{"id":13262,"date":"2021-05-26T08:03:12","date_gmt":"2021-05-26T08:03:12","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13262"},"modified":"2021-05-26T08:03:12","modified_gmt":"2021-05-26T08:03:12","slug":"wirmanich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=13262","title":{"rendered":"wirmanich"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-13263\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/20210525_171826-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"360\" height=\"360\" \/><\/p>\n<h5>Nun werden wir oder man oder ich sehr lange davon h\u00f6ren, wie es allen so ging inmitten dieses ziemlich surrealen Traum(a)s, durch den wir geschritten sind. Und sind auch noch nicht ganz durch den Tunnel hindurch, nur das Licht ist sichtbar. Aber in Wirklichkeit war das Gemeinsame ja ziemlich oberfl\u00e4chlich, denn selten zuvor waren Menschen auf der ganzen Welt so gezwungen oder auch bem\u00fcht, ihre eigenen Einstellungen zu suchen und zu finden. Auch die Herren Herrscher an den Spitzen der Eisberge zeigten sich \u00f6fters geradezu unf\u00e4hig, die Katastrophe ad\u00e4quat zu handhaben, da sie gewohnt sind, sich mit v\u00f6llig anderen Dingen zu besch\u00e4ftigen als das Wohl ihres Volkes. So kann\u00a0 es zu einigen gesunden Einschr\u00e4nkungen in der Wahrnehmung des Bewunderten kommen, nicht, dass hier tiefgreifende Ver\u00e4nderungen zu erwarten w\u00e4ren. Das konnte auch noch mal vertieft werden in der N\u00e4he des distanzierten Umgangs mit Anderen, dass eben nichts und niemand ver\u00e4ndert werden kann und man willig oder unwillig zur\u00fcckgeworfen wird auf die eigenen M\u00f6glichkeiten und F\u00e4higkeiten, sich durch die komplexen Themen zu bewegen, bis man sich gegen\u00fcbersteht und neue Aufgaben auf einen warten.\u00a0 Hier verschwindet fast wie nebenher das &#8222;Wir&#8220; und das &#8222;Man&#8220;, aber wer will sich schon durch die Zeilen ichen. In dieser Bredouille habe ich mir schon fr\u00fcher dann das Wort &#8222;Man&#8220; als &#8222;Geist&#8220; translatiert, was das Wort in Hindi auch bedeutet, das lockert ein wenig die Verallgemeinerungen, vor denen man sich h\u00fcten kann. Ich h\u00f6re mich in meinen Gespr\u00e4chen mit Freunden in Indien fast immer sagen, wie gut es mir und uns geht, und da es wahr ist, entsteht genug Raum f\u00fcr das Ungeheure, das Leid, das Unfassbare. Ich merke, dass selbst jetzt, wenn ich an Indien denke und die H\u00f6lle, die viele der BewohnerInnen gerade durchlaufen, sehe ich Bilder wie epische Dramen, wie wenn eine Art Fluch \u00fcber das Land gekommen w\u00e4re, ein eiskalter Windhauch, der alles Bestehende in Frage stellt: die G\u00f6tter, die Rituale, die sogenannte Heiligkeit, der Glaube an all das, was tausende von Jahren als Idee nicht in Bedr\u00e4ngnis kam. Nun sind in der indischen Bev\u00f6lkerung\u00a0 gleichzeitig mit Covid drei t\u00f6dliche Formen eines Pilzes aufgetaucht, \u00fcber den heftig ger\u00e4tselt und vermutet wird. Die ersten Forschungen haben nun ergeben, dass der Ausbruch durch das Trinken von Kuh-Urin, \u00fcblich vor allem in der Brahmanenkaste, sozusagen als Nektar der heiligen Kuhg\u00f6ttin. Und nat\u00fcrlich hat sich die Wissenschaft des Yoga stets sehr ungern der westlichen Wissenschaft gen\u00e4hert, da die inneren Erfahrungen fast nur mit Praktizierenden ausgetauscht werden k\u00f6nnen, und so ziemlich in allen Lehrst\u00e4tten der \u00dcberblick verloren gegangen ist, wo die ganzen meditativen Bewegungen, oft neu erweckt und vom Geld der Foreigners getragen, eigentlich hingef\u00fchrt haben. So greifen die Einheimischen dann wieder in ihrer jetzigen Not zu alten Hausmitteln wie das Bad in Kuhdung oder der Kuh-Urin-Trunk, nicht bedenkend, dass das eine andere Kuh ist als fr\u00fcher, als die Welt noch nicht mit Plastik belastet war, und \u00fcberhaupt nichts mehr ist wie fr\u00fcher. Nie kann etwas sein wie fr\u00fcher, das habe ich jetzt auch verstanden.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun werden wir oder man oder ich sehr lange davon h\u00f6ren, wie es allen so ging inmitten dieses ziemlich surrealen Traum(a)s, durch den wir geschritten sind. 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