{"id":14429,"date":"2021-10-13T08:04:24","date_gmt":"2021-10-13T08:04:24","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=14429"},"modified":"2021-10-13T08:04:24","modified_gmt":"2021-10-13T08:04:24","slug":"aufbauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=14429","title":{"rendered":"aufbauen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-14420\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/20211011_162244-e1634109203136-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"355\" height=\"355\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/20211011_162244-e1634109203136-300x300.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/20211011_162244-e1634109203136-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/20211011_162244-e1634109203136-768x768.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/20211011_162244-e1634109203136-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/20211011_162244-e1634109203136-365x365.jpg 365w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/20211011_162244-e1634109203136-500x500.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 355px) 100vw, 355px\" \/><\/p>\n<h5>&#8222;Ungewiss&#8220; &#8211; ist das der zeitgem\u00e4\u00dfe Schreckensbegriff, der den Schlaf rauben kann, oder ist es gar eine Zauberformel, so alt und ungetr\u00fcbt in seiner Anwesenheit wie die Zeit und das Spiel selbst. Denn was war denn jemals gewiss. Kein Zweifel, schreckliche Dinge passieren und werfen immer und immer wieder Einzelne und ganze V\u00f6lker in unvorstellbare Pr\u00fcfungen, die keiner je ahnen konnte. Und nun kommt es darauf an, wie man das alles wahrnimmt, wie man sich \u00fcberhaupt angew\u00f6hnt hat, die Vorg\u00e4nge der Welt zu betrachten, bis man merkt, dass man selbst im Einsatz ist. Und vermutlich habe ich mich (u.a.) von allem religi\u00f6sen Treiben so weit entfernt, weil ich sonst in nutzloses Gr\u00fcbeln komme, da man all diese Stories auf so vielseitige Weise sehen kann und dabei vergisst, dass die Geschehnisse des Damals und des Heute sich in vieler Hinsicht \u00e4hneln, und so bleiben vielleicht nur Worte, wenn &#8222;ein Kreuz&#8220; getragen wird, aber es sagt dennoch etwas aus \u00fcber die Last des Kreuzes, oder \u00fcber die Gaffer, die bei Unf\u00e4llen auf der Autobahn Smartphones z\u00fccken, weil sie dabei waren &#8211; nur wie, und als wer? Und Trump zum Bespiel ist es gelungen, ganz Amerika in eine finstere Ungewissheit zu werfen, weil man nun noch von sehr Wenigen einen Durchblick erwarten kann, so rigoros haben sich L\u00fcge und Wahrheit durchdrungen. Ausgang und Eingang, immer im Ungewissen ruhend. Denn Eingang kann auch bedeuten, dass ich selbst gefragt bin, mich hinein zu bringen in den Ablauf der Dinge. Damit ich nicht klagen muss und auch eines Tages zu denen geh\u00f6re, die sagen (m\u00fcssen), sie h\u00e4tten es nicht gewusst. Das gro\u00dfe Es, das g\u00fcnstigerweise ein lebendiges Ich zur Seite hat, oder gar seinen Platz einnehmen kann. Und obwohl das Ungewisse immer da ist, ist es der Angsterzeuger schlechthin. Sobald etwas passiert, womit man nicht gerechnet hat, kann man vor allem nachts beobachten, wie es einen besch\u00e4ftigt. Das ist vermutlich auch der Reiz vieler Filme,\u00a0 dass da Andere sterben als ich, oder morden, oder alles verlieren. Und gerne schaut man zu, wie sich das dann meist irgendwie regelt, und selten genug wird man \u00fcberrascht. Denn oft sind nur Tuch und Turban oder Anzug und Krawatte anders, aber innen bewegen sich diese Prozesse, die sich alle mit dem Ungewissen und dem Umgang damit befassen. So gibt es zu allen Zeiten spezielle Berufe, in denen Menschen die verf\u00fcgbaren Sch\u00fcrhagen der Angst in Bewegung setzen, um meist einfach durchschaubare Profite daraus zu ziehen. Denn wenn es gelingt, andere in die Panik des Ungewissen zu treiben, kann damit gerechnet werden, dass der Ruf nach starker F\u00fchrung auftaucht. Und wenn man Pech hat, hei\u00dfen sie dann Hitler oder Putin oder Trump. Daher ist es f\u00f6rderlich f\u00fcr einen selbst, das Ungewisse als etwas zu sehen und zu erfahren, in dem ich mich st\u00e4ndig bewege. Und genau diese Beweglichkeit des Ungewissen ist es, die souver\u00e4ne Handlungsf\u00e4higkeit erst zul\u00e4sst. Denn ist etwas geschehen, kann ich d a s nicht mehr \u00e4ndern. Aber es kommt darauf an, wie ich damit umgehe, und wo und wodurch d i e Betroffenheiten in mir ausgel\u00f6st werden, die mich im Einklang mit der abenteuerlichen Freude an der Teilhabe des Lebendigen erinnern lassen, wie zart und verletzlich das Ganze aufgebaut ist.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Ungewiss&#8220; &#8211; ist das der zeitgem\u00e4\u00dfe Schreckensbegriff, der den Schlaf rauben kann, oder ist es gar eine Zauberformel, so alt und ungetr\u00fcbt in seiner Anwesenheit wie die Zeit und das Spiel selbst. Denn was war denn jemals gewiss. 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