{"id":13415,"date":"2021-06-15T08:47:11","date_gmt":"2021-06-15T08:47:11","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13415"},"modified":"2021-06-15T15:48:06","modified_gmt":"2021-06-15T15:48:06","slug":"im-danach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=13415","title":{"rendered":"im Danach (?)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-13416\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/IMG-20210615-WA0001-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"293\" height=\"391\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/IMG-20210615-WA0001-225x300.jpg 225w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/IMG-20210615-WA0001-768x1024.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/IMG-20210615-WA0001.jpg 1152w\" sizes=\"auto, (max-width: 293px) 100vw, 293px\" \/><\/p>\n<h5>Ja, tats\u00e4chlich am Meer, ich war am Meer. Nicht, dass ich einen Beweis daf\u00fcr brauche, aber so ein Bild tut doch gut, denn es zeigt, dass man wieder einen Plan umsetzen konnte, der lange nicht m\u00f6glich war. Man ist in guter Begleitung und schaut auf das, was man geistig vor Augen hatte und nun tats\u00e4chlich hat. Auch die F\u00fc\u00dfe, oft mal gemartert durch zu eng oder zu hoch oder zu weit, finden hier im Sand begl\u00fcckende Resonanz. Wo kommt man her? Wo war man? Da rauscht das m\u00e4chtige Wasser-Viel trotz aller Dunkelheiten, die es birgt, wieder beruhigend vom Hinaus ins Hinein und wieder zur\u00fcck. Solange man das nicht als aufdringlich empfindet, ist es angenehm, rausch rein, rausch raus, man s\u00fcchtelt vor sich hin. Der Lockdown-Blick erk\u00e4mpft sich sein Recht auf unkontrollierte Weite, ah, und da hinten, weit weg von einem selbst, ziehen Dampfer und Ladeschiffe geisterhaft vor\u00fcber. Kaum jemand am Strand bis Mittag, dann aber viel Liegestuhl und Sonnenbraten und all das Enthemmte und Nackte, was halt an Str\u00e4nden so \u00fcblich ist. Der Sonnenbrand und die Kindersandburgen, entspanntere M\u00fctter und zuweilen auch V\u00e4ter dabei. Das ist ja alles nichts Neues, wenn wir nicht gerade aus unseren Seinsgebilden heraustreten w\u00fcrden, immer noch einen Hauch Blase um die Ohren, und wie geht&#8217;s wohl den Anderen so? Ich frage mal hier, mal dort nach und wundere mich \u00fcber die nahezu makellose Maskenfreiheit, die hier herrscht, und es ist nicht nur einmal, dass ich denke: hoffentlich geht es gut. Eine weitere Welle w\u00e4re, ja was w\u00e4re sie denn? Sie w\u00e4re eine weitere Welle, \u00fcber die man zur Zeit nicht herumsinnieren kann, weil es sie gar nicht gibt. Hier und da frage ich mal jemanden, wie es denn so f\u00fcr sie war, als wir uns alle nicht begegnen konnten, und ganz eindeutig sp\u00fcrt man die Erleichterung, mit der das Wort &#8222;normalisieren&#8220; ausgesprochen werden kann. Alles normalisiert sich fast automatisch wieder, oder sieht es nur so aus. Man kann betrachten, wen man m\u00f6chte, aber es wird keinen unter ihnen geben, der oder die nicht betroffen war von den Ver\u00e4nderungen, das ist schon erstaunlich. Hat man nun den vergangenen Zeitraum nicht f\u00fcr etwas ganz Bestimmtes genutzt, scheint ein nahtloses Ankn\u00fcpfen an das vorher Vertraute ja gar nicht so schwer. Selbst die beste Option, eben statt Irritierungen den Eigenraum gut gestaltet zu haben, brachte Ver\u00e4nderungen herbei, denen man sich nicht entziehen konnte. Es kam und kommt immer noch darauf an, wie man darauf antwortet. Nat\u00fcrlich kann man sich mit Antworten ebenfalls weitgehend zur\u00fcckhalten, aber das macht erst Sinn, wenn man auch die Fragen kennt, damit der Spielraum erhalten bleibt, und das soll er unbedingt, also vor etwas und nach etwas, und mittendrin auch. Von Erfahrungen, die keinen Spielraum mehr erm\u00f6glichen, sollte man sich zweifelsfrei fernhalten. Die Existenz des Spielraums h\u00f6rt erst auf, wenn das Leben direkt bedroht wird. Und man kann von Gl\u00fcck sagen, wenn man nach dieser langen Zeit der Pandemie herum schaut\u00a0 und sieht, dass die Menschen, die einem am Herzen liegen, noch da sind, obwohl es auch Verluste zu beklagen gab. Auf jeden Fall ist gerade Pause im kollektiven, globalen Stress. Verf\u00fcgbare Medizin wird an \u00e4rmere Staaten weiter geschickt. Das Sterben soll ja einged\u00e4mmt werden, nicht zuletzt, weil wir jetzt wissen, wie nah alles letztendlich doch beieinander liegt. Vielleicht haben sie deswegen die Schilder mit &#8222;Abstand halten&#8220; noch nicht wegger\u00e4umt, obwohl man den Text nirgendwo umgesetzt sieht, denn Abstand war gestern. Mal sehen, was das Morgen bringt. Vielleicht sind ja allerorts Erwachte zugange, die frei herumknobeln k\u00f6nnen, was sie mit dem geschenkten Dasein anfangen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja, tats\u00e4chlich am Meer, ich war am Meer. Nicht, dass ich einen Beweis daf\u00fcr brauche, aber so ein Bild tut doch gut, denn es zeigt, dass man wieder einen Plan umsetzen konnte, der lange nicht m\u00f6glich war. 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