{"id":14361,"date":"2021-10-06T07:52:32","date_gmt":"2021-10-06T07:52:32","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=14361"},"modified":"2021-10-06T08:01:21","modified_gmt":"2021-10-06T08:01:21","slug":"inneres-aussen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=14361","title":{"rendered":"r\u00e4umlich"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-14362\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/20211004_165058-293x300.jpg\" alt=\"\" width=\"354\" height=\"362\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/20211004_165058-293x300.jpg 293w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/20211004_165058-768x787.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/20211004_165058-999x1024.jpg 999w\" sizes=\"auto, (max-width: 354px) 100vw, 354px\" \/><\/p>\n<h5>Auch in sogenannten (ja wie soll ich sie denn nennen), also ich nenne sie jetzt einfach mal Kreise oder Individuen, in denen auf unerkl\u00e4rliche Weise ein Interesse sich gezeigt hat, die innere Welt als eine von der \u00e4u\u00dferen Welt unabh\u00e4ngige Energie oder R\u00e4umlichkeit zu sehen. Wodurch es erm\u00f6glicht wird, zwischen innen und au\u00dfen nicht nur unterschiedliche Wahrnehmungen zu kultivieren, sondern in letzter Konsequenz durch Kenntnisnahme dieser Unterscheidung eine Ausgleichung zu erreichen, die wesentlich zu einem entspannteren Umgang mit den Gegebenheiten beitragen kann. Da allerdings alles von uns Menschen Produzierte nur ein Resultat innerer Vorg\u00e4nge sein kann, kommt es vielleicht eher darauf an, einmal festzustellen, mit welcher Art von Prozessen ich mich eigentlich innerlich besch\u00e4ftige. Vornehmlich, wenn ich mich irgendwo sitzend vorfinde, gerade beruflich nichts zu bedenken habe und dadurch merken kann, dass ich gar nicht wei\u00df, was in mir vorgeht. Ist es wegen \u00fcberm\u00e4\u00dfigem Input zu einem Stau gekommen, br\u00e4uchte so eine Art Verdauung und Kl\u00e4rung eigentlich ein paar Tage. Aber wer hat sie schon, diese Tage? Eine Reha, so h\u00f6re ich, kann ein \u00e4u\u00dferst beliebter Ort sein und werden, denn dort herrschen ideale Bedingungen f\u00fcr Menschen, die das dringend brauchen. Eigentlich k\u00f6nnten fast alle Menschen eine Reha gebrauchen, aber ohne den Beweis einer Erkrankung kommt man dort nicht rein. Die Erkrankung muss offensichtlich geworden sein, aber dann!, endlich Ruhe von dem Ganzen. Alle um einen herum wissen, dass man an etwas leidet, und so hat man eine grundlegend offene Einstellung zu Mitherumwandernden. Hat ein schlichtes, leeres Zimmer, in das die mitgebrachten Sachen gut reinpassen und \u00fcbersichtlich sind. Und kann entspannt warten, bis man zur Badestunde und zum Durchgekenetetwerden gerufen wird. Ich hatte keinesfalls vor, hier Reklame zu machen f\u00fcr Rehas und konnte selber noch keine Erfahrung damit machen, aber von dem Bericht eines Freundes kam es mir so vor, als w\u00fcrde er einen Ashram in Indien beschreiben, wo vor allem Foreigners sich hingeordert haben, um mehr aus sich zu machen, als sie vor sich selbst schienen oder immer noch scheinen. Ich hatte das Gl\u00fcck, in einer geistigen Schulung zu landen, die nicht nur das Gurusystem ablehnte, sondern haupts\u00e4chlich unterst\u00fctzte, dass man mit Anderen oder allein herumsa\u00df und nach innen schaute. Auch diese Schule kam mir schon damals vor wie ein helles Raumschiff, in das man einsteigen konnte, um dort vom Praktizierten das mitzunehmen, was einem zug\u00e4nglich oder bek\u00f6mmlich schien, um dann an irgendeiner Haltestelle, die man unbedingt selbst bestimmen musste, wieder auszusteigen und sich umzuschauen, wo man gelandet war. Einerseits hatte man ja unz\u00e4hlbare Stunden in Stille sitzend verbracht, andrerseits wirkte noch der Bann des Systems. Vor allem die deutschen PraktikantInnen fielen damals auf durch leidenschaftliches Tragen von &#8222;Silence&#8220;-Anstecknadeln, und man konnte erkennen, wie s\u00fcchtig doch alle waren nach R\u00fcckzug. Oder konnte man sich einfach gegenseitig nicht so gut ertragen und hatte nun einen legalen Fluchtweg, sich von Sartres Definition von H\u00f6lle (also den Anderen) zu trennen. Man wei\u00df es nicht, denn selbst wenn man sich gerne als eine\/n Menschenkenner\/in sehen wollte, m\u00fcsste man zugeben, dass man ohne die Mitteilung der Anderen keinen legalen Weg hat, etwas von ihnen zu wissen. Spannend bleibt, sich einerseits geistig aufhalten zu k\u00f6nnen, wo man m\u00f6chte, sei es nun W\u00fcste, Labyrinth, Reha oder Garten,\u00a0 doch ist nicht zu \u00fcbersehen, dass Menschen heutzutage wirklich \u00fcberall sind, und aus welchem Grund sollte man auch einen Ort aufsuchen wollen, wo keine\/r\u00a0 von ihnen zu finden ist, ich meine nat\u00fcrlich: von uns. Doch wie man uns tats\u00e4chlich findet, das bleibt (noch) ein Geheimnis. Oder ist es das Geheimnis schlechthin, das findbare Ich und das dadurch gefundene Wir?<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch in sogenannten (ja wie soll ich sie denn nennen), also ich nenne sie jetzt einfach mal Kreise oder Individuen, in denen auf unerkl\u00e4rliche Weise ein Interesse sich gezeigt hat, die innere Welt als eine von der \u00e4u\u00dferen Welt unabh\u00e4ngige Energie oder R\u00e4umlichkeit zu sehen. 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