{"id":13843,"date":"2021-08-10T08:19:14","date_gmt":"2021-08-10T08:19:14","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13843"},"modified":"2021-08-10T13:08:34","modified_gmt":"2021-08-10T13:08:34","slug":"schaudern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=13843","title":{"rendered":"schaudern"},"content":{"rendered":"<h6><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-13847\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210810_093240-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"274\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210810_093240-225x300.jpg 225w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210810_093240-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 274px) 100vw, 274px\" \/><br \/>\nPapierfetzen auf Kiesweg<\/h6>\n<h5>In der Menschheitsgeschichte gibt es Gedanken, die immer mal wieder jemanden erschaudern lassen. Nein, hier sind es nicht die finsteren Korridore des menschlichen Einander-Antuns, man erschaudert also aus anderen Gr\u00fcnden. Zum Beispiel, wenn man von einer gedanklichen M\u00f6glichkeit ergriffen oder von ihr konfrontiert wird, die auf einmal etwas naher r\u00fcckt, was bis dahin nicht im pers\u00f6nlichen Feld der M\u00f6glichkeiten ruhte. Das kann nat\u00fcrlich auch die Liebe sein, denn sie wirft einen, ganz im Gegensatz zu ihrem filmreifen Ruf, meist aus der Bahn, und es kann schon zum Schaudern f\u00fchren, wenn auf einmal etwas Unleugbares in einem vorgeht, dem man nicht mehr entweichen kann, ohne Schaden zu nehmen. Heute fr\u00fch dachte ich eher an Buddhas Behauptung, es g\u00e4be gar kein Selbst. Wenn man also genau hinschaut und hofft zu finden, was man tats\u00e4chlich ist, wird man quasi von sich selbst gezwungen, den pers\u00f6nlichen Namen als Rauchfahne hinter sich hertrailern zu lassen, dann der K\u00f6rper, ja gut, ist man auch nicht (wirklich), oder besser: ohne den oder die SteuerradlenkerIn l\u00e4uft da im K\u00f6rper nicht viel. Und\u00a0 da hat man\u00a0 bereits ausgegendered, vor allem aus Gr\u00fcnden des Dualit\u00e4tskonstruktes, durch das man unbedingt wandern muss, um am eigenen, geistigen R\u00fcckgrat zu arbeiten. Und wenn dann die Identit\u00e4tsfindungen und Benennungen gerade mal sch\u00f6n versammelt sind, muss man sie schon wieder aufl\u00f6sen und alleine und ohne sie weitergehen. Aber selbstverst\u00e4ndlich nicht wirklich alleine, denn man trifft ja zum Gl\u00fcck diese und jene, die auch da weiterwandern, wo man selbst wandert. Das mit dem Selbst, das es unter gewissen Umst\u00e4nden gar nicht gibt, ist ein gedanklicher Brocken, kein Zweifel. F\u00e4ngt man an, dar\u00fcber nachdenken, verabschieden sich langsam aber sicher die Worte, genau da, wo man sie brauchen k\u00f6nnte!, aber nein, weg sind sie, und wer wei\u00df schon, wohin sie sich zur\u00fcckziehen und in welchen Sesseln sie sich ausdehnen und ruhen, weil sie wissen, dass sie vor\u00fcbergehend nicht gebraucht werden. Was ist oder steht dann da, wenn sie weg sind? Man h\u00f6rt einen Atem, dann h\u00f6rt man auch den nicht mehr. Ob etwas da ist oder nicht, ist hier nicht mehr die Frage, und weil es auch keine Antwort gibt, h\u00f6rt hier was auf. Leicht ersch\u00f6pft sieht man eine Hand nach leicht vergilbten Bl\u00e4ttern aus dem \u00dcberjetzt greifen&#8230;ahhh, es ist ein Liedlein und beginnt mit den Zeilen: &#8222;Ist denn Sein allein nicht Grund genug? Muss denn Sinn immer tief und dann noch tiefer sein&#8230;?,,,und ich bin ganz froh, mal unter 500 Zeichen einfach aufh\u00f6ren zu k\u00f6nnen, denn ich muss aufpassen, was als N\u00e4chstes auf mich zukommt, denn soweit wir jetzt wissen, kann das Spiel zwar nicht enden, auch wenn es bedeutet, dass wir nicht mehr da sind.\u00a0 Was auch immer Dasein in diesem Kontext bedeutet.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Papierfetzen auf Kiesweg In der Menschheitsgeschichte gibt es Gedanken, die immer mal wieder jemanden erschaudern lassen. Nein, hier sind es nicht die finsteren Korridore des menschlichen Einander-Antuns, man erschaudert also aus anderen Gr\u00fcnden. 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