{"id":14604,"date":"2021-11-09T09:47:38","date_gmt":"2021-11-09T09:47:38","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=14604"},"modified":"2021-11-09T09:56:40","modified_gmt":"2021-11-09T09:56:40","slug":"prompt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=14604","title":{"rendered":"prompt"},"content":{"rendered":"<h1><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-14605\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20211109_092120-174x300.jpg\" alt=\"\" width=\"174\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20211109_092120-174x300.jpg 174w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20211109_092120-594x1024.jpg 594w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20211109_092120.jpg 615w\" sizes=\"auto, (max-width: 174px) 100vw, 174px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-14606\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20211109_092424-197x300.jpg\" alt=\"\" width=\"197\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20211109_092424-197x300.jpg 197w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20211109_092424.jpg 633w\" sizes=\"auto, (max-width: 197px) 100vw, 197px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-14607\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20211109_092753-217x300.jpg\" alt=\"\" width=\"217\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20211109_092753-217x300.jpg 217w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20211109_092753-768x1063.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20211109_092753-740x1024.jpg 740w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20211109_092753.jpg 926w\" sizes=\"auto, (max-width: 217px) 100vw, 217px\" \/><\/h1>\n<h5>Prompt tauchte ich ein in die Vergangenheitsgew\u00e4sser, in denen es oft gr\u00e4sslich und sprachlos zugeht, bis irgendwann jemand, zum Beispiel ich als \u00dcberlebende oder Noch-Lebende, entlangwandere an dem, was niemals, so sagt man doch, vergessen werden darf oder soll. Au\u00dfer Menschen haben ja auch Dinge \u00fcberlebt, kostbare Dinge, die zu Ritualen geh\u00f6rten, die nur d i e kannten, aus deren Kultur sie stammten. Jetzt, unter Glas die Objekte erfassend, das Auge hin-und hergerissen zwischen Schauder und Sch\u00f6nheit, anerkennt man gerne\u00a0 die M\u00fche, die in solchen Darbietungen liegt, ohne sich davon in den dunklen Sog ziehen zu lassen, der auch noch vorhanden ist und von dem man wei\u00df, dass er aus einer unmenschlichen Ausl\u00f6schung entstand, die einen freien Geist nicht mehr wirklich erm\u00f6glicht, wenn man sich diesen vorstellt wie die Vielschichtigkeit des \u00c4thers an einem wolkenlosen Tag. Es ist hilfreich und notwendig zu wissen, zu was wir Menschen f\u00e4hig sind, damit man auf der einen wie auf der anderen Seite nicht zu sch\u00e4dlichen \u00dcbersch\u00e4tzungen neigt und die vorhandenen H\u00f6hen austariert mit den entsprechenden Tiefen, Vielleicht hei\u00dft deshalb der Titel der Ausstellung, aus der diese von uns dort gemachten Photos &#8222;In die Weite&#8220;, und der bestrebt ist, 1700 Jahre j\u00fcdisches Leben in Deutschland in eine Form der Erinnerung zu bringen, die man je nach Augenma\u00df von dem Dargebotenen ablesen kann. Ich war geradezu beeindruckt von der Intensit\u00e4t, mit der die Herumwandernden in das kleine, sehr handliche B\u00fcchlein schauten, das man mit der Eintrittskarte bekam, um Gesehenes besser zu verstehen. Die Szene wirkte ein bisschen wie am Ende von &#8222;Fahrenheit 451&#8220;, und gerne h\u00e4tte ich von diesen BesucherInnen Bilder gemacht, wenn das so einfach w\u00e4re und ich mein Smartphone nicht zu Hause gelassen h\u00e4tte, sodass ich um eins bitten musste, wenn mich etwas anr\u00fchrte. Mich r\u00fchrte die aschene Dunkelheit des Erhaltenen an, von dem man absolut nichts wei\u00df au\u00dfer dem, was hier unter Glas liegt. Vertraut kommt es mir vor, denn ich liebe es auch, dieses Zusammengef\u00fcgte an Schicksalshaftem, aus dessen Entgrenzungen ich nicht nur geboren war, sondern ich liebte es aufs Neue und auf meine Weise: die Schriftrollen und die Magie des Wortes, das selbst dem Feuer standh\u00e4lt. Etwas weiter sa\u00dfen im Raum Musiker, die spielten auf alten Instrumenten sehr alte Melodien, und andere sangen Lieder dazu. Am besten hat mir vielleicht doch das Bild oben rechts gefallen, das ich wahrgenommen, aber selbst nicht aufgenommen habe. Wenn ich mich recht erinnere, fing dieser Mann sehr, sehr sp\u00e4t im Leben an, Collagen und Zeichnungen zu machen. Unglaublich viele machte er und schrieb unter sie jeweils S\u00e4tze, durch die etwas Bestimmtes oder eine bestimmte Zeit einem\u00a0 manchmal n\u00e4her kamen als so manch eigener Gedanke. So steht unter diesem Bild zum Beispiel : &#8222;Heut&#8216; werd ich den Hitler w\u00e4hlen, denn er kann uns so sch\u00f6ne M\u00e4rchen erz\u00e4hlen&#8220;. Dass gerade seine Bilder und Worte nicht verloren gegangen und heute in einem renommierten Museum zu sehen und zu lesen sind, freut mich ungemein, auch wenn ich meine Freude leider mit ihm nicht teilen kann.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prompt tauchte ich ein in die Vergangenheitsgew\u00e4sser, in denen es oft gr\u00e4sslich und sprachlos zugeht, bis irgendwann jemand, zum Beispiel ich als \u00dcberlebende oder Noch-Lebende, entlangwandere an dem, was niemals, so sagt man doch, vergessen werden darf oder soll. 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