gestern Abend im ZDF zur Hauptzeit und es w\u00e4re interessant zu wissen, wie viele B\u00fcrger und B\u00fcrgerinnen ihn gesehen haben und ob und wie und was dar\u00fcber geredet wurde. 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