{"id":14888,"date":"2021-12-15T09:45:41","date_gmt":"2021-12-15T09:45:41","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=14888"},"modified":"2021-12-15T09:45:41","modified_gmt":"2021-12-15T09:45:41","slug":"endgueltiges-anders","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=14888","title":{"rendered":"endg\u00fcltiges Anders"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-14889\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/20211215_094134-292x300.jpg\" alt=\"\" width=\"356\" height=\"366\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/20211215_094134-292x300.jpg 292w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/20211215_094134-768x789.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/20211215_094134-997x1024.jpg 997w\" sizes=\"auto, (max-width: 356px) 100vw, 356px\" \/><\/p>\n<h5>Im indischen Zeitenkreislauf gibt es tats\u00e4chlich eine positive Ver\u00e4nderung, wenn der Zeiger die Zw\u00f6lf durchquert. Das Problem ist, dass niemand wei\u00df, wie lange die geistige Umnachtung der Menschheit andauert, die man vor Zw\u00f6lf vermutet, nein, nicht vermutet, sondern voll drinsteckt in ihren Ausl\u00e4ufern und Kan\u00e4len und T\u00e4uschungsman\u00f6vern. Denn selbst der Dunkelste unter uns, wenn es ihn denn nun g\u00e4be, br\u00e4uchte ein Spielfeld, um sich und die mitgebrachte Last des Schicksals auszudr\u00fccken. Nun kann bekanntlich auch ein gro\u00dfer Druck\u00a0 positive Auswirkungen haben. Man erw\u00e4hnt im Orient gerne den Diamanten, aber zu diesem Hochdruck geh\u00f6rt auch das Geborenwerden, und eigentlich kann auch dieser Druck nur weichen, wenn die Ereignisse um das monumentale Geschehen so g\u00fcnstig wie m\u00f6glich sind. Oft sind sie es nicht, und wir k\u00f6nnen davon ausgehen, dass da drau\u00dfen mehr Verwundete und von Geburt an Gesch\u00e4digte herumlaufen, als wir uns vorstellen m\u00f6chten, k\u00f6nnen wir uns doch zuweilen unsere eigene Befindlichkeit unter den gegebenen Umst\u00e4nden kaum vorstellen. War ich trotz der dramatischen Lage gewollt, freute sich jemand \u00fcber meine Ankunft undsoweiter, hinein in die Fragen, die wir uns immer wieder stellen, und weiter voran in die m\u00f6gliche Freiheit einer eigenen Gestaltung, wenn einige Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten der Dramaturgie erfasst sind und der Wille zur Selbstgestaltung sich durchsetzen konnte. Allerdings hei\u00dft das Weltgef\u00fcge nicht umsonst &#8222;Drama&#8220;, denn wahrlich dramatische Dinge geschehen hier, die einen unaufh\u00f6rlich zum Nachdenken anregen k\u00f6nnen, ahnt man nicht irgendwann, dass man selbst einmal ein Ende des Spiels bedeuten wird, w\u00e4hrend die Anderen weiterspielen. Daher bin ich der Pandemie auch zuweilen dankbar, n\u00e4mlich (und nur als ein Beispiel) dass sie uns auf vielfache Weise \u00fcber den Rand des Tellers schauen l\u00e4sst, denn am Tellerrand kann man gem\u00fctlich entlangwandern in der Vorstellung, man k\u00e4me z\u00fcgig voran. Doch wenn dieser Sicherheitsgurt, als stetige Wiederholung des Gewohnten, einmal wegf\u00e4llt, umgibt uns auf einmal die abgr\u00fcndige Tiefe dessen, was schon immer drumherum war. So entsteht wie von selbst durch den Druck dieses Schreckens, in das vollkommen Unbekannte geworfen zu werden, eine Gegenwehr. Auf einmal wollen ganz viele Menschen wissen, was denn eigentlich los ist, bei sich oder im Haus oder im Land oder in der Welt \u00fcberhaupt. Ist etwas entgleist? Kann das, was geschehen ist, wieder heilen? Alle sind betroffen. Alle R\u00e4der der von Menschen konstruierten Maschinerie laufen auf Hochtouren. Ein Notfall ist eingetroffen, an dem alle beteiligt sind, und alles Lebendige will leben, solange es kann, das gilt auch f\u00fcr Viren. So taucht auf einmal aus dem Nebel des Ungewissen die dringliche Frage nach den Ver\u00e4nderungen auf. Muss ich oder will ich \u00fcberhaupt und kann ich denn selbst etwas ver\u00e4ndern? Vor allem da, wo mir das Vorgefundene unverr\u00fcckbar schien oder noch scheint, bis endg\u00fcltiges Anders eintritt. Wenn also etwas geschieht, was durch nichts mehr zu leugnen ist, und wenn diese durch Erkennen entstandene Klarheit sichtbar im Raum steht, dann ist Ver\u00e4nderung m\u00f6glich, nat\u00fcrlich auch sie nur unter eigenen Bedingungen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im indischen Zeitenkreislauf gibt es tats\u00e4chlich eine positive Ver\u00e4nderung, wenn der Zeiger die Zw\u00f6lf durchquert. 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