{"id":13275,"date":"2021-05-28T08:18:57","date_gmt":"2021-05-28T08:18:57","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13275"},"modified":"2021-05-28T08:21:57","modified_gmt":"2021-05-28T08:21:57","slug":"aufloesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=13275","title":{"rendered":"aufl\u00f6sen (?)"},"content":{"rendered":"<h1><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-13280\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/20210528_092027-273x300.jpg\" alt=\"\" width=\"359\" height=\"395\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/20210528_092027-273x300.jpg 273w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/20210528_092027-768x843.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/20210528_092027-933x1024.jpg 933w\" sizes=\"auto, (max-width: 359px) 100vw, 359px\" \/><\/h1>\n<h5>Der Pandemie-Bann \u00fcber dem Erdreich scheint sich fast explosiv aufzul\u00f6sen oder kommt nur mir es so vor. Dabei \u00e4ndert sich weiterhin insofern nichts in meinem Leben, da die Kontinuit\u00e4t der gestalterischen Freiheit, die mein Leben bewegt, sich auch in Lockdowns gut bew\u00e4hrt hat. Viel meiner Best\u00fcrzung und Trauer bewegte und bewegt sich nach Indien hin, da dort eine Kultur, die ich lieben gelernt habe, vor meinen Augen und den Augen anderer in ein Schwarzes Loch fiel. Ich hatte Zeit und Raum, meiner Trauer Gef\u00fchl und Ausdruck zu verleihen. Auch Raum zu machen f\u00fcr das Sterben der Menschen. Ich denke, die Pandemie hat viel von dem, was eh schon da war, an die Oberfl\u00e4che geschwemmt, und wenn man Gl\u00fcck hatte, war man von Freunden umgeben. Wir waren dankbar,\u00a0 dass es uns zweifellos gut ging, w\u00e4hrend man genug davon h\u00f6rte, wie wenig gut es vielen Menschen ging. Am Anfang der Pandemie, die ja schnell global wurde, habe ich manchmal das Ganze, die Erde also, als ein riesiges Schiff gesehen, das durch den unbegrenzten Ozean steuert, aber auf einmal in eine gewaltige Bremsung katapultiert wird. Vieles, sehr vieles, stand auf einmal still. Unheimlich runtergefahren war das, dazu noch die Maskierung. Es kann einem jetzt schon schwindlig werden, wie viel Austausch es dar\u00fcber geben wird. Wer war ich und bin ich\u00a0 im Vorher und im Jetzt. Viele m\u00f6chten zur\u00fcck. Zur\u00fcck in was? Oder einfach weiter machen, wie es vorher war, als w\u00fcsste man noch, was und wer man dort war. Und es ist ungeheuerlich viel passiert in dieser Zeit, was die Bedrohung und den Druck der Seuche um sich hatte. Das Unsichtbare hatte sein Netz \u00fcber den Gro\u00dfraum geworfen. Nun nimmt das Schiff langsam wieder Fahrt auf, unz\u00e4hlige R\u00e4der setzen sich in Bewegung, ein \u00c4chzen und St\u00f6hnen, aber nat\u00fcrlich auch eine Freude auf das, was noch keiner kennt, aber den eigenen Vorstellungen unterliegt.\u00a0 Beziehungsweise Milliarden von Vorstellungen, die sich nun von den Ketten der Vorschreibungen befreien, auch vom &#8218;D\u00fcrfen&#8216;, um das d\u00fcrftige Wort noch einmal zu nennen. Jetzt hei\u00dft es, am eigenen Tor zu stehen und zu schauen, was sich da bildet. Schlie\u00dflich navigierten wir, mehr oder weniger abh\u00e4ngig von den getroffenen Entscheidungen der Regierung, durch enorme Ver\u00e4nderungen, die man sich selbst nicht auferlegt h\u00e4tte. Wie immer wei\u00df man nicht, wer sich wie irgendwo herumbewegt, man kann es nur von sich selbst wissen. Es kann spannend sein zu sehen, was Menschen so mit sich und aus sich gemacht haben, und wie sich das ganze Bild wieder im Fluss der \u00d6ffnungen und \u00d6ffentlichkeiten bewegt. Man darf sich auch f\u00fcrchten, denn ich denke, dass durch die Winde und Windungen der Schicksale eine gro\u00dfe N\u00fcchternheit eingetreten ist, das k\u00f6nnte eine gute Nachricht werden. Es k\u00f6nnte auch sein, dass viele Illusionst\u00f6terinnen (ein weiblicher Beruf) arbeitslos werden, was nichts macht, denn sie werden eh nicht bezahlt. Sie arbeiten an der Pr\u00e4zision der Wahrnehmung, da gibt es weiterhin viel zu tun.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Pandemie-Bann \u00fcber dem Erdreich scheint sich fast explosiv aufzul\u00f6sen oder kommt nur mir es so vor. Dabei \u00e4ndert sich weiterhin insofern nichts in meinem Leben, da die Kontinuit\u00e4t der gestalterischen Freiheit, die mein Leben bewegt, sich auch in Lockdowns gut bew\u00e4hrt hat. 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