{"id":1400,"date":"2016-11-26T05:30:52","date_gmt":"2016-11-26T05:30:52","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=1400"},"modified":"2016-11-26T07:23:45","modified_gmt":"2016-11-26T07:23:45","slug":"unterwegs-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=1400","title":{"rendered":"unterwegs"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1401\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/20161126_101409-173x300.jpg\" alt=\"20161126_101409\" width=\"173\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/20161126_101409-173x300.jpg 173w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/20161126_101409-768x1333.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/20161126_101409-590x1024.jpg 590w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/20161126_101409.jpg 1075w\" sizes=\"auto, (max-width: 173px) 100vw, 173px\" \/><\/p>\n<p>Ich bin noch unterwegs und habe keine Bilder oder Vorstellungen dar\u00fcber, was sich mir bei diesem Aufenthalt im viel bestaunten Indien diesmal enth\u00fcllen wird, denn die Vielfalt &#8222;ihrer&#8220; (Bharat Mata!) Tradition ist atemberaubend, und obwohl man \u00fcberall immer auf alles gefasst sein muss, muss man hier mit diesem Nichtgefasstsein permanent umgehen, man muss wach sein und es ist hilfreich zu wissen, wie es funktioniert, denn das Funktionsmittel ist das Fassungslose an sich. So war es kaum zu fassen, dass, als ich am Airport mit einigen Tausendern und F\u00fcnfhunderten in Rupien ankam, (froh, nicht gleich wechseln zu m\u00fcssen), die Scheine nicht nur \u00fcber Nacht wertlos waren, wie ich schon in Deutschland informiert worden war, sondern die Banken waren geschlossen, weil es keinen &#8222;Cash&#8220; gab. Die Menschen kamen aus dem Flugzeug und hatten kein Geld zum Weitergehen, denn auch das Wechseln von Euros brauchte ja &#8222;neue&#8220;Rupien, die aber noch nicht schnell genug ankamen im riesigen Land, um ein Chaos zu verhindern. Narendra Modi, hier weitgehend als Halbgott deklariert, pushte sein Land \u00fcber Nacht genau d i e 5 Minuten weiter, die uns vor zw\u00f6lf noch geblieben waren. Jahrelang war es F\u00fcnf vor Zw\u00f6lf gewesen, jetzt aber ein Gong! Ein bedrohliches Gemurmel im Underground, das zusammen mit dem Underground-Gemurmel des Westens und der Welt von Donald Trump etc einen dunklen Ton ergibt, der zB mit Humor erleichtert werden kann. Ich hatte zum Gl\u00fcck genug Kleingeld, um zu meinem alten Freund John. zu fahren, der in einer von ihm erschaffenen\u00a0 Kunstwerkstatt Messing-Sch\u00f6pfungen hervorbringt f\u00fcr 5Sterne Hotels, aber gleichzeitig auch Sadhu ist, eine Art M\u00f6nch, eben: wenn man es fassen will, entgleitet es einem immer wieder, denn es ist so, wie es ist, isn&#8217;t it? Als ich mein Geld dann sp\u00e4t am Abend doch auf dem Schwarzmarkt wechseln konnte mit 25% f\u00fcr den Dealer, da hatten wir schon ein Taxi gemietet, denn man konnte mit dem alten Geld noch Benzin kaufen. Sofort wurden neue Welten erschaffen, diesselben Gehirne wie vorher erschufen neue Profite, das erste Falschgeld ist\u00a0 auf dem Markt entdeckt worden, kurz: Business as usual, h\u00f6cht flexibel und gnadenlos korrupt.<\/p>\n<p>Kurz nach Delhi fuhren wir in eine riesige Dreckwolke, die der Taxidriver\u00a0 ruhig und gelassen und extrem sichtbehindert durchquerte&#8230; Ich fragte, was das denn sei. &#8222;Das ist Staub!&#8220;, war seine Antwort. Weiter nichts, eben indische Weisheit. Das ist Staub, was sonst, und wie wahr! Nur Staubwolke, weiter nichts.<\/p>\n<p>Dann kamen wir an einen Ort unterwegs, wo er Cookies kaufte. Kurz danach, links und rechts dichter Dschungel, hielt er an und Hunderte von Affen kamen von allen Seiten auf uns zu.\u00a0 8000 Affen h\u00e4tten sie hier gez\u00e4hlt, erl\u00e4uterte der Driver. Kleine, mit Gittern gesicherte W\u00e4gen hatten sich ringsherum niedergelassen mit Bananen, mit denen man f\u00fcttern konnte. Leuchtendes Indien! \u00dcberall L\u00f6sung! Ich lehne mich zur\u00fcck, bereits angef\u00fcllt mit Liebe und Geschichten, und l\u00e4chle vor mich hin.<\/p>\n<p>Ich brauche immer drei Tage irgendwo in einer Art Versteck, bis ich wieder &#8222;drin&#8220; bin, bzw bevor ich wieder einfach draussen sein kann, oder bis das Drin und das Draussen wieder in angemessenem Dialog sind. Deshalb bin ich noch unterwegs und wohne bei einer indischen Freundin bis Sonntag und habe zwei Tage Welan.<\/p>\n<p>***********************************************************<\/p>\n<p>Das Bild ist von John&#8217;s Werkstatt in Delhi, die Sonne war gerade aufgegangen&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin noch unterwegs und habe keine Bilder oder Vorstellungen dar\u00fcber, was sich mir bei diesem Aufenthalt im viel bestaunten Indien diesmal enth\u00fcllen wird, denn die Vielfalt &#8222;ihrer&#8220; (Bharat Mata!) 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