{"id":13920,"date":"2021-08-18T08:43:40","date_gmt":"2021-08-18T08:43:40","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13920"},"modified":"2021-08-18T08:44:03","modified_gmt":"2021-08-18T08:44:03","slug":"sorgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=13920","title":{"rendered":"sorgen"},"content":{"rendered":"<h1><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-13926\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210817_190006-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"368\" height=\"368\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210817_190006-300x300.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210817_190006-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210817_190006-768x768.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210817_190006-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210817_190006-365x365.jpg 365w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210817_190006-500x500.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 368px) 100vw, 368px\" \/><\/h1>\n<h5>Ja, es gibt Grund zur Sorge f\u00fcr all diejenigen, die offensichtlich so eine Angst haben vor der Willk\u00fcr dieser (Taliban)-M\u00e4nner, dass sie sich lieber in neue Gefahren st\u00fcrzen und dadurch manchmal auch zu Tode kommen. Einerseits ist also die Todesangst die Mutter aller Religionen, andrerseits kann die Furcht vor religi\u00f6sen Ausschreitungen auch zur Flucht\u00a0 aus dem Mutterland f\u00fchren. Wenn ich mich mal zu der Bem\u00fchung bereit f\u00fchlte, auf die grunds\u00e4tzliche Freiheit des Geistes aller Menschen hinzuweisen, wird das gerne zur\u00fcckgewiesen wegen all denen, f\u00fcr die das gar keine Option zu sein scheint, ich sehe das anders. In meiner eigenen Erfahrung war es eher so, dass ich w\u00e4hrend meiner Jahre in der indischen Gesellschaft oft \u00fcberrascht wurde durch die geistige N\u00e4he, die ich dort mit Frauen erlebte, die ohne gro\u00dfe, komplexe Gedankeng\u00e4nge die vorhandene Realit\u00e4t genauso eingesch\u00e4tzt haben wie ich bzw. viele von uns aus dem Westen. Nat\u00fcrlich braucht jedes Kind, das das Licht der Welt erblickt, eine Anregung auch zu verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig simplen Gedanken, die man oft genug f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich h\u00e4lt wie: ich bin erw\u00fcnscht und geliebt von meinen Eltern, und es interessiert sie zutiefst, wer sich hier vor ihren Augen wohl zeigen wird und wie man darin unterst\u00fctzend wirken kann. Und genau wegen der Abwesenheit von all diesen vermuteten Selbstverst\u00e4ndlichkeiten kann man einen Moment lang gerne mal die Sicht bem\u00fchen, dass die vorhandenen Krankheitssymptome der PlanetarierInnen entweder zeigen, dass es hier immer viel zu heilen und zu leiden gibt, oder es kommt zu Punkten, wo bestimmte Formen des Leidens nicht mehr akzeptabel erscheinen, oder man ist nicht mehr willig, etwas mitzutragen, was einen nicht aus den Klauen der Ideologien oder Muster entl\u00e4sst. Sodass man einzig und allein auf sich zur\u00fcckgeworfen wird, was meist eine erstaunlich befreiende Wirkung auf das eigene Wesen haben und nun eine neue Ebene der Handlungsf\u00e4higkeit erschaffen kann, aber nicht muss. Und klar mag das die westliche Verf\u00fchrung sein, vor der M\u00e4nner wie die Taliban sich am meisten f\u00fcrchten, n\u00e4mlich dass jemand ihren Frauen plausibel macht, dass sie auch ein Recht haben auf ihr eigenes Leben. Oft t\u00e4uscht das \u00e4u\u00dfere Bild auch durch eine scheinbar entspannte Szenerie, wie ich es durchweg in Indien erlebt habe. &#8222;Wir besch\u00fctzen unsere Frauen, indem sie im Haus bleiben&#8220;, meinte Bal Krishna einmal zu mir&#8220;. Und vor wem, fragte ich ihn, besch\u00fctzt ihr sie denn? Die Frage war ihm unbekannt, noch mehr aber die Antwort. Als ich ein paar Jahre in einem Tempel lebte, musste ich einige der l\u00e4cherlichsten Pr\u00fcfungen durchlaufen, die ich f\u00fcr m\u00f6glich gehalten h\u00e4tte, h\u00e4tte ich davon gewusst. Manchmal war ich als einzige Frau unter hunderten von Sadhus (wandernde M\u00f6nche) und wurde zum Beispiel nachts zwischen zwei von ihnen gelegt, um zu sehen, ob ich mich beherrschen kann. Allerdings konnte ich nach all diesen Sperenzchen dem Boss der Bruderschaft klar machen, dass ich hier nicht herumh\u00e4ngen w\u00fcrde auf der Suche nach, ja, nach was \u00fcberhaupt. Einmal wollte er beobachten, wie ich reagieren w\u00fcrde, als er mich auf die Seite der weiblichen Gemeindemitglieder setzte und mich bat, ein Lied zu singen. Zum Gl\u00fcck fiel mir das Lied von Elton John ein &#8222;The words I have to say may well be simple, but they&#8217;re true&#8230;until you give your love, there&#8217;s nothing more that you can do&#8230;&#8220;,was einen durchaus (von mir) erw\u00fcnschten Effekt erzeugte, n\u00e4mlich, dass l\u00e4cherliche \u00dcberpr\u00fcfungen nie wieder vorkamen. Am beeindruckendsten in der afghanischen Trag\u00f6die fand ich bis jetzt das Bild von vier Frauen, die auf den Stra\u00dfen von Kabul mit Schildern standen, auf denen sie ihre Freiheit beanspruchten, direkt im Blickfeld der Taliban. Da finde ich es zuweilen in unserer Welt noch verwirrender, wenn ich sehe, was Frauen hier mit ihrer immensen Freiheit anstellen, oder noch nicht einmal wahrgenommen haben, dass es sie tats\u00e4chlich gibt.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja, es gibt Grund zur Sorge f\u00fcr all diejenigen, die offensichtlich so eine Angst haben vor der Willk\u00fcr dieser (Taliban)-M\u00e4nner, dass sie sich lieber in neue Gefahren st\u00fcrzen und dadurch manchmal auch zu Tode kommen. 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