{"id":13856,"date":"2021-08-11T09:20:11","date_gmt":"2021-08-11T09:20:11","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13856"},"modified":"2021-08-11T10:51:51","modified_gmt":"2021-08-11T10:51:51","slug":"ausdruecken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=13856","title":{"rendered":"zuweilen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-13844\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210809_160224-300x294.jpg\" alt=\"\" width=\"354\" height=\"347\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210809_160224-300x294.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210809_160224-768x752.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210809_160224-1024x1003.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 354px) 100vw, 354px\" \/><\/p>\n<h5>Wenn man zuweilen mit dem f\u00fcr einen selbst Unverstehbaren konfrontiert ist, muss oder kann man sich fragen, was der Grund dieser Unm\u00f6glichkeit ist. So schaue ich zum Beispiel immer noch oder immer mal wieder in die Machenschaften der amerikanischen Politik hinein, und erinnere mich an den ber\u00fchmten Satz von Hannah Arendt \u00fcber die Banalit\u00e4t des B\u00f6sen, das hier noch einmal sein Spiel spielt, von dem die Einen sich \u00fcberzeugt haben, dass es das \u00dcbliche ist, also die Norm, und die Anderen sich Wege suchen, um der Ohnmacht entgegentreten zu k\u00f6nnen. Und klar, es ist immer auch die Vielfalt der Erscheinungen, die nicht nur die Dramatik des Spiels bestimmen, sondern auch seine Lebendigkeit. Und so lernt man das, was einem daran lehrreich erscheint, und bedenkt das Hereingenommene und den Raum, den es braucht, um es zu verdauen. So fiel mir heute fr\u00fch der Mystiker al-Halladsch noch einmal ein, der sich einst als Wahrheit deklarierte und dem man dann deswegen Arme und Beine abhackte, bevor man den Rumpf an eien Baumstamm nagelte, als einer seiner Sch\u00fcler vorbeikam und ihn nach dem Sinn der Mystik befragte. Hier, sagte al-Halladsch, siehst du ihre niedrigste Form. So kann man sich sehr gut\u00a0 \u00fcber die Politik befragen, was man f\u00fcr eine akzeptable Stufe h\u00e4lt, und wann der Abgrund zwischen Regierung und Volk zu gro\u00df werden kann, sodass neue Wege gefunden werden m\u00fcssen. Die allerdings nur neu sind, weil man sie selbst erlebt, die Flucht, den Mord, den Tod, die Ungerechtigkeit, die Dummheit und mein eigener Umgang mit dem, was mir begegnet, und was ich h\u00f6re und sehe und lese. Wo ich rede, wenn ich besser geschwiegen h\u00e4tte, oder besser ausgesagt h\u00e4tte als geschwiegen, wo Schweigen nur Mangel an Anwesenheit ist. \u00dcber den Mann Trump sind nun eine Menge B\u00fccher herausgepurzelt, und kaum war eins drau\u00dfen, kam schon das n\u00e4chste und gab ein wenig Aufschluss \u00fcber das Ungeheure, aber nichts und niemand hat das Ungeheure aufhalten k\u00f6nnen. Und wenn das Attentat auf Hitler gelungen w\u00e4re, h\u00e4tte auch niemand gewusst, wie viele Menschenleben das noch erm\u00f6glicht h\u00e4tte. Und wer \u00fcberhaupt gut gehei\u00dfen h\u00e4tte, dass der Irrwisch endlich weg ist, haben ihm doch Millionen ihren Glauben und ihren Lebensatem geschenkt. Und genauso, wie t\u00e4glich Neues, Unheimliches \u00fcber die Diktatoren der Welt heraustr\u00e4ufelt, so tr\u00e4ufelt bis heute Neues \u00fcber Hitler heraus, und wie entsetzlich bet\u00e4ubt durch Wahnsinn und eine unvorstellbare Menge von gef\u00e4hrlichen Medikamenten dieser Mann war, denn wie soll er das alles sonst ausgehalten haben, so ein Sklave der eigenen, niedrigsten Stufe zu werden. Verschleiert und im Wahnhaften eingebettet ist das Innenleben der Menschen, und genial war und ist nach wie vor die Erfindung von Freud, einen Weg zu erschaffen, wo der Mensch sich aussprechen kann und wo er davon ausgehen kann, dass er oder sie geh\u00f6rt wird. Obwohl man von Freud auch sagte, dass er nicht st\u00e4ndig gezwungen werden wollte, in die Gesichter der Leidenden zu schauen. Oder er fand heraus, dass es ihm erleichterte, in freischwebender Aufmerksamkeit verbleiben zu k\u00f6nnen.<\/h5>\n<h1><\/h1>\n<h1><\/h1>\n<h1><\/h1>\n<h1><\/h1>\n<h1><\/h1>\n<h1><\/h1>\n<h1><\/h1>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man zuweilen mit dem f\u00fcr einen selbst Unverstehbaren konfrontiert ist, muss oder kann man sich fragen, was der Grund dieser Unm\u00f6glichkeit ist. 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