{"id":14929,"date":"2021-12-20T08:53:34","date_gmt":"2021-12-20T08:53:34","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=14929"},"modified":"2021-12-20T08:53:34","modified_gmt":"2021-12-20T08:53:34","slug":"endspurt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=14929","title":{"rendered":"Endspurt"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-14930\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/20211218_092307-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"356\" height=\"356\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/20211218_092307-300x300.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/20211218_092307-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/20211218_092307-768x768.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/20211218_092307-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/20211218_092307-365x365.jpg 365w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/20211218_092307-500x500.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 356px) 100vw, 356px\" \/><\/p>\n<h5>Sch\u00f6n, wenn man es sich leisten kann, an einem &#8222;Endspurt&#8220; nicht teilzunehmen, hier ist nat\u00fcrlich der Weihnachtsendspurt gemeint. Haben Sie schon das richtige Geschenk gefunden? Nein, denn ich habe gar nicht danach gesucht. Auch wenn sich zuweilen eine Schulter unter meiner Handf\u00fchrung zum Engelfl\u00fcgel w\u00f6lben m\u00f6chte, widerstehe ich, wenn auch nicht zu erfolgreich, und lasse es baumeln, wo immer es hin m\u00f6chte. Ich wei\u00df dann selbst nicht so genau, ob das Wesen sich an einer gro\u00dfen Zitrone festklammert, um nicht ins Dunkel der Nacht zu sinken, oder ob ein im Wasser gleitender Herold die angemessenen Texte vom zeitlosen Pergamentblatt verliest, jenseits vom lauten Rauschen der Pandemie, die die Erde zur Zeit im Griff zu haben scheint, und nicht nur scheint. Ein neues Scheinen unter neuen Ordnungen. Befl\u00fcgelte bahnen sich einen Weg durch den Weltraumschrott und halten Ausschau nach sicheren Orten f\u00fcr ihre Posaunen und Trompeten. Zum Gl\u00fcck laufen bei uns noch die Kulturprogramme, da findet sich sicher eine M\u00f6glichkeit. Es ist ein wahres Wunder, dass die irrsinnigsten Geschichten, die das kollektive Gehirn hervorgebracht hat, immer noch Anlass geben f\u00fcr weltbewegende Ver\u00e4nderungen. Kurz vor den Nachrichten erwische ich mal wieder die letzte Minute des Pfarrerbeitrages, der sich riesig freut \u00fcber die Ankunft des Heilandes. Immer sei der da, meint er, das d\u00fcrften wir nicht vergessen. Ich darf und kann es doch nicht so ganz, aber schon besser. Geht es mich \u00fcberhaupt etwas an? Und geht es irgend jemand anderen etwas an, wenn die Kirchenglocken f\u00fcr mich nicht s\u00fc\u00dfer klingen zur Weihnachtszeit. S\u00fc\u00dfer die Locken nie schwingen, habe ich fr\u00fcher gerne gesungen, das tr\u00e4gt genauso viel Tr\u00f6pfchen Wahrheit in sich wie alles andere. Und weil es hier emotional gesehen kaum Fluchtwege gibt, muss oder besser kann man sich einen eigenen Weg bahnen, der weder bem\u00fc\u00dfigt ist, sich in Ablehnung des einem g\u00e4nzlich unwirklich Vorkommenden zu verstricken, sondern man schwingt irgendwie mit, indem man das Eigene er\u00f6rtert. Der sogenannte Weihnachtsendspurt hat ja herzlich wenig zu tun mit einst heiligen Dingen, sondern der Erhalt der wirtschaftlichen und der pers\u00f6nlichen Lage h\u00e4ngt davon ab, wie vielen Menschen es gelingt, ihren Mitmenschen Gekauftes zu offerieren. Gleichzeitig l\u00e4uft der eigentliche Sinnesrenner an vorderster Front, n\u00e4mlich die Antworten auf die Frage, was an solch gehypten Tagen gegessen wird, und dann getrunken, denn beides sind exzellente F\u00fcllprogramme, die die wirklich brissanten Themen locker ersticken k\u00f6nnen. Denn hat man weit \u00fcber die eigenen Vorstellungen hinaus vom ganz besonderen Nahrungsangebot zu sich genommen, breitet sich die ber\u00fchmte Weihnachtsschwere aus, aber halt!, das alles muss ja nicht sein, wenn gut ausbalanciert mit etwas anderem, \u00fcber das man noch nachdenken kann. Oder sich einfach entspannt dem \u00f6ffnen, was auf einen zukommt, so wie halt sonst auch, nur mit mehr Kerzen und Lebkuchen und Waln\u00fcssen und Feigen und Datteln und Orangen und Marzipan usw. Und ja, so ein Gl\u00e4schen Gl\u00fchwein ist einfach was Angenehmes, und dass es in dieser Welt immer noch gen\u00fcgend Holz gibt, mit dem man ein prasselndes Feuer entfacht, kann aus dieser Dankbarkeit heraus das Innere durchaus auf Hochglanz polieren.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sch\u00f6n, wenn man es sich leisten kann, an einem &#8222;Endspurt&#8220; nicht teilzunehmen, hier ist nat\u00fcrlich der Weihnachtsendspurt gemeint. 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