{"id":15163,"date":"2022-01-18T10:12:57","date_gmt":"2022-01-18T10:12:57","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15163"},"modified":"2022-01-18T10:12:57","modified_gmt":"2022-01-18T10:12:57","slug":"suchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=15163","title":{"rendered":"suchen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-15168\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220118_093433-300x295.jpg\" alt=\"\" width=\"360\" height=\"354\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220118_093433-300x295.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220118_093433-768x754.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220118_093433-1024x1006.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 360px) 100vw, 360px\" \/><\/p>\n<h5>Ist es der Nachtschratt oder die Sehnsucht nach der Verf\u00fchrung der Befl\u00fcgelung, oder schwingt sich hier ein ersch\u00f6pftes Augenpaar durch das Virengewirr der Entz\u00fcndungen, wir wissen es nicht. Was hei\u00dft hier: wir? Ich kann ja nicht erwarten, dass sich jemand au\u00dfer mir dar\u00fcber Gedanken macht, was und warum und zu welchem Zeitpunkt etwas in mir sich ausdr\u00fcckt. Einerseits ist es konzeptlos, andrerseits bietet genau die Unweigerlichkeit des Ausdrucks die M\u00f6glichkeit, noch nicht Gewusstes (von sich) zu reflektieren. Wenn man im Luxus dieser Zeitr\u00e4ume lebt. Immer wieder habe ich mich selbst erkennen lassen m\u00fcssen, dass kein einziger Blick auf die Welt das Daseiende erfassen kann, wie es wirklich ist, weswegen es nicht von ungef\u00e4hr das Illusion\u00e4re genannt wird. Eine tiefere Schicht der Wirklichkeit kann durch das Ergr\u00fcnden der eigenen Wahrnehmung geschehen. Will ich das ernsthaft angehen, muss ich, oder vielmehr: ist es ratsam, den Arbeitspfad des B\u00e4ckers einzuschlagen und\u00a0 Schritt f\u00fcr Schritt erst einmal zu studieren, auf wieviele verschiedene Arten Br\u00f6tchen gebacken werden k\u00f6nnen, bevor ich mich der Sch\u00f6pfung des eigenen Br\u00f6tchens zuwende. Als ich (damals) lernte, die ersten Yoga-Br\u00f6tchen zu backen, traute noch keine meiner Lehrerinnen (ich hatte vor allem Lehrerinnen, deswegen war ich dort) uns Gesch\u00f6pfen aus dem Westen zu, die inneren Zust\u00e4nde sachgem\u00e4\u00df analysieren und einordnen zu k\u00f6nnen. Sie erlebten diesen Mangel an Zutrauen erst durch uns, denn viele von uns waren widerspenstig und denkgeschult und sahen sich nicht als lediglich Mitmachende, w\u00e4hrend es mit den indischen Praktizierenden selten Probleme gab, denn sie waren das Folgen gew\u00f6hnt und vertrauten weiterhin darauf, dass der dunkle Korridor des Folgens letzendlich zu einem Lichtpunkt f\u00fchren w\u00fcrde. Da erkannte ich eines sch\u00f6nen Tages zu aufgeweckter Morgenstunde, dass ich f\u00fcr die Weiterleitung dieses Br\u00f6tchenbackens nicht mehr geeignet war. Die Achtung blieb erhalten, vor allem f\u00fcr die tausenden von stillen Stunden, die man in wunderbaren, architektonisch extra daf\u00fcr hergerichteten R\u00e4umen verbringen konnte in einer tiefen und freien Verbindung mit den Anderen, die ansonsten schwer zu erleben ist. Denn es braucht das authentische Interesse an mir selbst. Nicht f\u00fcr das, was ich schon wei\u00df, denn das f\u00fchrt allzu leicht in die Ich-Verhaftung, eine andere Form der Begrenzung, sondern das Wachhalten des Bewusstseins f\u00fcr das, was ich noch nicht aus mir zutage gef\u00f6rdert habe, das ist doch das lebendige Abenteuer, ist es nicht so? Ich wei\u00df nicht, wann ich anfing, mich dem gewachsen zu f\u00fchlen. Es war auch zweifellos die einzige Kunst des Erwachsenseins, die mich ansprach. Hier konnte man reifen, indem man zu sich kam. Irgendwann muss das in Indien, im Land der Milliarden Augenpaare, die alles, was sie zu sehen glauben, aufmerksam sehen, jemandem aufgefallen sein, wie friedvoll das Beisichsein ist, und oft beim Sitzen schlie\u00dft man ja dann genussvoll die Augen und kann sehr wohl verbl\u00fcfft sein dar\u00fcber, wie schnell die Welt verschwindet und nun die innere Welt in den Vordergrund r\u00fcckt. Nun sitzt gerade dort oft die Angst, ja was hat sie denn dort zu suchen?<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ist es der Nachtschratt oder die Sehnsucht nach der Verf\u00fchrung der Befl\u00fcgelung, oder schwingt sich hier ein ersch\u00f6pftes Augenpaar durch das Virengewirr der Entz\u00fcndungen, wir wissen es nicht. Was hei\u00dft hier: wir? 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