{"id":13885,"date":"2021-08-14T08:44:29","date_gmt":"2021-08-14T08:44:29","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13885"},"modified":"2021-08-14T08:44:29","modified_gmt":"2021-08-14T08:44:29","slug":"schatten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=13885","title":{"rendered":"Schatten"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-13886\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210814_073231-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"349\" height=\"349\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210814_073231-300x300.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210814_073231-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210814_073231-768x768.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210814_073231-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210814_073231-365x365.jpg 365w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210814_073231-500x500.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 349px) 100vw, 349px\" \/><\/p>\n<h5>Dass gestern Freitag der Dreizehnte war, habe ich vor allem \u00fcber amerikanische Medien erfahren, zumindest in seiner volksmundigen Bedeutung als Tag, \u00fcber dem die Schatten besonders bemerkbar lauern, und sie taten es, was u.a. bedeutet, dass ich ein Klagelied h\u00e4tte singen k\u00f6nnen, weil ich es auch gestern ziemlich dunkel, beziehungsweise ich mir verdunkelt vorkam. Manchmal, so denke ich jedenfalls, muss man sich bewusst in die Einsamkeit begeben, wenn man eine Klarheit erlangen will oder muss, und wo die Gedanken anderer zur Abwechslung mal gar nicht hilfreich sind, bis man entweder das zu Verstehende verstehen kann oder es eben nicht verstehen kann. Unerm\u00fcdlich bewegen die Ameisen die winzigen Teile zum Baugel\u00e4nde, und tragen unerm\u00fcdlich und flei\u00dfig bei zum Wasauchimmer. Auch war ich gestern schon verunsichert, ob ich unsere afghanischen Freunde anrufen sollte, um den Schmerz \u00fcber ihre verlorene Heimat zu teilen. Mustafa, der Sohn dieser Familie, hatte uns mal einen Film \u00fcber Afghanistan empfohlen, in dem u.a. gezeigt wurde, wie sich das sch\u00f6ne Land einst aufgeschlossen und modern zu entwickeln schien, als nach vielen gr\u00e4sslichen K\u00e4mpfen irrerweise die Taliban\u00a0 als die Befreier gesehen wurden, bevor sie sich als die noch Grausameren entpuppten. Die jetzt das Land mit ihrem Scharia-Wahn besetzen, sodass man kaum wagt, an die Folgen zu denken, so gewiss sind die Schrecknisse, die diejenigen, die keine M\u00f6glichkeit zur Flucht haben, jetzt werden ertragen m\u00fcssen. Menschen erheben oft genug ein Anrecht darauf, sich selbst zugrunde zu richten, so, als k\u00f6nnte das eine Form der Befreiung sein, und vielleicht kann auch Selbstzerst\u00f6rung zu einem Erwachen zu sich selbst f\u00fchren. Aber sobald ein anderer durch mein Verhalten Schaden erleidet, ist es angemessen, dar\u00fcber nachzudenken. Und wie immer ist auf allen beteiligten Seiten jede\/r allein mit seiner oder ihrer Story. Und wenn ein Land vom Irrsinn \u00fcberrollt wird, dann ist es ratsam, ja, Konsequenzen zu ziehen, aber welche? Wenn ich mittendrin stecke und gar keine M\u00f6glichkeit mehr sehe, oder den Faden verloren habe, oder gar nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehalten h\u00e4tte, dass es einmal so weit kommt. So, als h\u00e4tte es gar keine Zeichen gegeben. So , als hat einfach die Kraft gefehlt zu sehen, wie die Dinge wirklich stehen, und dass es so, wie es endlich als &#8222;real&#8220;erkannt wird, nicht weitergehen kann oder darf oder muss. Das alles l\u00e4uft ja auch noch neben der Pandemie her, mit der auch jetzt jeder allein ist, und mit den Feuern, und den Wassern, und den Gef\u00fchlen, und ihrer Abwesenheit. Und w\u00e4hrend das alles weiterhin erforscht und dokumentiert werden wird, tickt die Uhr, oder tickt auch sie gar nicht mehr richtig? Oder ist sie schon in Hiroshima stehen geblieben, f\u00fcr alle sichtbar. Vielleicht tr\u00e4gt die Zeit auch ein Ende\u00a0 in sich, von dem keiner wusste, nur vielleicht ahnte, oder auch wusste, dass es sie gar nicht gibt, die Zeit, nur unter uns Menschen, klar, da spielt sie eine wichtige Rolle. Wir stehen vor den Spiegeln und m\u00f6chten, dass ich das bin, was ich sehe. Dabei wei\u00df ich doch, dass ich das gar nicht sein kann. Cocteau hat den Spiegel verfl\u00fcssigt und so einen Eingang gefunden, oder war es ein Ausgang? Alles birgt sein ureigenes Geheimnis,, und so kann man auch im allertiefsten Schrecken ein Tor finden, zu sich. Das Ganze ist ja nicht kleinlich ausgerichtet.<\/h5>\n<p>Ach ja, am Freitag den Dreizehnten sollte gem\u00e4\u00df der amerikanischen Verschw\u00f6rungstheorien Donald Trump zur\u00fcckkehren zum Pr\u00e4sidentenamt. Zum Gl\u00fcck war es nur bodenlose Dummheit. Das ist dunkel genug.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass gestern Freitag der Dreizehnte war, habe ich vor allem \u00fcber amerikanische Medien erfahren, zumindest in seiner volksmundigen Bedeutung als Tag, \u00fcber dem die Schatten besonders bemerkbar lauern, und sie taten es, was u.a. bedeutet, dass ich ein Klagelied h\u00e4tte singen k\u00f6nnen, weil ich es auch gestern ziemlich dunkel, beziehungsweise ich mir verdunkelt vorkam. 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