{"id":13800,"date":"2021-08-02T07:57:50","date_gmt":"2021-08-02T07:57:50","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13800"},"modified":"2021-08-02T07:57:50","modified_gmt":"2021-08-02T07:57:50","slug":"meinen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=13800","title":{"rendered":"meinen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-13801\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210801_174521-e1627887839616-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"361\" height=\"361\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210801_174521-e1627887839616-300x300.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210801_174521-e1627887839616-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210801_174521-e1627887839616-768x768.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210801_174521-e1627887839616-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210801_174521-e1627887839616-365x365.jpg 365w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210801_174521-e1627887839616-500x500.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 361px) 100vw, 361px\" \/><\/p>\n<h5>Eigentlich finde ich den Gedanken ganz angenehm, dass mich langsam (aber sicher) eine deutlich erkennbare Meinungsm\u00fcdigkeit \u00fcberkommen k\u00f6nnte, nat\u00fcrlich (auch) in Bezug auf meine eigenen Meinungsgebilde. Gerne wiegt man sich im Denken, man h\u00e4tte sie, die Meinungen, einigerma\u00dfen im Griff, da merkt man, dass sie doch \u00fcberall lauern. G\u00fcnstige Bedingungen, sie nicht immer loswerden zu wollen, sind etwa ein Single Haushalt oder eine Atmosph\u00e4re, in der man merken darf, dass zuweilen das Gesagte nicht unbedingt fundiert ist, nicht, dass die Fundamente des Denkens betoniert werden sollten, um Himmels Willen. So ziemlich alles Lebendige braucht Luft zum Atmen, und Raum, in den hinein sich etawas entwickeln kann, was zumindest f\u00fcr einen selbst noch nie da war. Und nat\u00fcrlich gibt es eine extra Loge f\u00fcr den Small Talk, denn ohne ihn g\u00e4be es nicht dieses emsige Summen und Brummen, das einem durchaus manchmal sogar ersparen kann, den eigenen Senf dazuzugeben, denn sch\u00f6n kann sie sein, die Stille inmitten der summenden Emsigkeit, beides gleicherma\u00dfen abh\u00e4ngig von einander. Nun haben wir (die Weltbev\u00f6lkernden), \u00fcber viele verschiedene Wege gelernt, dass alles Gewusste blitzschnell zu uns dringen kann, und auf einmal geht der Schl\u00fcssel zum Tor inmitten der \u00dcberforderung verloren, und herein str\u00f6mt das g\u00e4nzlich Ungefilterte und will verdaut und eingeordnet werden. Und so vieles kann man mehr oder weniger verstehen. (Was ist das: verstehen!?) Ich habe mir die &#8222;QuerdenkerInnen&#8220;-Demo in Berlin angeschaut, und wie ein Befragter v\u00f6llig begeistert war von der Tatsache, dass sie alle\u00a0 spontan zusammengekommen waren, um nun weiterhin \u00fcber die Corona Ma\u00dfnahmen zu demonstrieren, bzw. zu polzern oder ihren Unmut kund zu tun. Diese Gruppe ist auch bereits gestempelt, und gerne m\u00f6chte man kurz den Querdenkerbalken l\u00fcften und erfahren, was sie wirklich denken, oder m\u00f6chte man das gar nicht. Ab und zu f\u00fchle ich mich gen\u00f6tigt, das W\u00f6rtchen &#8222;man&#8220;, f\u00fcr das ich mich einmal locker entschieden hatte, mit dem &#8222;ich&#8220; zu ersetzen, ohne dass ich mir durch penetrantes Ichen im Wege stehen muss. Nun ist das Corona-Epos einerseits ein Drama der Weltenarena, andrerseits kann es nah an die Haust\u00fcre kommen, oder hereinkommen in die pers\u00f6nlichen Wohnbereiche, wo kranke oder sterbende Menschen nebst einer geistigen Einstellung\u00a0 bestimmte Handlungsweisen erfordern, die wiederum von komplexen Zusammenh\u00e4ngen bestimmt werden. Immer mal wieder scheint es mir ratsam zu bedenken, \u00fcber was ich mir eine Meinung bilden m\u00f6chte, wissend, dass sie oft gar nicht dringend gebraucht wird oder wenig verl\u00e4ssliche Information in sich tr\u00e4gt, was wohl einst den Begriff &#8222;small talk&#8220;, also &#8222;kleines Gerede&#8220; hervorgebracht hat. Nat\u00fcrlich liegt in dem Wort &#8222;meinen&#8220; bereits die Tatsache, dass das Gesagte, das aus meinem Mund kommt, erst einmal mir geh\u00f6rt, denn es tr\u00e4gt ja niemand sonst daf\u00fcr die volle Verantwortung. Auch kann man (z.B.) der allgegenw\u00e4rtigen Frage, wie es einem oder einem anderen wohl geht, kaum ausweichen, will man nicht wirklich verstehen, wie es einem anderen wohl geht. Das ist ja zeitaufwendig und kann nicht stets geleistet werden. Was geleistet werden kann ist, selber zu entscheiden, wo man sich Meinungen bilden m\u00f6chte und wo nicht. Auch wenn man lernen muss zu erkennen, wo man es (das Meinungsbilden) freiwillig und m\u00fchelos lassen kann.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich finde ich den Gedanken ganz angenehm, dass mich langsam (aber sicher) eine deutlich erkennbare Meinungsm\u00fcdigkeit \u00fcberkommen k\u00f6nnte, nat\u00fcrlich (auch) in Bezug auf meine eigenen Meinungsgebilde. 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