{"id":15121,"date":"2022-01-12T09:08:35","date_gmt":"2022-01-12T09:08:35","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15121"},"modified":"2022-01-12T09:08:35","modified_gmt":"2022-01-12T09:08:35","slug":"grenzenlos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=15121","title":{"rendered":"grenzenlos"},"content":{"rendered":"<h6><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-15122\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220111_092643-e1641975584994-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220111_092643-e1641975584994-225x300.jpg 225w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220111_092643-e1641975584994-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-15122\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220111_092643-e1641975584994-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220111_092643-e1641975584994-225x300.jpg 225w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220111_092643-e1641975584994-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><br \/>\n\u00dcberall schauen uns Augen an<\/h6>\n<h5>Ich suche nach Worten, ich finde sie nicht. Muss mich aufmachen in meine Emp\u00f6rung hinein. Wei\u00df nicht, ob sie dort herumliegen, die Worte, bereit, mir zu helfen beim Unl\u00f6sbaren, also dem, was die eigene Vorstellung derart sprengt, dass man ohne sie zurechtkommen muss, aber mit dem Gef\u00fchl zur\u00fcckbleibt, das einen wortlos gemacht hat. Ich hatte schon einmal davon geh\u00f6rt, dass es einem Chirurgen gelungen war, ein Schweineherz in einen Menschen hinein zu pflanzen, der ohne dieses einmalige Experiment gestorben w\u00e4re. So hat man&#8217;s gemacht, und noch lebt er. Klar will er leben, er ist erst 57. Nun pocht in ihm ein Schweineherz, das genetisch manipuliert werden musste, damit man den Menschenk\u00f6rper austrickst und er das fremde Organ annimmt. Gestern habe ich unterwegs einen l\u00e4ngeren Bericht dar\u00fcber geh\u00f6rt. Wenn das klappt, sagte jemand, dann gibt es fortan unbegrenztes Material. Die Schweine, oft gelobt wegen ihrer \u00c4hnlichkeit zum Menschen (?), sind dann das unbegrenzte Material, so, wie Raubtiere das unbegrenzte Material f\u00fcr Pelzm\u00e4ntel waren. Aber Frau Vogt, sagte die Frau aus der Pelzabteilung damals zu mir, daf\u00fcr werden sie doch gez\u00fcchtet. Ach so, sie werden als Pelzmantel geboren. Zur\u00fcck zum Herzen. Der Arzt, hochgelobt f\u00fcr seine stundenlange Exzellenz, hatte, so h\u00f6rte ich, hunderte Male schon vorher jeden Handgriff ge\u00fcbt. An Pavianen. An hunderten von Pavianen, die vermutlich gesund waren, bevor man ihnen das eigene Herz herausgenommen hat und ein Schweineherz eingesetzt. Eine lobende Stimme erkl\u00e4rte, dass eines von den Tieren sogar 5 Monate lebte danach. Das bringt keinen Tropfen Bewunderung in mir hervor, sondern es ist das Grauen, das keine Worte findet. Es gibt eine Menge Menschen, die auf ein Herz warten und keines bekommen. Soll man sie sterben lassen, weil man die Tiere schonen will? Es gibt ja nicht nur einen Ort, an dem diese Untaten realisiert werden, sondern es wird wissenschaftlich danach gegiert, auch an die Reihe, hei\u00dft an die Erlaubnis heran zu kommen, dieses Experiment auch durchf\u00fchren zu d\u00fcrfen. Es gibt sozusagen bereits ein Chirurgenfieber, das \u00fcbt sich an Pavianen, die man irgendwo im Gehege hat, nimmt ihnen das Herz heraus und hinein mit dem Schweineherz, damit sp\u00e4ter beim Menschen jeder Griff sitzt. Ich bin keine fanatische Tierliebhaberin, bin aber dankbar daf\u00fcr, dass ich vor allem in Indien in so nahen Kontakt mit Tieren kam, die alle drau\u00dfen frei herumliefen und eine helle Freude waren im Tumult des Lebendigen. Nun kann ich nicht darauf antworten, w\u00fcrde ich gefragt werden und w\u00e4re um die 57, wie ich mich entscheiden w\u00fcrde, hinge mein Leben davon ab. Und ich wei\u00df ja schon lange, dass ich keine Maus und keinen Affen vor diesen Hochgeehrten retten kann. Meine Emp\u00f6rung gilt diesen beeindruckten Stimmen, die es kaum fassen k\u00f6nnen, was der Mensch so alles schon kann. Kein Wort \u00fcber die Tiere, kein Wort \u00fcber diese unheimliche und grenzenlose Arroganz, die den Menschen ergreift, wenn er sich als das erhabene Wesen betrachtet, das sich die Erde untertan machen kann und tun, was er will, mit wem und mit was auch immer. Und kann man wirklich tun, was man will ohne Liebe? Und kann man mit Liebe Tiere grenzenlos qu\u00e4len?<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcberall schauen uns Augen an Ich suche nach Worten, ich finde sie nicht. Muss mich aufmachen in meine Emp\u00f6rung hinein. 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