{"id":14042,"date":"2021-08-31T07:50:43","date_gmt":"2021-08-31T07:50:43","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=14042"},"modified":"2021-08-31T07:50:43","modified_gmt":"2021-08-31T07:50:43","slug":"kuemmern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=14042","title":{"rendered":"k\u00fcmmern"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-14046\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210831_090453-295x300.jpg\" alt=\"\" width=\"359\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210831_090453-295x300.jpg 295w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210831_090453-768x780.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210831_090453-1008x1024.jpg 1008w\" sizes=\"auto, (max-width: 359px) 100vw, 359px\" \/><\/p>\n<h5>Es kann eine sehr bemerkenswerte Erfahrung sein, sich um etwas k\u00fcmmern zu m\u00fcssen: um ein Tier, einen Menschen, sich selbst, eine Aufgabe. K\u00fcmmern ist meist mit einer Handlung verbunden, die die\u00a0 M\u00f6glichkeit der Kummerbehebung beinhaltet, aber nicht unbedingt. Es geht mehr um die Verbundenheit, das mitf\u00fchlende Dabeisein, die F\u00e4higkeit dazu. Das kann einen auch bei Nachrichten erwischen, f\u00fcr die man genug Interesse empfindet, sodass es einen zum Beispiel k\u00fcmmern kann, dass Menschen aus Kabul unversehrt herauskommen, und es kann einen bek\u00fcmmern, wenn etwas dabei schief geht. Bek\u00fcmmern und zum Nachdenken anregen k\u00f6nnen einen auch Menschen, die wie bei der Flutkatastrophe wirklich alles verloren haben, und man daran erinnert wird, dass alles, was man f\u00fcr sicher h\u00e4lt, in Sekundenschnelle vorbei sein kann. So wichtig dieses Wissen auch ist, so kann man dennoch nicht t\u00e4glich an die N\u00e4he des Todes denken, obwohl es als \u00dcbung in vielen meditativen Praktiken empfohlen wird, eben um die verg\u00e4ngliche Natur des Ganzen immer wieder zu belichten. Heute\u00a0 dachte ich im Kontext des genannten Wortes eher daran, dass mir auff\u00e4llt, wie wenig ich mich um den sogenannten Wahlkampf k\u00fcmmere, der ja immerhin in ein paar Tagen hierzulande stattfindet und einen Menschen an die Spitze dieses Landes katapultieren wird. Frau Merkel wird noch hier und da ein paar wohlgew\u00e4hlte Worte sprechen,dann ist die \u00c4ra Merkel endg\u00fcltig vorbei und es w\u00e4re sch\u00f6n, wenn zumindest etwas neugieriges Funkeln auftauchen w\u00fcrde \u00fcber die Nachfolge der Frau, die uns, was das Labyrinth und die Irrfahrten der Politik betrifft, ziemlich fachm\u00e4nnisch durchnavigiert hat. Und das wei\u00df man auch aus Erfahrung, dass man einerseits froh sein kann, wenn etwas endg\u00fcltig beendet ist, weil es Raum schafft f\u00fcr Neues, aber oft genug kommt auch die Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr das Vergangene erst, wenn etwas wirklich totgefahren wurde und man nicht mehr auf dem F\u00fcnfvorZw\u00f6lf herumh\u00e4mmert, sondern sich auf das Nachfolgende konzentrieren muss. Und es kann einen schon k\u00fcmmern, dass man sich auf die Gr\u00fcnen\u00a0 gerade nicht so freuen kann, aber Laschet macht&#8217;s einem auch nicht leicht, so menschlich man ihn einst fand, und dann Olaf Scholz. Gelernt hat man auch bei Angela Merkel, dass es an erotischem Flair in der Politik auch mal mangeln darf, wenn es mit erfreulicher Kompetenz ausgeglichen wird, und, das muss man Frau Merkel lassen, sie hatte Humor, eine ideale Kombination f\u00fcr erfolgreiches Handeln. Was k\u00fcmmert&#8217;s mich? Nun ja, so illusorisch das Weltgef\u00fcge in der letzten Konsequenz des Denkens auch sein mag, so ist unsere pers\u00f6nliche Wahrnehmung davon jederzeit auch eine\u00a0 M\u00f6glichkeit, eigene Tiefen auszuloten, um eventuell brachliegendem Kummer Wertsch\u00e4tzung zu geben und aufmersam zu schauen, ob man schon geeignet ist zur kompetenten, hei\u00dft hier: liebevollen Begleitung.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es kann eine sehr bemerkenswerte Erfahrung sein, sich um etwas k\u00fcmmern zu m\u00fcssen: um ein Tier, einen Menschen, sich selbst, eine Aufgabe. K\u00fcmmern ist meist mit einer Handlung verbunden, die die\u00a0 M\u00f6glichkeit der Kummerbehebung beinhaltet, aber nicht unbedingt. Es geht mehr um die Verbundenheit, das mitf\u00fchlende Dabeisein, die F\u00e4higkeit dazu. 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