{"id":14488,"date":"2021-10-26T09:36:37","date_gmt":"2021-10-26T09:36:37","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=14488"},"modified":"2021-10-26T09:36:37","modified_gmt":"2021-10-26T09:36:37","slug":"unleugbar-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=14488","title":{"rendered":"unleugbar"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-14483\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/20211023_162121-300x294.jpg\" alt=\"\" width=\"358\" height=\"351\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/20211023_162121-300x294.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/20211023_162121-768x752.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/20211023_162121-1024x1003.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 358px) 100vw, 358px\" \/><\/p>\n<h5>Auf der anderen Seite, wo auch immer man sie orten m\u00f6chte, sind wir doch als gerade existierende Menschheit in einem wahrlich atemberaubenden Abschnitt des Dramas gelandet, wo es (auch) um die Bew\u00e4ltigung eines Salto Mortale geht und niemand wei\u00df, wer danach wieder mit den F\u00fc\u00dfen auf dem Boden steht, oder schmerzhaft durch die Luft gewirbelt wird, nur, um verwundet oder gar leblos am Boden liegen zu bleiben. Oder k\u00fcnstlich beatmet werden muss, oder von allem Glauben ablassen und sich mit der Nacktheit des Vorgefundenen herumschlagen will wie einst die Helden und Heldinnen der Epen, oder wie in den Filmstreifen, die abends beim Knabbern aufgesogen werden, ohne auch nur zu ahnen, dass man selbst im Film sitzt und die Dinge ihren Lauf nehmen, den man ihnen l\u00e4sst. Oder aber, warum nicht, sich sch\u00f6pferisch angeregt f\u00fchlt durch die neuen Herausforderungen, denen man g\u00fcnstigerweise als sich selbst begegnet, und schon bewegt man sich zu auf die N\u00e4he des Auges, von dem aus der Wirbelsturm zwar noch seine gewaltsamen Spielformen zeigt, aber f\u00fcr das Auge selbst keine Bedrohung mehr darstellt. Als ich mich einst eine Zeitlang in der Versunkenheit meditativer Tiefen \u00fcbte, f\u00fchlte ich mich vertraut mit der Welt des Schwingenden oder der Befl\u00fcgelungen, f\u00fcr die ganze Heerscharen von K\u00fcnstlern und K\u00fcnstlerinnen einen Ausdruck suchten. Ich malte auch meine eigenen Engel, die oft mit m\u00e4chtigen und geschlechtslosen K\u00f6rpern an Abgr\u00fcnden herumhingen und still und mitf\u00fchlend auf das Toben des Menschengewimmels starrten. Da man sich, also ich mich aber selbst oft genug im Toben des eigenen Schicksals zurechtfinden musste, so war es doch gut zu wissen, dass es so ein Auge gibt, in dem man Kraft und Ruhe tanken kann und vom Scheinbaren nicht \u00fcberw\u00e4ltigt wird. Und so hat uns einerseits die Pandemie zumindest so weit im Griff, dass die Maskierung der Gesichtsh\u00e4lfte zu einer Norm werden konnte, und andrerseits hat sich der Blick gesch\u00e4rft f\u00fcr das, was uns verloren gehen kann, wenn wir nicht achtsam damit umgehen oder bereits so unachtsam damit umgegangen sind, sodass der gemeinsame Wohnort der Menschheit in akkuter Gefahr ist. Aus der geschundenen Erde wachsen die Trostpflaster hervor wie Pilze, die keiner mehr findet. Wir haben uns daran gew\u00f6hnt, mitten im Wunder zu leben, aber wo ist das Wunder? Gab es ein Wunder? Ein verwundetes Wunder oder ein verlorenes Wunder. Von Wunder zu Wunde und wieder zur\u00fcck? Wie kam es dazu. Ging etwas verloren?<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der anderen Seite, wo auch immer man sie orten m\u00f6chte, sind wir doch als gerade existierende Menschheit in einem wahrlich atemberaubenden Abschnitt des Dramas gelandet, wo es (auch) um die Bew\u00e4ltigung eines Salto Mortale geht und niemand wei\u00df, wer danach wieder mit den F\u00fc\u00dfen auf dem Boden steht, oder schmerzhaft durch die Luft gewirbelt [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-14488","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14488","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14488"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14488\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14492,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14488\/revisions\/14492"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14488"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14488"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14488"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}