{"id":14682,"date":"2021-11-19T08:39:35","date_gmt":"2021-11-19T08:39:35","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=14682"},"modified":"2021-11-19T08:39:35","modified_gmt":"2021-11-19T08:39:35","slug":"einschaetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=14682","title":{"rendered":"einsch\u00e4tzen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-14683\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20211117_180614-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"356\" height=\"356\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20211117_180614-300x300.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20211117_180614-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20211117_180614-768x768.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20211117_180614-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20211117_180614-365x365.jpg 365w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20211117_180614-500x500.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 356px) 100vw, 356px\" \/><\/p>\n<h5>Das Bild stammt von einer Spiegelung in meinem Fenster, und man kann darauf nichts erkennen. Man kann h\u00f6chstens bemerken, dass man immer etwas erkennen m\u00f6chte, und dann schafft man es auch. Bei einer Bildbeschreibung k\u00f6nnte man zum Beispiel eine Karawane erkennen, die sich langsam auf den Mund eines schl\u00e4frigen M\u00e4dchens zubewegt, aber es gibt ja auch f\u00fcr einen selbst\u00a0 keinen Sehzwang. Das Herumr\u00e4tseln, warum einem etwas gef\u00e4llt oder zusagt, erweitert zumindest die Kenntnis von sich selbst, sofern man daran interessiert ist. Manchmal erinnere ich mich an einen dieser Spr\u00fcche, die sich in der Welt breit gemacht haben, ohne dass sie irgend jemand erkl\u00e4ren kann, zum Beispiel dass wir (Menschen) nur einen sehr geringen Teil unserer Gehirnkapazit\u00e4t nutzen, und es ansonsten sehr viel Luft nach oben und unten und hinten und vorne gibt, aber was bedeutet das. Vor einiger Zeit fand ich es mal interessant, einige Personen spontan zu\u00a0 fragen, zu wieviel Prozent sie denken, dass sie sich (schon) selbst sind, das war ziemlich verbl\u00fcffend und sah f\u00fcr mich eher nach Untersch\u00e4tzung aus als nach der erwarteten \u00dcbersch\u00e4tzung. Selbst wenn jemand 80 oder gar 90 Prozent des Sichselbstseins angeben w\u00fcrde, dann w\u00e4re das sehr schwer einzusch\u00e4tzen, denn es gibt f\u00fcr das Selbstsein keinen Ma\u00dfstab, an dem man sich\u00a0 zurechtrangeln kann. Denn jede\/r erf\u00e4hrt sich ja als sich selbst, und es kommt darauf an, was man aus sich herausholen kann und in welche Richtung sich diese Aktivit\u00e4t entwickelt. Eine meiner fr\u00fcheren Meditationslehrerinenn meinte einmal auf meine Frage, ob es sie nicht st\u00f6ren w\u00fcrde, dass so viele in der Meditationswelt herumh\u00e4ngen, ohne tieferes Interesse an der Praxis zu haben, dass es , sagte sie, immer nur um ein paar Wenige ginge, denen es gelingt, die Hindernisse auf dem Weg zu bew\u00e4ltigen, die durchaus einer epischen Heldenreise gleichen, pardon, einer epischen Heldinnenreise meinte ich nat\u00fcrlich. Denn das kommt ja noch dazu, dass wir uns letztendlich zwar Anregungen holen k\u00f6nnen, aber keinerlei Beispiele vor Augen haben f\u00fcr einen Weg, der \u00fcberhaupt nur f\u00fcr Einzelne m\u00f6glich ist. Es ist keineswegs ein Eliteprogramm, obwohl es zuweilen so gesehen wird, aber wer sollte wen abhalten von dem Wunsch, sich selbst kennen zu lernen. So hat man zum Beispiel f\u00fcr diesen Weg im Orient extra R\u00e4umlichkeiten eingerichtet, wo Sich-selbst-erkennen-wollende sich zusammenfinden, um das zu \u00fcben, was ziemlich viel Aufmerksamkeit und Stille und ganz bestimmte Bedingungen braucht, um \u00fcberhaupt stattfinden zu k\u00f6nnen. Es ist ziemlich sinnlos, \u00fcber die Resultate solcher Anstrengungen zu streiten, denn, wie ich gestern in einem Gespr\u00e4ch h\u00f6rte, wird auch \u00fcber den Dalai Lama gemunkelt, er h\u00e4tte sich allerhand vorgegaukelt, wer will das angemessen beurteilen k\u00f6nnen. Ich hatte mir auch schon mal gew\u00fcnscht, der Dalai Lama, den ich sehr sch\u00e4tze, w\u00fcrde diese supergro\u00dfen H\u00fcte seiner Sekte mal irgendwann ablegen und heruntersteigen von den \u00fcberm\u00e4\u00dfig gro\u00dfen Podien, um f\u00fcr einfache Gesch\u00f6pfe den Gott zu spielen, ja muss denn das sein. Offensichtlich muss es, denn es ist. So muss man sich bei aller deutungsfreien Spiegelung als das Seiende betrachten, das gerade so ist, wie es ist. Und wenn diese brenzlige Sache in Bewegung bleiben kann, entsteht von selbst ein Luftzug, der sich als Atem entpuppen kann f\u00fcr weitere M\u00f6glichkeiten. Mal schauen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bild stammt von einer Spiegelung in meinem Fenster, und man kann darauf nichts erkennen. Man kann h\u00f6chstens bemerken, dass man immer etwas erkennen m\u00f6chte, und dann schafft man es auch. 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