{"id":13838,"date":"2021-08-09T08:41:16","date_gmt":"2021-08-09T08:41:16","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13838"},"modified":"2021-08-09T08:41:16","modified_gmt":"2021-08-09T08:41:16","slug":"wege-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=13838","title":{"rendered":"Wege"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-13839\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210805_170737-1-295x300.jpg\" alt=\"\" width=\"363\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210805_170737-1-295x300.jpg 295w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210805_170737-1-768x781.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210805_170737-1-1006x1024.jpg 1006w\" sizes=\"auto, (max-width: 363px) 100vw, 363px\" \/><\/p>\n<h5>Man geht ja gerne davon aus, dass jeder Mensch ein gewisses Interesse daran hat herauszufinden, was er in den paar J\u00e4hrchen, die ihm gegeben sind, mit dieser relativen Zeit anf\u00e4ngt, und \u00fcberhaupt, wie er oder sie das ganze Weltgef\u00fcge sieht und wahrnimmt, und was er oder sie daraus macht undsoweiter. Deswegen gefiel mir immer mal wieder die als schlicht erscheinende Variante der indischen Kultur, die vornehmlich zwei Wege sah, wie man das (Leben) gestalten kann oder wie es f\u00fcr jeden am bek\u00f6mmlichsten gestaltet werden k\u00f6nnte. Allerdings mussten ja schon vor der Struktur, die dann entstanden ist, schon Beobachtende unterwegs gewesen sein, denen bestimmte Dinge im Menschenwesen auffielen, meist auch hier kulturbedingt. So, wie zum Beispiel der lange Monsoonregen eine gewisse Stimmung erzeugen konnte, die zum langen, stillen Dasitzen geeignet war, zur Innenschau, zur Kontemplation, aber auch zur Beobachtung des Daseienden, wie es eben zum Leben geeignet schien. Daraus entstanden diese zwei Wege also, der eine der Famileinpfad genannt, auf dem wiederum 4 Stationen zu durchwandern sind, bevor man nach allem Dazugeh\u00f6renden, also Ehe, Kinder und Berufliches, dann wieder ein freier Geist sein kann. Was ganz fr\u00fcher wohl bedeutete, dass man sich auf die Wanderschaft machen sollte, um \u00fcber das als wesentlich Betrachtete nachzudenken und um die n\u00f6tigen Schl\u00fcsse daraus zu ziehen f\u00fcr den Rest des Weges, also Wissen oder gar Weisheit zu erlangen \u00fcber die Kunst, wenn ich&#8217;s mal so nennen darf, einen guten Abgang vom Planeten zu gestalten. Nat\u00fcrlich macht das einen riesigen Unterschied, wenn ich zweifelsfrei davon ausgehe, dass die ganze Story weitergeht und ich unendliche Chancen habe in meiner Entwicklung, mich mit den Geheimnissen und Fertigkeiten des Daseins zu besch\u00e4ftigen, bis irgendwo und irgendwann einmal&#8230;ja was denn?&#8230;kommt. Das haben wir hier im westlichen Denken nicht zur Verf\u00fcgung, denn tiefer und tiefer hat man sich um die Ergr\u00fcndung des menschlichen Wesens bem\u00fcht und das Gefundene kategorisiert, und da alles irgendwann geschrieben stand, musste es sich auch gerade s o manifestieren, denn das Wort ist ja nun leider, oder auch zum Gl\u00fcck, das Instrument der Manifestation, auch wenn es gleichzeitig aus derselben Quelle kommt, die auch das Schweigen bestimmt oder den stillen Raum als ein (oder einziges) Feld, auf dem Dialog mit sich selbst stattfinden kann. Also Verbindung mit sich selbst, Beobachtung\u00a0 von sich selbst, Ahnung und Wissen \u00fcber sich selbst und die Sicht, die ich mir aus irgendwelchen Gr\u00fcnden angeeignet habe und nun oft genug unter ihrem Bann stehe, bevor ich sehen kann, dass es auch anders geht, und mir dadurch neue Handlungswege offenstehen. Und was mit mir selbst passiert, wenn ich die uralten Fragen selber zu w\u00e4lzen beginne. Vielleicht &#8222;w\u00e4lzen&#8220;, weil ich die dicken Brocken, um die es hier geht, nacheinander aus dem Weg r\u00e4umen muss oder kann, um dem vermutlich bedeutsamsten, wenn auch imaginierten Abgrund ins Auge blicken muss, eben auf was oder wen ich da zugehe, wo es doch noch gar nicht sicher ist, ob ich da \u00fcberhaupt ein greifbares Ich vorfinde, das zu mir spricht, oder vielleicht doch. Das ist die Heldenreise. Attention, traveller, for it is late, aber wahrscheinlich noch nicht zu sp\u00e4t. Nur f\u00fcr was?<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man geht ja gerne davon aus, dass jeder Mensch ein gewisses Interesse daran hat herauszufinden, was er in den paar J\u00e4hrchen, die ihm gegeben sind, mit dieser relativen Zeit anf\u00e4ngt, und \u00fcberhaupt, wie er oder sie das ganze Weltgef\u00fcge sieht und wahrnimmt, und was er oder sie daraus macht undsoweiter. 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