{"id":13478,"date":"2021-06-22T08:25:18","date_gmt":"2021-06-22T08:25:18","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13478"},"modified":"2021-06-22T08:25:18","modified_gmt":"2021-06-22T08:25:18","slug":"kontrollieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=13478","title":{"rendered":"kontrollieren (?)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-13483\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210622_091042-293x300.jpg\" alt=\"\" width=\"364\" height=\"373\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210622_091042-293x300.jpg 293w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210622_091042-768x787.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210622_091042-999x1024.jpg 999w\" sizes=\"auto, (max-width: 364px) 100vw, 364px\" \/><\/p>\n<h5>Die Theorie und Praxis des sogenannten &#8222;Hier und Jetzt&#8220; erzeugt vor allem an d e m Punkt eine Wirkung im Inneren, wenn man tats\u00e4chlich versteht, dass der lebendige Moment, gerne von mir &#8222;der Nu&#8220; genannt, der einzige Zeitraum ist, in dem man aktiv anwesend sein kann und von d e m Ausdruck geben, was sich in einem bewegt. Alles andere unterliegt der T\u00e4uschung, weil das Illusion\u00e4re und Fl\u00fcchtige des Vorgangs, in dem jeder Einzelne sich bewegt, keinerlei Garantie birgt f\u00fcr Bestand oder Sicherheit, denn es unterliegt keiner Kontrolle, mag das auch immer wieder so empfunden werden. An bestimmten Politikern, die sich gnadenlos an ihren Sitzen festkrallen, kann man nat\u00fcrlich auch studieren, wie eine mit ungeheurem Kraftaufwand betriebene Ichsucht eine gewisse Vorhersehbarkeit hervorzubringen vermag, denn man kann in der Tat die Matrix und ihre Gesetze bezwingen, wenn man bereit ist, den angemessenen Preis daf\u00fcr zu zahlen. \u00dcberall, wo etwas, das als das Flie\u00dfende erkannt wird, zum Stocken gebracht wird, gibt es Stau, der wiederum neue L\u00f6sungen fordert. Oder gar keine mehr zul\u00e4sst, das dauert oft lange. Solange sich auf der Autobahn (z.B.) die Schlange noch ein bisschen bewegt, bleibt man zwar angespannt, aber zuversichtlich, dass man weiterkommt. Kommt es aber zum Halt und nichts bewegt sich mehr, dann bleibt einem nichts anderes \u00fcbrig, oder vielmehr ist es g\u00fcnstig, die Lage vorerst als das, was sie ist, zu akzeptieren. Oft passieren ja Dinge, die keiner vorhersehen kann. Vielleicht ist wegen der notwendigen Akzeptanz in ein paar hundert Autos pl\u00f6tzlich eine geistige Rauml\u00fccke entstanden, durch die Beweglichkeit wieder in Gang kommt. Ich meine das ganz praktisch, weil es ziemlich unerforscht bleibt, wie so manche Ballung sich pl\u00f6tzlich aufl\u00f6st. Man sucht vergebens nach der Unfallstelle, aber es gab gar keine. Nat\u00fcrlich weisen Statistiken und Forschungen und geistige Praktiken auf M\u00f6glichkeiten hin, mit dem Ungewissen\u00a0 angemessen umzugehen, da es sich als einzige Freiheit herausstellt. Eben der st\u00e4ndige Umgang mit dem Ungewissen. Um mich also zurecht zu finden im Chaos des Lebendigen, bleibt mir vor allem die Schulung, die ich mir selbst zukommen lasse, damit ich von mir und auch den Anderen lernen kann, wie man umgeht mit dem letztendlich nicht Begreifbaren. Daher die unterhaltende und unerm\u00fcdliche Emsigkeit des Verstehenwollens, die ja immerhin den Vorteil hat, dass man sich das allerortens und zu allen Zeiten Beschriebene und Erkl\u00e4rte zu Gem\u00fcte f\u00fchren kann. Zumindest so lange, bis man sich selbst zutraut, d a s zu sehen, was man sieht, und sich von dem, was man denkt, nicht zu solch einem Ausma\u00df ablenken l\u00e4sst, dass die Ablenkung beginnt, einen zu steuern. Auch Vort\u00e4uschung kann hilfreich sein, weil sie automatisch zur Entt\u00e4uschung f\u00fchrt, also zur Erkenntnis, dass etwas ganz anders war oder ist, als man dachte. Oder man schaut sich mal wieder mit der dazugeh\u00f6rigen Faszination eine Meisterschachpartie an. In der Atmosph\u00e4re kein Hauch, nur ein hoher Grad von besessener Konzentration, die sich ohne Garantie, aber mit hohem Wahrscheinlichkeitsgrad in eiskalte Zukunftsvariationen wagt, in denen das Gegen\u00fcber seine eigenen Konstrukte beherrscht und kaltbl\u00fctig einsetzt. Hochspannend war es (vor einigen Jahren), den indischen Schachweltmeister Vishwanathan Anand mit einem der ber\u00fchmten Russen spielen zu sehen. Der indische Geist beherbergt immenses Chaos mit beeindruckenden Ordnungen, die schon dem Kind vermittelt werden, damit es in den st\u00e4ndigen Katastrophen\u00a0 \u00fcberleben kann. Er wirkte auf jeden Fall bei aller Konzentration wesentlich entspannter als der russische Gegner, und nat\u00fcrlich ahnt bis heute keiner, wie irgend jemand etwas macht, was man sich nicht vorstellen kann. Kann man sich aber einmal vorstellen oder gar mitbekommen, wie es bei einem selbst ist, dann wird es mit der Zeit schon etwas leichter zu sehen, was direkt vor einem ist oder stattfindet. Man hat ja nur sich selbst, um die Nus, die einem permanent entgegen str\u00f6men, auf s o eine Weise zu handhaben, dass sie einen\u00a0 nicht ungl\u00fccklich machen. Zumindest da, wo man sich noch frei entscheiden kann.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Theorie und Praxis des sogenannten &#8222;Hier und Jetzt&#8220; erzeugt vor allem an d e m Punkt eine Wirkung im Inneren, wenn man tats\u00e4chlich versteht, dass der lebendige Moment, gerne von mir &#8222;der Nu&#8220; genannt, der einzige Zeitraum ist, in dem man aktiv anwesend sein kann und von d e m Ausdruck geben, was sich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-13478","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13478","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13478"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13478\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13485,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13478\/revisions\/13485"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13478"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13478"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13478"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}