{"id":1443,"date":"2016-12-02T05:45:01","date_gmt":"2016-12-02T05:45:01","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=1443"},"modified":"2016-12-02T05:45:01","modified_gmt":"2016-12-02T05:45:01","slug":"fremde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=1443","title":{"rendered":"Fremde"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1445\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161202_1103531-173x300.jpg\" alt=\"20161202_1103531\" width=\"173\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161202_1103531-173x300.jpg 173w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161202_1103531-768x1331.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161202_1103531-591x1024.jpg 591w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161202_1103531.jpg 1072w\" sizes=\"auto, (max-width: 173px) 100vw, 173px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1446\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161202_1106201-190x300.png\" alt=\"20161202_1106201\" width=\"190\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161202_1106201-190x300.png 190w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161202_1106201-650x1024.png 650w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161202_1106201.png 699w\" sizes=\"auto, (max-width: 190px) 100vw, 190px\" \/><\/p>\n<p>Als mich die ersten Nachfragen meiner afrikanischen und afghanischen Freunde aus Deutschland via WhatsApp erreichten, wie es mir &#8222;dort&#8220; ginge, da wurde mir klar, dass auch ich nun wieder &#8222;Ausl\u00e4nderin&#8220; bin. Ich wei\u00df aus Erfahrung, wie lange es dauert, bis man einen Ort bzw eine andere Kuktur als ein &#8222;Zuhause&#8220; empfinden kann. Jemand hat mal gesagt, dass Zuhause da ist, wo einen niemand rauswerfen kann. Es hat auch was mit offiziellen Daten in Papieren zu tun: der Pass, das Visa, die Aufenthaltgenehmigung. Fr\u00fcher habe ich mal ohne Visa und mit abgelaufenem Pass in Tempeln gewohnt, einerseits im System integriert, andrerseits durch meine eigene individuelle Sch\u00f6pferfreude gelebt. Ich habe Feuer geh\u00fctet und Asche ges\u00e4ubert, sprich: ein paar wesentliche Dinge von der Pike auf gelernt, zB auch wie man ein Messinggef\u00e4\u00df reinigt, oder wie man ein Feuer am Leben erh\u00e4lt, obwohl es zu erl\u00f6schen droht. Wenn man eigene Ordnungen dazuf\u00fcgt, sind sie einfacher einzuhalten. Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter st\u00f6\u00dft man auf die universellen Gesetze und lernt bereitwillig, ihre Bedingungen zu achten. Bis man sich die darin enthaltene Freiheit zueigen machen kann und den eigenen Dramen und den Dramen der Anderen immer weniger ausgeliefert ist. Ich bin gerne Fremde. Eine Fremde, die gelernt hat, sich im System zu bewegen. Viel Liebe ist aus mir herausgestr\u00f6mt zu diesen Menschen. Oft war es die Dankbarkeit,\u00a0 f\u00fcr die \u00fcberw\u00e4ltigende Sch\u00f6nheit des Raumes, und dass sie mich darin willkommen gehei\u00dfen haben. Und Fremdheit verschwindet auch da, wo man sich dem Menschsein \u00f6ffnet, ein erstaunliches Wunder: wie sehr das Menschliche sich \u00fcberall gleicht! Je leichter die eigene B\u00fcrde, desto freier wird der Blick auf das Hiersein mit sich selbst und den Anderen.<\/p>\n<p>Diese zwei Photos habe ich heute fr\u00fch gemacht Der Hund kam und legte seine Pfote auf meinen (Barfu\u00df)- Schuh. Das andere Bild zeigt Durga, deren Aufgabe es ist, im Eisernen Zeitalter die D\u00e4monen zu t\u00f6ten. Alles bestens organisiert!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als mich die ersten Nachfragen meiner afrikanischen und afghanischen Freunde aus Deutschland via WhatsApp erreichten, wie es mir &#8222;dort&#8220; ginge, da wurde mir klar, dass auch ich nun wieder &#8222;Ausl\u00e4nderin&#8220; bin. Ich wei\u00df aus Erfahrung, wie lange es dauert, bis man einen Ort bzw eine andere Kuktur als ein &#8222;Zuhause&#8220; empfinden kann. 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