{"id":14627,"date":"2021-11-12T09:15:09","date_gmt":"2021-11-12T09:15:09","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=14627"},"modified":"2021-11-12T14:54:13","modified_gmt":"2021-11-12T14:54:13","slug":"durchkommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=14627","title":{"rendered":"durchkommen"},"content":{"rendered":"<h6><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-14629\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20211111_170006-233x300.jpg\" alt=\"\" width=\"331\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20211111_170006-233x300.jpg 233w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20211111_170006-768x991.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20211111_170006-794x1024.jpg 794w\" sizes=\"auto, (max-width: 331px) 100vw, 331px\" \/><br \/>\nLupe auf Auge<\/h6>\n<h5>Das sind Zeiten, ja was sind denn das f\u00fcr Zeiten. Oder gibt es nur die eine, in der wir uns fortbewegen und uns angew\u00f6hnt haben, sie das Leben zu nennen, unser Leben nat\u00fcrlich, obwohl wir uns auch viel mit anderen besch\u00e4ftigen, den Leben von toten und lebendigen Personen. H\u00e4ufig kann es einem auch leichter vorkommen, in andere Leben hineinzuschauen \u00fcber Filme und B\u00fccher etcetera, als in unser eigenes, wo wir als Hauptpersonen jederzeit damit umgehen m\u00fcssen, dass wir selbst es sind, die in dieser Haut stecken und schauen m\u00fcssen, wie wir zurecht kommen. Auch auf einem der d\u00fcstersten Niemandszonen\u00a0 der Weltpsyche bringen Menschen noch die Kraft auf, Unterk\u00fcnfte aus Zweigen zu bauen, denn keiner will sterben, und keiner will verhungern. Es hilft nichts, dar\u00fcber etwas zu sagen, man will nur nicht g\u00e4nzlich verstummen im Angesicht des Unertr\u00e4glichen. Wir haben uns ja auch etwas daran gew\u00f6hnt, dass uns vieles verst\u00e4ndlich vorkommt, so, als k\u00f6nnte man es durch Zuschauen erfassen und dabei belassen. Da hat zugegebenerweise das kleine Virus einiges geleistet in der Darbietung der Zusammenh\u00e4nge. Auch da hapert&#8217;s. Man (ich) hat sich (habe mich) endlich durchgerungen, einen Arzttermin zu machen, aber die \u00c4rztin ist bis auf weiteres krank. Zwei Freunde, beide hei\u00dfe Impfgegner, melden sich aus der Quarant\u00e4ne. &#8222;Wir sind gesund&#8220;, t\u00f6nt es aus dem freigeschalteten Telefon, und zum Gl\u00fcck sage ich nichts, denn ich habe gar keine Worte. Wann muss ein Mensch auch andere bedenken, und wann nicht. Wir leben in Zeiten, wo die schnellen Antworten derart platt herumfliegen, dass man die Gelegenheit ergreifen kann zu schauen, was man \u00fcberhaupt beantworten kann und m\u00f6chte, und was nicht. Auf jeden Fall achte ich zur Zeit darauf, dass ich samstags um 11 Uhr zum Einkaufen losfahre, um zumindest einen Teil von Satire de luxe mitzubekommen, von denen man nat\u00fcrlich auch nicht erwarten darf, dass sie uneingeschr\u00e4nkte Sahne bieten. Aber ich empfand Lachen schon h\u00e4ufig als eine gut funktionierende Medizin. Was einem auch nicht mehr so h\u00e4ufig auff\u00e4llt ist, dass wir in einem Land leben, wo man schon sehr, sehr viel sagen kann, ohne gefoltert zu werden. Man kann zum Beispiel sagen, dass man Friedrich Merz partout an keiner Spitze sehen m\u00f6chte, und wenn wir genug sind, dann klappt das auch hoffentlich nicht. Ach so, ich bin ja gar nicht in einer Partei, der Himmel beh\u00fcte. So muss ich mich wie gewohnt um meine eigene Latte k\u00fcmmern, auf der wenig moralische Geheimzeichen angebracht sind, nur einige Hinweise auf das, was unbedingt zu unterlassen ist. Auch wenn es manchmal gut tut, sich am richtigen Ort \u00fcber etwas Emp\u00f6rendes auszulassen, wohl wissend, wie wenig man meist bewerkstelligen kann an Hilfreichem. Dem Virus gelingt es , neue Schockwellen in die Matrix zu senden. Ungern vergeudet man die kostbare Zeit mit Staunen \u00fcber krass steigende Inzidenzen. Und genau wie in Indien wollen Regierungen dieses Jahr die rituellen Massenversammlungen &#8211; oder vergn\u00fcgungen nicht mehr total einschr\u00e4nken, damit die Illusion des konstruierten Normals\u00a0 sich wieder stabilisieren kann. Und die Jecken wollen nat\u00fcrlich nicht verzichten m\u00fcssen auf all das Herumgehen als ein\/e\u00a0 Andere\/r, obwohl, hallo Leute, der Prinz Covid hat und deshalb die ganze K\u00f6nigsfamilie vermutlich in Quarant\u00e4ne sitzt und vielleicht gerne einen anderen Prinzen gehabt h\u00e4tte, der eben kein Covid bekommt. Aber weltliche Herrscher sind bekanntlich nicht allm\u00e4chtig, und auch sonst h\u00f6ren wir wenig \u00dcberzeugendes \u00fcber Allmacht. Eher \u00fcber bescheidene Schritte. Wie man gut durchkommt durch die Zeit, in der wir leben.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lupe auf Auge Das sind Zeiten, ja was sind denn das f\u00fcr Zeiten. Oder gibt es nur die eine, in der wir uns fortbewegen und uns angew\u00f6hnt haben, sie das Leben zu nennen, unser Leben nat\u00fcrlich, obwohl wir uns auch viel mit anderen besch\u00e4ftigen, den Leben von toten und lebendigen Personen. 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