{"id":13302,"date":"2021-06-01T07:50:48","date_gmt":"2021-06-01T07:50:48","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13302"},"modified":"2021-06-01T07:56:58","modified_gmt":"2021-06-01T07:56:58","slug":"leichter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=13302","title":{"rendered":"leichter"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-13303\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210601_075401-300x265.jpg\" alt=\"\" width=\"357\" height=\"315\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210601_075401-300x265.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210601_075401-768x679.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210601_075401-1024x905.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 357px) 100vw, 357px\" \/><\/p>\n<h5>Warum ich gerade dieses Bild gew\u00e4hlt habe, um den Sommer, der gerade gelandet ist, zu begr\u00fc\u00dfen, musste ich mir (auch) selbst erkl\u00e4ren. Vielleicht dr\u00fcckt das pralle Gr\u00fcn mit dem Ahornzweig nur in Kombination mit dem dunklen Hintergrund f\u00fcr mich aus, wie ich diese pl\u00f6tzliche sommerliche Hitze fraglos einordnen kann in die Fl\u00fcchtigkeit des Nus, die mir zeigt, wie nah die Dinge immer beieinander sind und sein k\u00f6nnen. Vorne im Blick k\u00f6nnen sich die Augen kaum satt sehen an der F\u00fclle des nat\u00fcrlichen Ausbruchs, w\u00e4hrend gleichzeitig tief innen eine Trauer herrscht und ein gro\u00dfer Fluss, der einst eine G\u00f6ttin war, nimmt tausende von toten K\u00f6rpern mit sich mit, bzw. treibt sie in den Buchten gnadenlos aufeinander. Tats\u00e4chlich, das kann nur ein Mensch, das gleichzeitig zu erleben, und das wird ein Computer nicht lernen k\u00f6nnen. Etwa mit einer derartigen M\u00fchelosigkeit die Programme einschalten zu k\u00f6nnen ohne jegliche Zwischenablagerung. Das sich im Inneren bewegende kann zeitlose Momente im Sein verharren, kann im schwarzen Teil des Bildes ein Gesicht sehen mit Augen und einem Mund, aus dem ein Lichtstrahl flie\u00dft\u00a0 (usw.) Je weniger ich eingesperrt bin von Wunsch oder Vorstellung oder Ideologie, desto freier f\u00fchlt sich das alles an, was ich dann zur Verf\u00fcgung habe. &#8222;Alles&#8220; hei\u00dft\u00a0 wiederum, dass ich nun w\u00e4hlen muss, oder vielleicht ist\u00a0 das Wort &#8222;Verantwortung&#8220; hier gut untergebracht, n\u00e4mlich schlicht und einfach f\u00fcr alles, was ich bin. Und eine Ahnung existiert da sicherlich schon vom &#8222;Wer&#8220;? Denn ohne zu wissen, wer ich bin, kann ich im Ungewissen nicht gut herumstehen, geschweige denn, die Navigationsger\u00e4te einstellen, damit die Bewegung auch ein Tanz sein kann, oder eine Martial Arts Praxis. Wenn Menschen sich kennen, f\u00fchlt man sich auf eine bestimmte Weise zu ihnen hingezogen. Beim Sich-Kennen gibt es eine simple und eine komplexe Variante. Ich habe Bauern in der Thar W\u00fcste getroffen, die waren die verk\u00f6rperte Selbstw\u00fcrde. Die meisten, auch Frauen, versammelten sich abends nach der schweren Arbeit im Tempel, wo sie, ohne lesen und schreiben zu k\u00f6nnen,\u00a0 das Beste zu h\u00f6rten bekamen, was das indische Wissen zu bieten hat, und das ist nicht wenig. Auf jeden Fall tropfte eine Essenz davon in ihr Leben und hatte Auswirkung auf ihr Verhalten. Auch hier kann man solche Menschen treffen, die einfach wegen viel Arbeit nicht dazu kommen, in Selbstgr\u00fcbeleien zu verfallen. Problematisch wird es erst, wenn Dinge auftauchen, die dieser Lebensweise nicht mehr entsprechen. Dann kommen Ersch\u00fctterungen, denen man ohne eigenes Denken und eigene Kontemplation nicht gewachsen ist, und dann folgt entweder ein Scheitern oder eine Bereitschaft zur Anerkennung der Komplexit\u00e4t. Nat\u00fcrlich kann innere Freiheit mit pers\u00f6nlichem Instrumentarium auch eine wahre Freude sein am kreativen Ausdruck, der sich durch das Zusammenspiel ergibt. Ergibt er sich einmal bei einem selbst, wird auch der Zugang zum Spiel der Anderen leichter.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum ich gerade dieses Bild gew\u00e4hlt habe, um den Sommer, der gerade gelandet ist, zu begr\u00fc\u00dfen, musste ich mir (auch) selbst erkl\u00e4ren. 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