{"id":13591,"date":"2021-07-06T08:04:23","date_gmt":"2021-07-06T08:04:23","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13591"},"modified":"2021-07-06T08:05:42","modified_gmt":"2021-07-06T08:05:42","slug":"sinn-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=13591","title":{"rendered":"Sinn"},"content":{"rendered":"<h1><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-13593\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210705_161050-296x300.jpg\" alt=\"\" width=\"364\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210705_161050-296x300.jpg 296w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210705_161050-768x780.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210705_161050-1009x1024.jpg 1009w\" sizes=\"auto, (max-width: 364px) 100vw, 364px\" \/><\/h1>\n<h5>Immer wieder musste oder konnte ich feststellen, dass der Begriff &#8222;Sinnsuche&#8220; in meinem bisherigen Leben keine so vorrangige Bedeutung eingenommen hat. Ob das nun bedeutet, dass mir irgendwie alles sinnvoll genug vorkam oder vorkommt, um Sinn nicht auf die gedankliche Priorit\u00e4tenliste zu setzen, oder vielleicht habe ich gar keinen Sinn erwartet, oder, geboren in h\u00f6chst chaotischen, politischen Zusammenh\u00e4ngen, mich selbst kein Sinn erwartete und ich ihn insofern auch nicht vermisste. Ist man selbst denn ein Sinn? Und f\u00fcr wen und f\u00fcr was? Und ist hier ankommen\u00a0 auf dem Planeten und mit den Bedingungen umgehen lernen an sich schon ein Sinn? Wer bestimmt ihn und wo ist er sichtbar. Au\u00dfer man nennt ihn Sinn und sieht ihn auf einmal \u00fcberall, denn alles macht in gewissen Kontexten f\u00fcr irgend jemanden einen Sinn. Verschwindet ein an etwas angehafteter Sinn, kann sich das Konstrukt, das ihn beinhaltet, nicht erhalten. Verschwunden ist er dann, der Sinn, und ward nicht mehr gesehen. Sinn ist also, was ich hineinlege. Was mich st\u00f6rt am Sinn ist, dass er meist begleitet wird von dem Wunsch, dass etwas dabei herauskommt, also tats\u00e4chlich nicht nur Sinn sucht, sondern auch Sinn macht. Und wer l\u00f6st sich hier aus meinen Archiven und f\u00e4llt bei mir ein? Es ist Joseph Beuys, dessen aufregend sinnloses Werk schon so manchen in zwanghaftes Deuten gebracht hat. Und da man selbst oft genug der Sucht unterliegt zu meinen, das Meiste sei erkl\u00e4rbar, so kann man bei Beuys sehr sch\u00f6n lernen, dass es (oft gnug) nicht so ist. Kein Mensch, und wahrscheinlich nicht einmal er selbst, kann wissen, wie es dazu kam, dass er, Beuys, eines Tages einem toten Hasen Kunst erkl\u00e4rt hat, und wie hochgekurbelt die Energien um ihn herum waren von all denen, die versuchten, darin einen Sinn zu erkennen. Aber wo soll er denn sein. Muss denn beim direkten Wirken der Sinn \u00fcberhaupt immer dabei sein? (&#8230;und m\u00fcssen Henne und Ei nicht auch mal getrennt sein&#8230;?) Dann wiederum ist ein Gef\u00fchl der Sinnlosigkeit sicherlich sehr bedr\u00fcckend, weist aber andrerseits darauf hin, dass hier ein Sinn hineingelegt wurde, der offensichtlich gar nicht als solcher angelegt war. Welcher Sinn w\u00e4re angemessen, und an was und an wen und warum scheint hier das Ma\u00df so wichtig? Das schlechthin Ungewisse, durch das wir uns st\u00e4ndig bewegen, hat von sich aus keinen Sinn zu vergeben, wir k\u00f6nnen ihn aber hineinlegen, wenn wir ihn brauchen. Ansonsten ist alles, wie es ist, auch wenn man viele Jahre braucht, um das Ausma\u00df dieser Aussage zu verstehen. Dabei kann tats\u00e4chlich nichts anders sein, als es ist, ob es nun seinen Sinn verfolgt oder nicht. Ich denke, es ist wesentlich, dass es oder er oder sie bei sich ankommt. Keine Garantie!<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer wieder musste oder konnte ich feststellen, dass der Begriff &#8222;Sinnsuche&#8220; in meinem bisherigen Leben keine so vorrangige Bedeutung eingenommen hat. 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