{"id":13501,"date":"2021-06-25T07:52:21","date_gmt":"2021-06-25T07:52:21","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13501"},"modified":"2021-06-25T07:57:50","modified_gmt":"2021-06-25T07:57:50","slug":"ausrichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=13501","title":{"rendered":"(sich) h\u00fcten"},"content":{"rendered":"<h6><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-13502\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210624_170846-285x300.jpg\" alt=\"\" width=\"360\" height=\"379\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210624_170846-285x300.jpg 285w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210624_170846-768x809.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210624_170846-972x1024.jpg 972w\" sizes=\"auto, (max-width: 360px) 100vw, 360px\" \/><br \/>\nTraveller<\/h6>\n<h5>Es ist doch erstaunlich, wie viele Menschen zur Zeit darauf hinweisen dass, wenn &#8222;wir&#8220; unseren Lebensstil nicht ver\u00e4ndern, die EnkelInnen keinen lebenswerten Planeten vorfinden werden k\u00f6nnen. Nat\u00fcrlich wei\u00df man heute genauso wenig wie in irgendeinem Fr\u00fcher, was uns Menschen noch alles einfallen wird, um\u00a0 d a s, was man als die bedrohlichste Gefahr sieht, abzuwenden. Allein auf der Science Fiction Ebene, auf die wir uns schon als Weltgemeinschaft gehievt haben, kann es skrupellos und unbedenklich weitergehen, denn wer will (z.B.) nicht den schnellen Bef\u00f6rderer G5 kriegen, und wer ihn nicht will, ist eh schon zur\u00fcckgeblieben. Und man nimmt beim kalten All-Ritt selbstverst\u00e4ndlich auch das Wissen mit, das es einem erm\u00f6glicht, als Mensch so weit vorzudringen in die l\u00e4stige Verschlossenheit des Universums, bis man gen\u00fcgend Data ansammelt um zu wissen, dass man auch darin ohnm\u00e4chtig ertrinken kann. Und ja, der Kapitalismus bietet bei aller Erf\u00fcllungskompetenz keine redliche Antwort, und vor allem auch kein Genug! Da ist man dann wieder allein und muss heraust\u00fcfteln, aus was ein Genug bestehen k\u00f6nnte, wenn man es \u00fcberhaupt erforschen will. Und wer soll den vielen Menschen beibringen (wollen), hey, du bist auch beteiligt an der Beraubung der Kindheiten in fernen L\u00e4ndern, wo die preiswerten Schn\u00e4ppchen herkommen. Und wer bietet das \u00fcberhaupt alles an, sodass man nur zugreifen muss, um zu haben, was man will. Und bezahlen daf\u00fcr nat\u00fcrlich muss man schon, das ist der Deal, das ist hart, denn daf\u00fcr muss man viel arbeiten, das ist er, der Kreislauf des Habens, und ist nicht immer kompatibel mit dem Kreislauf des Seins. Und ich w\u00fcrde auch sagen, dass der Mensch, also zum Beispiel ich, mich nicht zu weit wegbewegen sollte von der Natur, denn es entgeht einem sonst zu viel von dem, was wirklich sch\u00f6n und erlebenswert ist. Ich favorisiere ja das Wort &#8222;H\u00fcterIn&#8220;, am liebsten gleich &#8222;H\u00fcterin&#8220;, weil sich der m\u00e4nnliche Geist m.E. in der H\u00fcterrolle nicht sehr bew\u00e4hrt hat, und ja (unauff\u00e4lliges G\u00e4hnen), die Frauen haben auch mitgespielt. Aber ist jedes Spiel nicht irgendwann einmal zu Ende? So wie &#8222;das Geheimnis Tod&#8220; uns das vormacht, wenn es sich wie zuf\u00e4llig an unsere Schwelle wagt, aber weiter geht&#8217;s trotzdem, meistens ersch\u00fctternd flie\u00dfend, ohne einen selbst. Da steht man dann an irgend einem Tor mit dem ganzen Pakt, den man geschlossen hat. Hat man geschadet, hat man geraubt und geglaubt, das w\u00e4re irgendwie tragbar. Gestern habe ich geh\u00f6rt, es w\u00e4re normaler Usus f\u00fcr G\u00e4rtner, die als widerlich und gefr\u00e4\u00dfig empfundenen Schnecken mit einer Schere mittendurch zu schneiden, Salatterroristen, die sie nun mal seien. Und klar, dass seit Jahren, wenn es ein Moskito schafft, sich durch meine Vorh\u00e4nge zu arbeiten, dort schon meine Mordwaffe bereitliegt, eine schlichte Sandale, die das Ziel durch ihre Biegsamkeit selten verpasst, was wiederum zu einem Blutfleck an der Wand f\u00fchren kann. Der Dalai Lama, der bei solchen Gedanken, in gef\u00e4hrlicher N\u00e4he zum Naiven,\u00a0 gut als Joker Karte dienen kann, w\u00fcrde zum Beispiel vom Moskito auch genervt sein, sagte er, aber nicht t\u00f6ten w\u00fcrde er das Tier, sondern vielleicht eher fangen und raustragen, oder mehr darauf achten, dass sie nicht reinkommen. Zum ersten Mal f\u00e4llt mir die Verbindung von &#8222;H\u00fcten&#8220; und &#8222;Verh\u00fcten&#8220; auf. Wer verh\u00fcten kann, was er oder sie nicht will, ist vermutlich zum H\u00fcten besser geeignet. Nicht, dass man den Erfahrungspegel nicht ausreizen sollte. Aber irgendwann, denke ich, muss man die vorhandenen Einstellungen soweit kl\u00e4ren, dass eine Richtung zu erkennen ist.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Traveller Es ist doch erstaunlich, wie viele Menschen zur Zeit darauf hinweisen dass, wenn &#8222;wir&#8220; unseren Lebensstil nicht ver\u00e4ndern, die EnkelInnen keinen lebenswerten Planeten vorfinden werden k\u00f6nnen. 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