{"id":15189,"date":"2022-01-21T09:15:56","date_gmt":"2022-01-21T09:15:56","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15189"},"modified":"2022-01-21T18:54:14","modified_gmt":"2022-01-21T18:54:14","slug":"messen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=15189","title":{"rendered":"messen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-15191\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220120_165240-279x300.jpg\" alt=\"\" width=\"356\" height=\"383\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220120_165240-279x300.jpg 279w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220120_165240-768x826.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220120_165240-952x1024.jpg 952w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220120_165240.jpg 1373w\" sizes=\"auto, (max-width: 356px) 100vw, 356px\" \/><\/p>\n<h5>In allen Bereichen des Daseins bietet einem das Lebendige st\u00e4ndig \u00dcberraschungen an, und man ist mal hier, mal dort mit mehr oder weniger innerer Intensit\u00e4t beteiligt. Zum Beispiel fand ich Amerika f\u00fcr mich, als ich mit sechzehn Jahren dorthin\u00a0 meine erste Reise machte, sehr spannend, und frei kam es mir vor, obwohl mich Autofahrer einmal beschimpften, als ich mit einem farbigen Studenten der Stanford University von dort aus irgendwo hintrampte, denn wo unsere Freunde lebten, gab es diese Diskriminierungen eher selten. Zur Zeit verlagert sich das erlahmende Interesse am amerikanischen Tun eher auf die Frage, wie lange es wohl noch dauern wird, bis es gelingt, Donald Trump zur Rechenschaft zu ziehen f\u00fcr Machenschaften, f\u00fcr die andere schon l\u00e4ngst im Knast sitzen w\u00fcrden. Allerdings ist es auch schon ziemlich sp\u00e4t auf der unsichtbaren Uhr, die den kosmischen Gongschlag einleitet, wenn er gebraucht wird. Trotzdem ist alles, was mit der Angst angemessen umgehen kann, immer ein gutes Zeichen. Die Angst f\u00fchlt sich im Meditationsraum genauso zuhause wie neben Putin. Man w\u00fcrde seinen Worten gerne glauben k\u00f6nnen, kann man aber nicht. Fiebriges Denken ist die Folge. Wird er oder wird er nicht? Und was dann. Immerhin sind wir nur ungef\u00e4hr 900 km von der Grenze entfernt. Also ein bisschen Katz und Maus, mal hin, mal her, denn auch Putin muss nat\u00fcrlich herumgr\u00fcbeln, ob er das will oder nicht, oder ob das mit dem Milit\u00e4r\u00fcbungswitz nicht auch schon zu sp\u00e4t ist. Die Inder, oder besser die paar (wenigen) Hindus, die sich noch in den ziemlich hochqualifizierten Schriften auskennen, k\u00f6nnten sich jetzt zur\u00fccklehnen und m\u00fcde l\u00e4cheln, denn sie wissen es ja schon sehr lange, dass im dunklen Zeitalter des Todes die verf\u00fcgbaren Throne von falschen Leuten besetzt sind. Nur was hilft&#8217;s, wenn nur ein paar Inder das wissen. Immerhin gibt es in ihrer Finsternis einen Lichtblick. Der ist im Gegensatz zur Schw\u00e4rze des menschlichen Verhaltens sehr klein, aber dennoch birgt dieser Blick ein Leuchten in sich, denn irgendwann ist auch die Scheu\u00dflichkeit ausgereizt und kann mit nichts mehr gesteigert werden. Wir sehen die Institution der Kirche im Dreck versinken. Selbst am Heiligen Stuhl frisst sich der Schimmel durch. Das habe ich auch in Indien erlebt. So lange auf alle Arten und Weisen hingeschaut, bis tats\u00e4chlich alles sich als leer und bedeutungslos entpuppte, eben genau dann, wenn man das Leuchten wieder wahrnehmen kann. Nicht in L\u00e4ndern oder Religionen oder den politischen Deals, nein, sondern in sich, denn nun\u00a0 ist man stockn\u00fcchtern und stellt mit einer Pfauenfeder keinen Bezug zu einem Liebesgott-Stirnschmuck mehr her. Man l\u00e4sst das Wundern und die Wunder und die Verwundungen ihre Arbeit tun und wendet sich der eigenen zu, so gut man es eben kann, und siehe, das ist manchmal schon ganz gut, gemessen an der kleinen und an der gr\u00f6\u00dferen Latte.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In allen Bereichen des Daseins bietet einem das Lebendige st\u00e4ndig \u00dcberraschungen an, und man ist mal hier, mal dort mit mehr oder weniger innerer Intensit\u00e4t beteiligt. 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