{"id":15104,"date":"2022-01-10T09:09:55","date_gmt":"2022-01-10T09:09:55","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15104"},"modified":"2022-01-10T17:17:11","modified_gmt":"2022-01-10T17:17:11","slug":"einzeln-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=15104","title":{"rendered":"einzeln"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-15105\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220110_091205-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"358\" height=\"358\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220110_091205-300x300.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220110_091205-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220110_091205-768x768.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220110_091205-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220110_091205-365x365.jpg 365w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220110_091205-500x500.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 358px) 100vw, 358px\" \/><\/p>\n<h5>Die Bedeutung der Tatsache, dass wir einzeln und unnachahmlich geboren werden, muss im Laufe des Lebens immer wieder aufs Neue ins Auge gefasst werden. Was gestalten wir aus uns selbst heraus, und welche Wirkung soll das, was wir sind, entfalten. Das immer wieder Aufnehmen des Fadens, der sich zeigt im eigenen Lebensprogramm, gibt eine gewisse Sicherung, dass wir uns nicht in zu vielen Nebenwegen- und h\u00f6hlen verlaufen und verirren. Doch was ist schon Verirren, wenn man erst einmal herausfinden muss, was einen anspricht und bewegt, bevor man wei\u00df, was zusagt und was nicht. Diese Welt ist kein stabiles Konstrukt, auf das man sich verlassen kann, und es kann dauern, bis einem klar wird, dass man selbst am Webstuhl sitzt und die F\u00e4den zu Mustern zusammenf\u00fcgt, von denen man dann gerne behauptet, man sei sie. Aber die Muster sind auch nur Orientierungshilfen f\u00fcr das, was hinter den Mustern agiert und was haupts\u00e4chlich eine Energie ist, die sich immer wieder heraus zu kristallisieren versucht, vor allem, um sich selbst zu verstehen und zu erfassen \u00fcber die eigenen Bilder und Tonarten, die man zu spielen lernt und mit dem Wort &#8222;ich&#8220; definiert. Es kann ziemlich lange dauern, bis man ein sicheres Gesp\u00fcr vom eigenen Klang bekommt und von der eigenen, ganz pers\u00f6nlichen Weltsicht. Das, was wir gemeinhin die &#8222;Welt&#8220;nennen, ist ja vor allem ein Gebilde, das durch die Menschen, die jeweils darin auftreten, zum Ausdruck gebracht wird. Man muss nur ein einziges Menschenalter zur\u00fcckh\u00f6ren und kann wahrlich staunen, wie anders die Weltsymphonie klang und\u00a0 wie anders Menschen aussehen k\u00f6nnen in einem anderen Jahrhundert. Erkennbar durch alle Zeiten hindurch ist die unendliche M\u00fche, die die Gestaltung des Menschseins mit sich bringt. Man wei\u00df ja inzwischen viel \u00fcber Menschwerdung, aber die Frage, wie Menschen gem\u00e4\u00df dieser Wissensforschung um die eigene Existenz ihr Erkennen auch umsetzen k\u00f6nnen, ist nicht wirklich beantwortet worden, und vielleicht kann es auch nicht beantwortet werden. Jedes Buch, das ich in die H\u00e4nde nehme, spiegelt die Arbeit wieder, die es macht, \u00fcber das Menschsein nachzudenken, wobei die Kernpunkte meist tiefpers\u00f6nlich sind und kann nur ein weiterer, wenn auch kostbarer Einblick in das Denken eines anderen Wesens sein. Und so sehr man sich darin auch aufgehoben f\u00fchlen mag, so hei\u00dft es doch, zur\u00fcckzukehren zu sich selbst um zu schauen, was durch den Filter gelangt ist, um Eigenes zu werden. Und klar, es ist eine ungeheure Verantwortung zu sein, wer ich bin, also wirklich bin, daher die immer lebendige Frage danach, die ich nur selbst beantworten kann. Es scheint ja so, als h\u00e4tte man gar keine Wahl, aber doch, man hat sie. Es gibt ein Ger\u00fccht, das besagt, dass man sich auch verpassen kann. Niemand kann sagen, wem das passiert ist, aber es kommt vermutlich h\u00e4ufiger vor als man denkt. Denn es sieht so aus, dass das, was man ist, gedanklich erfasst werden muss, bevor man das Gr\u00fcbeln dar\u00fcber vielleicht eines Tages sein lassen kann, ganz einfach, weil man bei sich angekommen ist. Alle Menschen sind wichtige Mitspieler f\u00fcreinander, doch am Kern unseres Wesens sind wir ganz sch\u00f6n allein. Einzeln eben und unnachahmlich.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bedeutung der Tatsache, dass wir einzeln und unnachahmlich geboren werden, muss im Laufe des Lebens immer wieder aufs Neue ins Auge gefasst werden. Was gestalten wir aus uns selbst heraus, und welche Wirkung soll das, was wir sind, entfalten. 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