{"id":15049,"date":"2022-01-03T08:58:15","date_gmt":"2022-01-03T08:58:15","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15049"},"modified":"2022-01-03T12:41:16","modified_gmt":"2022-01-03T12:41:16","slug":"zwei-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=15049","title":{"rendered":"Zwei II"},"content":{"rendered":"<p>\u03a3<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-15050\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220103_090320-300x184.jpg\" alt=\"\" width=\"442\" height=\"271\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220103_090320-300x184.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220103_090320-768x470.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/20220103_090320-1024x627.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 442px) 100vw, 442px\" \/><\/p>\n<h5>So, nochmal zum Einpr\u00e4gen die Zwei in bildlicher Form, hier als zwei kleine Geschenke unserer G\u00e4ste. Die Objekte sind total identisch gegossen, scheinen aber schon durch den Lichteinfluss einen anderen Gesichtsausdruck anzunehmen. W\u00fcrde man es nur so tief verstehen, dass es einem immer gegenw\u00e4rtig ist: dass jeder Gedanke, jedes Gef\u00fchl, jede Einstellung eine unterschiedliche Wahrnehmung in mir ausl\u00f6sen kann, und dass ich gem\u00e4\u00df dieser Wahrnehmung die Welt sehe, in der ich lebe und die ich genau dadurch gepr\u00e4gt habe und weiterhin pr\u00e4ge. Auch h\u00f6re ich in gewissen Momenten ungern einen Einwurf wie den (z.B.) \u00fcber die saudi arabischen Frauen, ja was sollen die denn bestimmen d\u00fcrfen, wenn man sie nicht mal Auto fahren l\u00e4sst. Aber ich pl\u00e4diere ja weiterhin f\u00fcr den Geist, mit dem sich bekanntlich jede\/r verbinden kann, denn durch Denken und Kontemplieren meiner Situation entstehen mir entsprechende Seinsweisen, die ich mir zumindest schon mal vorstellen kann, bevor ich mich mit dem Konstruieren der Wege befasse, die die Vorstellung in eine Manifestation bringen (k\u00f6nnen). Die Sch\u00f6pfungskraft, gerne den G\u00f6ttern zugeschrieben, legt sich nat\u00fcrlich erst einmal als eine Last auf die Schultern der lernwilligen Menschen. Irgendwann steht man an einer Stelle im (kosmischen) Raum und muss sich entscheiden, ob man das m\u00f6chte: sich selbst verstehen. Woher kommt diese Neugier, dieser Impuls? Warum greift die Hand eher zu diesem als zu jenem Buch, zu diesem oder jenem Denken. Da ich selbst auf diese Frage, n\u00e4mlich warum mir dieser Weg des Erkennens wesentlicher schien als alles andere, was zum Angebot stand an menschlichen Entscheidungsstr\u00e4ngen, keine Antwort finde, habe ich mir angew\u00f6hnt, mich einen Gl\u00fcckskeks zu nennen. Das bleibt im Garten des Humors gut aufgehoben und kann damit umgehen, dass es nicht wei\u00df, warum es sich so gl\u00fccklich sch\u00e4tzt.Tats\u00e4chlich ist auch Denken Gl\u00fccksache, aber vor allem ist es Gl\u00fccksache, wenn es eingebettet ist in einen Gro\u00dfraum, in dem es lediglich die Funktion eines Tonarms auf dem Plattenspieler hat. Allerdings entsteht gerade dadurch die Musik, und es kommt darauf an, was auf der Platte gespeichert ist. Deswegen klingt das zwar alles sehr bekannt, aber man vergisst allzu leicht, dass tats\u00e4chlich jeder Nu neu ist und anders als jeder andere zuvor. Der Himmel anders, die Wolken anders, der Regen anders, die Stimmung anders, ich anders. Ja wie bin ich denn. Diese Frage einigerma\u00dfen redlich zu beantworten ist ein wahrer Kraftakt. Gew\u00f6hnt man sich allerdings daran, sie im lebendigen Geschehen beweglich zu halten, zeigen sich auch immer mehr M\u00f6glichkeiten des Handlungsspielraums.Nun schule ich mich, so mit den sich zeigenden Ereignissen umzugehen, dass es zu einer Art Zufriedenheit f\u00fchrt. Nicht unbedingt die satte, schl\u00e4frige Art, sondern eher die n\u00fcchterne, durch die sich immer noch was ver\u00e4ndern kann, wenn neue Einblicke in das Gewohnte dazu kommen und das bereits Vorhandene erweitern. Irgendwo in mir scheint sich eine Verdichtung zu formieren, die ich als Ich und meine Existenz erfahre. Eben durch ihre Beweglichkeit geht sie fast automatisch auf ein weiteres Ich zu, das erweiterte Ich also. Es hat sich einerseits in der erwiesenen Ungewissheit des Seins etabliert, ist aber wach und aufmerksam auf das gerichtet, was sich tut und was ist. Das als kompliziert Empfundene entl\u00e4sst seinen Bann und zollt dem Komplexen Respekt. Denn abenteuerlich und komplex ist es nun einmal, das kann man nicht leugnen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u03a3 So, nochmal zum Einpr\u00e4gen die Zwei in bildlicher Form, hier als zwei kleine Geschenke unserer G\u00e4ste. Die Objekte sind total identisch gegossen, scheinen aber schon durch den Lichteinfluss einen anderen Gesichtsausdruck anzunehmen. 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