{"id":13831,"date":"2021-08-07T08:16:25","date_gmt":"2021-08-07T08:16:25","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13831"},"modified":"2021-08-07T08:16:25","modified_gmt":"2021-08-07T08:16:25","slug":"angebracht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=13831","title":{"rendered":"angebracht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-13832\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210806_170734-300x285.jpg\" alt=\"\" width=\"356\" height=\"338\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210806_170734-300x285.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210806_170734-768x730.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210806_170734-1024x973.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 356px) 100vw, 356px\" \/><\/p>\n<h5>\u00d6fters sieht man nun auf den Stra\u00dfen gebrauchte Ausgaben des medizinischen Maskentypus&#8216; herumliegen, die Eintagsfliegen also des ernst genommenen Vorgangs, und es bleibt spannend bis unheimlich bis gleichg\u00fcltig, ob sich das menschliche Verhalten, dem wir unterliegen, durch diese neue Selbstverst\u00e4ndlichkeit merklich ver\u00e4ndern wird. Nat\u00fcrlich sieht man in privatem Raum auch die Gesichtsh\u00e4lften unterhalb der Nasen, das kommt einem ja immer noch normal vor, &#8222;normal&#8220; hier und zuk\u00fcnftig definiert nach eigenen Ma\u00dfst\u00e4ben, wobei die sich, wenn sie k\u00f6nnen, auch unter einander treffen k\u00f6nnen. Denn kennt man seinen Ma\u00dfstab einigerma\u00dfen, kann man ihn, wenn man ihn unbedingt braucht, auch anlegen. Wo und wie legt man einen Ma\u00dfstab an, ist auch eine gute Frage. Der Samstag eignet sich hervorragend f\u00fcr Fragen, die nicht hektisch nach einer Antwort suchen.Dieses Ph\u00e4nomen ist mir im Westen nach Jahren der Wahrnehmung irgendwann einmal aufgefallen, dass der Samstag n\u00e4mlich eine besondere Note hat, irgendwie wie in Indien, wo ich wohnte, aber doch ganz anders. In Indien gibt es kein spezielles Sonntagsgef\u00fchl, alle L\u00e4den sind ge\u00f6ffnet wie alle anderen Tage auch. Der Samstag wird lediglich gef\u00fcrchtet, weil man ihn mit dem Gott Shani besetzt hat, ein wilder Gott oder ein menschlicher Aspekt, den man bereitwillig in einen Gott hineingesteckt hat, damit man die Verantwortung f\u00fcr die innere Angst abschieben kann auf den oder die, die angeblich alles zum Besten des Menschen l\u00f6sen, sodass man sich nicht weiter zu k\u00fcmmern braucht oder einfach jammern und klagen darf, wenn das Schicksal es anders will, als man dachte. Im Westen ist kollektiver Einkaufstag am Samstag. Vielen leuchtet es ein, dass es samstags besser ist, eine Liste zu machen von dem, was abends und vor allem sonntags auf keinen Fall fehlen darf. Da steht man gerne 1 1\/2 bis 2 Meter irgendwo rum und wartet, bis alle vollgepackten W\u00e4gen vor einem sich flink leeren, denn die Frauen und M\u00e4nner an den Eingabemaschinen mutieren gekonnt in die Roboterebene, und wer wei\u00df schon, wie sie sich f\u00fchlen, wenn sie zuhause ankommen. Gut, das w\u00e4re gekl\u00e4rt, wie wenig man wirklich von den anderen wei\u00df. Oder von sich, diesbez\u00fcglich, und: does it matter? Nun bietet die maskierte Welt, in der wir uns im Au\u00dfen alle bewegen, nat\u00fcrlich eine vorz\u00fcgliche Gelegenheit,, die Frage nach der &#8222;dritten&#8220; Maske (&#8222;Die dritte Maske&#8220;, ein exzellenter Titel f\u00fcr einen Mystik-Thriller), also einerseits die Maske stofflicher Art, dann das Gesicht als Maske, und dann das, was dahinter lebt und wirkt und von dem kein andrer wei\u00df, wie es bei einem selbst ist, und ob man da unmaskiert heruml\u00e4uft oder sich aus dem Wege geht, weil man sich (zu Recht?) davor f\u00fcrchtet, verf\u00fchrt zu werden von nackten Tatsachen, die keinerlei Maskierung mehr m\u00f6glich machen, eine Vorstellung, die wiederum Freiheit vorgaukelt, wo keine ist. Auch dort in den Innenr\u00e4umen k\u00f6nnen ja an einem schlichten Holznagel ein paar Masken herumh\u00e4ngen, die man bei Bedarf einfach\u00a0 oder der Einfachheit halber \u00fcberst\u00fclpt und sich dadurch weder selbst noch andere sch\u00e4digt. Das zumindest ist zur Zeit durchaus m\u00f6glich, wenn nicht angebracht.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6fters sieht man nun auf den Stra\u00dfen gebrauchte Ausgaben des medizinischen Maskentypus&#8216; herumliegen, die Eintagsfliegen also des ernst genommenen Vorgangs, und es bleibt spannend bis unheimlich bis gleichg\u00fcltig, ob sich das menschliche Verhalten, dem wir unterliegen, durch diese neue Selbstverst\u00e4ndlichkeit merklich ver\u00e4ndern wird. 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