{"id":13351,"date":"2021-06-07T08:04:56","date_gmt":"2021-06-07T08:04:56","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13351"},"modified":"2021-06-07T08:04:56","modified_gmt":"2021-06-07T08:04:56","slug":"landen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=13351","title":{"rendered":"landen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-13352\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210606_194812-294x300.jpg\" alt=\"\" width=\"361\" height=\"368\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210606_194812-294x300.jpg 294w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210606_194812-768x784.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210606_194812-1004x1024.jpg 1004w\" sizes=\"auto, (max-width: 361px) 100vw, 361px\" \/><\/p>\n<h5>Es ist nicht schwer zu verstehen, dass jede Geburt ein Einzelwesen hervorbringt, von dem es kein zweites Exemplar gibt, denn es ist ganz automatisch einzigartig. Was mit dieser Einzigartigkeit dann jeweils angestellt wird, sprengt jede Vorstellung, obwohl man auch sagen kann, dass jedes manifestierte Bild oder jeder Ton ein Zeugnis davon ablegt. M\u00fctter erfreuen sich offensichtlich, solange das m\u00f6glich ist, an der unschuldigen Arglosigkeit ihrer Kinder, in denen fr\u00fch genug die Kr\u00e4fte sich auszudr\u00fccken versuchen. Und kein Erstaunen kann ich mir gr\u00f6\u00dfer vorstellen, als zu sehen, wer da kommt und wie ich dieser unbekannten Pers\u00f6nlichkeit begegne, die gerade dabei ist, sich herauszuformen. Nicht, dass es jemals aufh\u00f6rt. Das Hineinhorchen in den eigenen Ton war immer schon eine geeignete Besch\u00e4ftigung, will man wissen, welches Instrument man im Orchester spielt, wenn man denn daran interessiert war, in den inneren R\u00e4umen ein Orchester zu organisieren. Das Sch\u00f6ne an der inneren Leinwand ist ja u.a., dass man, braucht man gerade eine W\u00fcste zum Aufenthalt, sich eine herbeiholen kann, wobei es hilft, wenn man mal in einer W\u00fcste war und dort gute Erfahrungen gemacht hat. Nun l\u00e4uft man nat\u00fcrlich Gefahr, oder laufe nur ich Gefahr, jetzt durch die Angebote schlendern zu wollen, mal kurz in einem japanischen Garten der Schlichtheit vollkommener Linien entlangschauen, oder am See des indische Dorfes verweilen, aber nein, worum ging&#8217;s. Ich bin also wieder zur\u00fcck beim &#8222;Worumgingsmir eigentlich&#8220;, und stelle fest, dass ich wieder mal verbl\u00fcfft bin \u00fcber die Andersartigkeit des einen Menschen vom anderen. Oft verschwindet dieses Bewusstsein, weil wir uns in einer Gesellschaft auf so vieles einigen, auch zuweilen m\u00fcssen, damit \u00fcberhaupt eine \u00dcbereinstimmung zustande kommt. Und zum \u00f6ffentlichen Umgang mit den Anderen reichen ja oft ein paar Grundhaltungen, um wenigstens das Schlimmste zu vermeiden. Das Beste will man aber nat\u00fcrlich auch nicht vermissen, und so gibt es einen Kunstzweig, der hei\u00dft Menschenkenntnis. Immer wieder ist es angebracht, sich dabei zu ertappen, wie schnell Eindr\u00fccke zu Meinungen und Wertungen und Projektionen werden. Und obwohl es den Spruch gibt, der erste Eindruck w\u00e4re der &#8222;richtige&#8220;, so h\u00e4lt man oft das Fl\u00fcchtige f\u00fcr das Wahre, was es nicht sein kann. Es kann sich vielleicht eines Tages als eine gute Intuition erwiesen haben, wenn man sich die M\u00fche gemacht hat, sich mit den komplexen Strukturen eines Mitmenschen auseinander zu setzen. Oder sich \u00fcberhaupt auseinder setzen musste, weil sich die Komplexit\u00e4ten des Zusammenlebens erst auftun, wenn man sich schon entschieden hat, dass man an ihnen nicht scheitern will. Gelingt es dem Einzelnen, w\u00e4hrend des Durchgangs das eigene Wesen nicht zu verkorksen oder zu verdrehen, also nicht zu verlieren, dann entsteht unweigerlich der Wunsch nach dem Gegen\u00fcber. Kommt also das Ich einigerma\u00dfen unversehrt aus dem Tunnel, dann tritt es&#8230;hier \u00f6ffnen wir zur Untermalung den chinesischen Gl\u00fcckskeks, und ja!, da steht es: &#8230;tritt es hinaus ans Licht der Welt, ganz so, als h\u00e4tte man das schon einmal erfahren und durchgemacht, und war im Lebendigen gelandet, also auch im Willen zur authentischen Begegnung.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist nicht schwer zu verstehen, dass jede Geburt ein Einzelwesen hervorbringt, von dem es kein zweites Exemplar gibt, denn es ist ganz automatisch einzigartig. Was mit dieser Einzigartigkeit dann jeweils angestellt wird, sprengt jede Vorstellung, obwohl man auch sagen kann, dass jedes manifestierte Bild oder jeder Ton ein Zeugnis davon ablegt. 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