{"id":14449,"date":"2021-10-20T08:08:51","date_gmt":"2021-10-20T08:08:51","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=14449"},"modified":"2021-10-20T08:14:03","modified_gmt":"2021-10-20T08:14:03","slug":"ausstrahlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=14449","title":{"rendered":"ausstrahlen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-14450\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/20211019_184048-300x280.jpg\" alt=\"\" width=\"358\" height=\"334\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/20211019_184048-300x280.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/20211019_184048.jpg 550w\" sizes=\"auto, (max-width: 358px) 100vw, 358px\" \/><\/p>\n<h5>Was einem halt so ins Auge f\u00e4llt unterwegs, und was man gem\u00e4\u00df der digitalen Revolution, einfach schnell mitnehmen kann. Wenn man dieses Mitnehmen der Bilder aber nicht als Sucht betreibt, sondern aus anderen Gr\u00fcnden eine Auswahl trifft, dann ist es nat\u00fcrlich auch sch\u00f6n, es zu teilen. Mir pers\u00f6nlich h\u00e4tte ja &#8222;Ich strahle aus&#8220; schon gereicht, der Neid soll den Designer holen, dass man nicht selber drauf kam. Durch das Giftgr\u00fcn bekommt es leider eine etwas giftige T\u00f6nung. Aber es lohnt sich auf jeden Fall, einmal zu schauen, was man so hinausstrahlt in die Welt, und ob man die Wirkung der eigenen Ausstrahlung einsch\u00e4tzen kann, sollte dieses Thema einmal vor\u00fcbergehend\u00a0 an Wichtigkeit gewinnen. Ob Beuys diesen Satz nun gesagt hat oder nicht, so ist doch der Kontext klar. Denn Beuys war zweifellos in seiner Zeit ein begabter Ausstrahler, der mit seiner sch\u00f6pferischen Kraft eine L\u00fccke erzeugen konnte, durch die er selbst hindurchstieg. Da es seine L\u00fccke war, trat er also dort in Erscheinung und erzeugte, \u00fcbrigens wie alle Originale, eine Menge Bewegung. Ohne diese Einzeltuenden g\u00e4be es verdammt wenig Freir\u00e4ume im dichten Netz der Matrix. Und egal, wie man sie pers\u00f6nlich dann letztendlich findet oder die pers\u00f6nliche Meinung kundgetan hat, wird sie sofort irrelevant wie die meisten Meinungen, denn die Urspr\u00fcnglichkeit des Geschehens allein ist vollkommen unabh\u00e4ngig von Meinungen, so nutzvoll diese zuweilen sein k\u00f6nnen. So habe ich (bereits) diesen gr\u00fcnen Neonlicht-Satz zum Anlass genommen, endlich die f\u00fcnf B\u00fccher \u00fcber Beuys, von denen ich Weiteres \u00fcber Beuys verstehen wollte, auf den Arm zu laden und sie an einen anderen Ort zu bringen, wo sie mich nicht st\u00e4ndig erinnern an eine Idee, die ich mal hatte. Ich wollte n\u00e4mlich aus diesen B\u00fcchern alles herausschreiben, was Menschen \u00fcber Beuys gedacht und gesagt haben, die sich an seiner Unverst\u00e4ndlichkeit mit Deutungen abgerackert haben. Und dass eben genau dadurch etwas mit einem Menschen geschieht, was er niemals gewollt haben sollte, n\u00e4mlich zu einer Institution zu werden, die man mit angemessenen Ritualen am Leben halten muss. Oder konnte er doch nicht widerstehen, oder die Einsamkeit wurde auch in ihm so schwer, dass er wieder zur\u00fcckkam zu denen, die sich Sorgen um ihn machten. Wegen der Umnachtung, die die Einsamen treffen kann, wenn sie ihr eigenes Licht finden, aber wenig Gegenlicht finden vielleicht. Deswegen habe ich verstanden, dass ich aus den B\u00fcchern \u00fcber ihn das, was ich gerne gewusst h\u00e4tte, nicht lernen kann, denn mein Wissen w\u00e4re genau so begrenzt gewesen. Und dann noch: Ob Joseph Beuys wirklich wusste, wer er wirklich ist, das konnte nur er, wenn er es konnte, beurteilen. Und nun ist er tot. Am zw\u00f6lften Mai war\/\u00e4re er hundert geworden.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was einem halt so ins Auge f\u00e4llt unterwegs, und was man gem\u00e4\u00df der digitalen Revolution, einfach schnell mitnehmen kann. Wenn man dieses Mitnehmen der Bilder aber nicht als Sucht betreibt, sondern aus anderen Gr\u00fcnden eine Auswahl trifft, dann ist es nat\u00fcrlich auch sch\u00f6n, es zu teilen. Mir pers\u00f6nlich h\u00e4tte ja &#8222;Ich strahle aus&#8220; schon gereicht, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-14449","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14449","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14449"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14449\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14455,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14449\/revisions\/14455"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14449"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14449"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14449"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}